Sendeanlagen in Mainflingen
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In Mainflingen gibt es zwei große Sendeanlagen, die bis 2007 der Deutsche Telekom-Tochter T-Systems gehörten und die weit bekannt sind. Sie dienen dem kommerziellen Langwellenfunk (insbesondere der Verbreitung des Zeitzeichens DCF77) und dem Mittelwellenrundfunk.
Betrieben werden die Anlagen durch die MEDIA BROADCAST GmbH, einer ehemaligen Tochter von T-Systems, die seit Januar 2008 dem französischen Sendernetzbetreiber TDF gehört.
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[Bearbeiten] Langwellensender
Die Langwellensendeanlage besteht aus 12 gegen Erde isolierten, abgespannten Stahlfachwerkmasten mit Höhen von 100 bis 200 Metern, an denen T- und Dreiecksflächenantennen befestigt sind. Sie werden von kommerziellen Langwellensendern, deren Rufzeichen mit DCF anfängt, genutzt. Der bekannteste dieser Sender ist DCF 77. Früher diente die Anlage, die sich auf einem zur Grenze eingezäunten Areal befindet, auch als Langwellenrundfunksender, insbesondere als Reservesender für den Sender Donebach. Neben dem Sendegebäude steht auch ein Mobilfunkturm in Fertigbetonbauweise.
Südlich der Hauptanlage, außerhalb des Betriebsgeländes, aber noch nördlich der A 3 befindet sich noch eine weitere Sendeantenne für Langwelle in Form einer an zwei abgespannten Stahlfachwerkmasten aufgehängten T-Antenne.
[Bearbeiten] Lage
- Koordinaten: 50° 0′ 56″ N, 9° 0′ 43″ O50.0156944444449.0118333333333 Hauptanlage
- Koordinaten: 50° 0′ 27″ N, 9° 0′ 58″ O50.00759.0161666666667 Südanlage
[Bearbeiten] Mittelwellensendeanlage
Die Mittelwellensendeanlage Mainflingen wurde 1966 errichtet. Sie wird auch als Mainflingen B bezeichnet und liegt südlich der A3. Als Antennenanlage wird ein 95 Meter hoher, gegen Erde isolierter Stahlfachwerkmast verwendet. Bis 1978 war Mainflingen auch Reservestandort für alle Mittelwellenfrequenzen des Deutschlandfunks. Hierfür existierte ein 144 Meter hoher, gegen Erde isolierter Stahlfachwerkmast mit Reusenantenne. Ferner existierte bis 1983 noch eine Kreuzdipolantenne, die in 75 Meter Höhe an fünf 88 Meter hohen, gegen Erde isolierten Stahlfachwerkmasten befestigt war.
Am 1. Januar 1995 wurde die Ausstrahlung des Deutschlandfunks über den Sender Mainflingen aufgegeben, da die Antenne einen schlechten Wirkungsgrad hatte und der Sender Heusweiler als Ersatz gewonnen werden konnte. Ursprünglich sollte die Anlage abgerissen werden, doch fand sich ab 1. Juli 1997 der Evangeliums-Rundfunk als Nachmieter. Dieser veranlasste im Jahr 2005 den Aufbau einer neuen Kreuzdipolantenne. Diese ist die einzige Rundfunksendeantenne in Deutschland, über die zirkular-polarisierte Radiowellen abgestrahlt werden und neben der im Juli 1995 stillgelegten und inzwischen abgebauten Kreuzdipolantenne des einstigen RIAS-Senders in Berlin-Britz die einzige ihrer Art in Deutschland.
Die Kreuzdipolantenne besteht aus fünf 80 Meter hohen Stahlfachwerkmasten, welche den schräg in die Ionosphäre strahlenden Kreuzdipol tragen. Hierbei ist der Mittelmast geerdet und die vier Randmasten sind gegen Erde isoliert.
[Bearbeiten] Lage
- Koordinaten: 50° 0′ 5″ N, 8° 58′ 31″ O50.0013888888898.9752288888889
[Bearbeiten] Siehe auch
[Bearbeiten] Weblinks
- Eintrag über Sendeanlagen in Mainflingen bei Structurae
- Eintrag über Sendeanlagen in Mainflingen bei Structurae
- Eintrag über Sendeanlagen in Mainflingen bei Structurae
- MW Kreuzdipol Mainflingen, veröffentlicht bei www.waniewski.de
- MW Kreuzdipol Mainflingen 8D, veröffentlicht bei www.waniewski.de
- www.waniewski.de

