Selektive Wahrnehmung

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Die selektive Wahrnehmung ist ein psychologisches Phänomen, bei dem nur bestimmte Aspekte der Umwelt wahrgenommen und andere ausgeblendet werden. Selektive Wahrnehmung kann durch Priming, Framing oder vergleichbare Effekte hervorgerufen werden.

Selektive Wahrnehmung beruht auf der Fähigkeit, Muster zu erkennen, einem grundlegenden Mechanismus des menschlichen Gehirns. Das Gehirn ist ständig auf der Suche nach Mustern, um neue Informationen in bereits vorhandene besser einordnen zu können. Dabei ist die selektive Wahrnehmung die – meist unbewusste – Suche nach einem bestimmten Muster. Dies ist erforderlich, um die Fülle an Informationen überhaupt bewältigen zu können. Argumente, die die eigene Position stützen, werden stärker wahrgenommen als solche, die sie beschädigen.

Aber auch positive Stimuli können selektiv wahrgenommen werden, beispielsweise die Attraktivität eines Flirtpartners.

Die Auswahl der wahrgenommenen Sinneseindrücke wird von verschiedenen Faktoren beeinflusst, etwa Erfahrungen, Erwartungen, Einstellungen und Interessen.

Beispiel 1: Liest man in einer Zeitschrift einen Artikel über „Politische Korrektheit“, so wird man eher und genauer als bei anderen Artikeln darauf achten, ob Begriffe oder Aussagen „politisch korrekt“ erscheinen.

Beispiel 2: Eine Variation des Vorführeffekts: Führt man in einem Zeitraum z.B. 20 verschiedene Dinge vor und denkt sich jedes mal: „Das geht bestimmt schief“, wird man den Vorführeffekt als existent erachten, auch wenn es nur einmal schiefgeht („Ich wusste es.“). Die anderen 19 Mal wird man nicht mehr daran denken, dass man den Vorführeffekt vorher heraufbeschworen hatte.

Vom oben beschriebenen psychologischen Phänomen abweichend, spricht man im Volksmund auch häufig dann von „selektiver Wahrnehmung“, wenn ein Mensch auf ein bestimmtes Thema fixiert ist, seine Lebensprioritäten verschoben sind, er nur noch bestimmte Informationen ausfiltert und Aussagen zu diesem Thema – für ihn ein Reizthema – verstärkt wahrnimmt und andere Informationen mit gleicher Priorität überhaupt nicht mehr erkennt oder nur noch spärlich bemerkt, als hätte er eine Brille auf, die nur bestimmte Spektralfarben durchlässt, hier die Aspekte seines „Reizthemas“. Er nimmt nur noch das wahr, was er glaubt, darin zu erkennen, während alles andere ausgeblendet wird.

Möglicherweise ist auch das Phänomen der Blickführung im Straßenverkehr auf selektive Wahrnehmung zurückzuführen.

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