Selen(IV)-sulfid

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Strukturformel
Keine Strukturformel vorhanden
Allgemeines
Name Selen(IV)-sulfid
Andere Namen

Selendisulfid

Summenformel SeS2
CAS-Nummer 7488-56-4
ATC-Code

D01AE13

Kurzbeschreibung orangefarbenes Salz
Eigenschaften
Molare Masse 143,09 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Schmelzpunkt

<100 °C[1]

Löslichkeit

unlöslich in Wasser [1]

Sicherheitshinweise
Gefahrstoffkennzeichnung aus RL 67/548/EWG, Anh. I [2]
Giftig Umweltgefährlich
Giftig Umwelt-
gefährlich
(T) (N)
R- und S-Sätze R: 23/25-33-50/53
S: 20/21-28-45-60-61
Bitte beachten Sie die eingeschränkte Gültigkeit der Gefahrstoffkennzeichnung bei Arzneimitteln
MAK

0,05 mg/m3[1]

Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.

Selen(IV)-sulfid ist ein Salz der Schwefelwasserstoffsäure H2S, es wird meist als Selendisulfid bezeichnet.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Eigenschaften

Selen(IV)-sulfid ist ein hell-orangefarbenes bis rotbraunes, in Wasser unlösliches, Pulver. Beim Einwirken von Säuren entstehen giftige Schwefelwasserstoff-Dämpfe.

[Bearbeiten] Herstellung

Selen(IV)-sulfid wird direkt aus den Elementen Selen und Schwefel hergestellt.

\mathrm{Se + 2\ S \longrightarrow \ SeS_2}

[Bearbeiten] Verwendung

Selen(IV)-sulfid ist aufgrund seiner fungiziden und gleichzeitig schuppenlösenden Wirkung eine häufige Komponente von Anti-Schuppen-Shampoos. Diese enthalten meist 1% des Wirkstoffs. In höherer Konzentration (2,5%) ist Selen(IV)-sulfid in apothekenpflichtigen Pasten und Suspensionen zur Behandlung des seborrhoischen Ekzems enthalten. Höhere Konzentrationen würden der Arzneimittelverschreibungsverordnung unterliegen. Da Selen(IV)-sulfid nicht resorbiert wird, besteht bei korrekter Anwendung der Präparate keine Vergiftungsgefahr.

[Bearbeiten] Quellen

  1. a b c Eintrag zu Selen(IV)-sulfid in der GESTIS-Stoffdatenbank des BGIA, abgerufen am 4.9.2007 (JavaScript erforderlich)
  2. Nicht explizit in RL 67/548/EWG, Anh. I gelistet, fällt aber dort mit der angegebenen Kennzeichnung unter den Sammelbegriff „Selenverbindungen“; Eintrag in der GESTIS-Stoffdatenbank des BGIA, abgerufen am 30. März 2009 (JavaScript erforderlich)
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