Selenicereus megalanthus

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Selenicereus megalanthus
Selenicereus megalanthusBlüte

Selenicereus megalanthus
Blüte

Systematik
Ordnung: Nelkenartige (Caryophyllales)
Familie: Kakteengewächse (Cactaceae)
Unterfamilie: Cactoideae
Tribus: Hylocereeae
Gattung: Selenicereus
Art: Selenicereus megalanthus
Wissenschaftlicher Name
Selenicereus megalanthus
(K.Schum. ex Vaupel) Moran

Selenicereus megalanthus ist eine Pflanzenart in der Gattung Selenicereus aus der Familie der Kakteengewächse (Cactaceae).

Beschreibung[Bearbeiten]

Selenicereus megalanthus wächst hängend epiphytisch, ist reich verzweigt und erreicht Längen von bis zu 13 Metern. Die dunkelgrünen, dreikantigen Triebe sind an den Rändern leicht gewellt und nicht verkorkt. Sie sind bei Durchmessern von 1,5 bis 4 Zentimetern, 1 bis 2 Meter lang und besitzen Luftwurzeln. Aus den Areolen entspringen 1 bis 3 pfriemliche, gelblich braune und leicht gebogene Dornen, die an der Basis leicht verdickt sind und eine Länge zwischen 3 bis 5 Millimetern aufweisen.

Die später stark duftenden Blüten sind bis zu 30 Zentimeter lang. Ihre Blütenhüllblätter sind auffallend breit. Die äußeren Blütenhüllblätter sind hellgelb, die inneren weiß. Das Perikarpell ist stark gehöckert und mit Schuppen, weißer Wolle und 14 bis 15 borstenartigen Dornen je Areole besetzt. Die essbaren, gelben, eiförmigen Früchte sind bis 11 Zentimeter lang und nur mit wenigen Dornen besetzt. Das Fruchtfleisch ist weiß oder rosafarben.

Verbreitung und Systematik[Bearbeiten]

Frucht
Trieb von Selenicereus megalanthus (mit Luftwurzeln)

Selenicereus megalanthus ist in Kolumbien, Ecuador, Peru und vermutlich Bolivien in Höhenlagen von 90 bis 1800 Metern verbreitet. Die Erstbeschreibung als Cereus megalanthus wurde 1913 von Friedrich Karl Johann Vaupel veröffentlicht.[1] Reid Venable Moran stellte sie 1953 in die Gattung Selenicereus.[2] Einige Autoren stellen die Art als Hylocereus megalanthus in die Gattung Hylocereus.

Verwendung[Bearbeiten]

Selenicereus megalanthus wird auf Grund der essbaren Früchte (die als „Pitahaya“ bzw. „Drachenfrucht“ gehandelt werden) zunehmend in Plantagen angebaut.

Nachweise[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Notizblatt des Königlichen botanischen Gartens und Museums zu Berlin. Band 5, Nummer 50, Leipzig 1913, S. 284–285 (online).
  2. Gentes Herbarum; Occasional Papers on the Kinds of Plants. Band 8, 1953, S. 325.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Selenicereus megalanthus – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien