Semmelweis-Frauenklinik

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Logo der Semmelweis-Frauenklinik
Stele an der Einfahrt
Übersichtstafel

Die Semmelweis-Frauenklinik ist eine Frauenklinik im 18. Wiener Gemeindebezirk Währing. Sie ist nach dem Arzt Ignaz Semmelweis benannt.

Lage und Architektur[Bearbeiten]

Die denkmalgeschützte Klinik liegt an der Bastiengasse 36–38 im Bezirksteil Gersthof. Sie besteht aus sechs fünfgeschoßigen Pavillons in einer Parkanlage.

In der Anlage steht ein Denkmal Kaiser Franz Josephs I., das 1910 vom Bildhauer Georg Leisek geschaffen wurde. Es befand sich bis 1936 im Pflegeheim Lainz. Auf einem Kantpfeiler steht eine Ignaz Semmelweis darstellende Büste, ein Werk des Bildhauers Rudolf Schmidt aus dem Jahr 1944. Am secessionistischen Gitterportal der Klinik ist das niederösterreichische Wappen angebracht.[1]

Geschichte[Bearbeiten]

Die Anlage wurde von 1908 bis 1910 im Auftrag der niederösterreichischen Landesregierung durch das Niederösterreichische Landesbauamt als Findelhaus erbaut. Die Architekten waren Karl Otto Limbach und Max Haupt. Hier war das Niederösterreichische Landes-Zentralkinderheim untergebracht. Als Wien 1922 als eigenes Bundesland von Niederösterreich getrennt wurde, übernahm die Stadt Wien die Institution.[2]

1943 gründete die Stadt in zunächst zwei Pavillons die Semmelweis-Frauenklinik. Im Jahr 2002 wurde sie in die städtische Krankenanstalt Rudolfstiftung eingegliedert.

Im Zuge der Neuordnung der Wiener Spitalslandschaft sollen die medizinischen Einrichtungen der Semmelweis-Frauenklinik in das neu errichtete Krankenhaus Nord übersiedeln.[3] Danach sollen die Gebäude einer neuen Nutzung zugeführt werden,[4] ein Teil wird bereits seit 2012 von der privaten "AMADEUS international school of music VIENNA" genützt.[5]

Leistungen[Bearbeiten]

Die Semmelweis-Frauenklinik betreut jährlich rund 5500 stationäre Patientinnen. In der Klinik sind die Abteilung für Gynäkologie und Geburtshilfe und die Abteilung für Anästhesiologie der Rudolfstiftung untergebracht. Die sieben Spitalsambulanzen sind auf Untersuchungen des Beckenbodens und Beckenbodentraining, Dysplasie, Geburtshilfe, Gynäkologie, Psychosomatik, Ultraschall für Pränataldiagnostik sowie Urogynäkologie spezialisiert. Eine interdisziplinäre Einrichtung ist der Wahlhebammengeburt gewidmet. Hinzu kommt eine Muttermilch-Sammelstelle.

In der Semmelweis-Frauenklinik befindet sich außerdem seit 1992 ein Gesundheitszentrum für Frauen, Eltern und Mädchen des Instituts für Frauen- und Männergesundheit.

Bilder[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Semmelweis-Frauenklinik – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Dehio-Handbuch Wien. X. bis XIX. und XXI. bis XXIII. Bezirk. Hrsg. v. Bundesdenkmalamt. Anton Schroll, Wien 1996, ISBN 3-7031-0693-X, S. 471–472
  2. Gersthof auf der Website des Bezirksmuseums Währing
  3. Neue Schwerpunktsetzungen in Wien auf der Website des Wiener Krankenanstaltenverbunds
  4. „Verwertung“ der Semmelweis Frauenklinik auf der Website der WSE, abgerufen am 8. Februar 2014
  5. Semmelweis-Areal erhält Musik-Gymnasium auf wien.gv.at, abgerufen am 8. Februar 2014

48.23527777777816.319166666667Koordinaten: 48° 14′ 7″ N, 16° 19′ 9″ O