Senden (Bayern)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Senden
Senden (Bayern)
Deutschlandkarte, Position der Stadt Senden hervorgehoben
48.32361111111110.044166666667486Koordinaten: 48° 19′ N, 10° 3′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Schwaben
Landkreis: Neu-Ulm
Höhe: 486 m ü. NHN
Fläche: 25,17 km²
Einwohner: 21.586 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 858 Einwohner je km²
Postleitzahl: 89250
Vorwahlen: 07307 oder 07309 für OT WitzighausenVorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen: NU, ILL
Gemeindeschlüssel: 09 7 75 152
Stadtgliederung: 7 Ortsteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Hauptstraße 34
89250 Senden
Webpräsenz: www.stadt-senden.de
Bürgermeister: Raphael Bögge (CSU)
Lage der Stadt Senden im Landkreis Neu-Ulm
Baden-Württemberg Landkreis Dillingen an der Donau Landkreis Günzburg Landkreis Unterallgäu Auwald (gemeindefreies Gebiet) Oberroggenburger Wald Stoffenrieder Forst Unterroggenburger Wald Altenstadt (Iller) Bellenberg Buch (Schwaben) Elchingen Holzheim (bei Neu-Ulm) Illertissen Kellmünz an der Iller Nersingen Neu-Ulm Oberroth Osterberg Pfaffenhofen an der Roth Roggenburg (Bayern) Senden (Bayern) Unterroth Vöhringen (Iller) WeißenhornKarte
Über dieses Bild

Senden ist eine Stadt im schwäbischen Landkreis Neu-Ulm. Die Gemeinde gehört zur Region Donau-Iller in Mittelschwaben. Sie liegt 12 km südlich von Ulm und 45 km nördlich von Memmingen.

Geografie[Bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten]

Die Stadt Senden liegt an der Iller und grenzt direkt an Baden-Württemberg. Die Stadt gehört dem Donau-Iller-Nahverkehrsverbund an. Zum westlich der Iller gelegenen Stadtteil Unterm Schloß führt die Straße ein kurzes Stück über das Gebiet der Nachbargemeinde Illerkirchberg, was diesen Stadtteil zu einer funktionalen Exklave macht.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Senden grenzt an die Gemeinden (im Uhrzeigersinn, von Norden beginnend): Neu-Ulm, Pfaffenhofen, Weißenhorn, Vöhringen und Illerkirchberg.

Geschichte[Bearbeiten]

Am 7. Juni 1975 wurden dem Markt Senden die Stadtrechte verliehen.[2]

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Am 1. Juli 1970 wurden die bis dahin selbständigen Gemeinden Hittistetten und Wullenstetten eingegliedert. Am 1. Juli 1971 kam Ay an der Iller hinzu. Witzighausen und der Ortsteil Freudenegg der Gemeinde Gerlenhofen kamen am 1. Juli 1972 hinzu.[3] Aufheim folgte am 1. Januar 1978.[2]

Politik[Bearbeiten]

Rathaus Senden

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat gliedert sich nach den Kommunalwahlen 2014 folgendermaßen: Die CSU hält 11, die Freie Wählergemeinschaft 6, die SPD 5, die Grünen 4 und die BiSS (Bürgerinteressen Stadt Senden) 4 Sitze.

Bei der Kommunalwahl 2014 erreichte der gebürtig aus Rheine in Westfalen stammende Raphael Bögge (CSU) die Mehrheit der Stimmen und löste Kurt Baiker (parteilos) ab.

Wappen[Bearbeiten]

In Gold unter einem erhöhten blauen Wellenbalken eine blaue heraldische Lilie. Der Wellenbalken deutet die geographische Lage an der Iller an, die Ortsgeschichte ist seit dem Mittelalter 300 Jahre mit der fuggerschen Herrschaft Kirchberg verbunden – dies kommt durch die Lilie zum Ausdruck.

Gemeindepartnerschaft[Bearbeiten]

Seit 1998 unterhält die Stadt Senden eine Städtepartnerschaft mit der italienischen Stadt Piove di Sacco (Provinz Padua).

Bereits seit 1977 ist die Gemeinde Uffholtz im Elsass mit Aufheim und nach der Eingemeindung Aufheims 1978 mit der Stadt Senden partnerschaftlich verbunden.

Außerdem besteht seit 1975 eine freundschaftliche Verbindung mit der Gemeinde Senden in Westfalen (Kreis Coesfeld).

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Inneres der Pfarrkirche in Aufheim

Kulturelle Veranstaltungen finden hauptsächlich im 2002 eröffneten Bürgerhaus statt. Daneben tragen verschiedene gemeinnützige Vereine zum kulturellen Geschehen in den jeweiligen Ortsteilen bei. Die städt. Musikschule beteiligt sich mit den verschiedensten Konzerten am kulturellen Geschehen.

Bauwerke[Bearbeiten]

  • Rokokokapelle Maria Hilf, Ay [4]
  • Wallfahrtskirche Mariä Geburt, Witzighausen
  • Pfarrkirche St. Johannes Baptist, Aufheim
  • Bürgerhaus (eröffnet 2002) mit einer 5.600 Jahre alten Mooreiche sowie einem Sühnekreuz von 1320
  • Die St. Jodok Kirche in Senden am alten Friedhof, die schon im 18. Jahrhundert erbaut wurde

Baudenkmäler[Bearbeiten]

Liste der Baudenkmäler in Senden (Bayern)

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

In Senden ist der größte Arbeitgeber das nach eigenen Angaben größte Möbelhaus Europas, die Möbel Inhofer GmbH & Co. KG. Die ESTA Apparatebau GmbH & Co. KG stellt mit Dr. Peter Kulitz den Ulmer IHK-Präsident und dieser steht außerdem an der Spitze des Baden-Württembergischen Industrie- und Handelskammertags. Weiterhin war die frühere Spinnerei und Weberei Senden-Ay sowie die Uhrenfabrik Senden GmbH in der Gemeinde angesiedelt.

Verkehr[Bearbeiten]

Bahnhof Senden mit spitzer Zugkreuzung zweier Doppeltraktionen der Triebwagen Baureihe 612 auf der Linie Ulm-Oberstdorf/Lindau.

Die Bahnstrecke Neu-Ulm–Kempten, die so genannte Illertalbahn, teilt das Stadtgebiet. Mit ihr gibt es im Stundentakt Fahrtmöglichkeiten sowohl nach Ulm als auch nach Memmingen. In Senden zweigt die Bahnstrecke Senden–Weißenhorn ab, sie weist eine Länge von 9,6 km auf. Die Strecke wurde am 15. September 1878 eröffnet und band Weißenhorn an die Hauptstrecke Ulm–Memmingen an. Der seit Anfang der 1960er Jahre ausgedünnte Personenverkehr wurde 1966 eingestellt. Güterverkehr wird auf der Strecke weiterhin betrieben. Seit Dezember 2013 wird diese Strecke wieder regelmäßig im SPNV im Stundentakt bedient.[5].

Das Stadtgebiet Senden wird in Nord-Süd-Richtung von der Staatsstraße 2031, der ehemaligen Bundesstraße 19, durchquert. Senden hat einen Anschluss an die als Autobahn ausgeschilderte Bundesstraße 28, die wiederum bei Hittistetten am gleichnamigen Autobahndreieck in die Bundesautobahn 7 mündet.

Senden liegt auch am Iller-Radweg, einer Fernverbindung für Radfahrer zwischen Ulm und Oberstdorf.

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten]

Bildungseinrichtungen[Bearbeiten]

Im Stadtgebiet Senden befinden sich die vier Grundschulen Aufheim, Ay, Senden und Wullenstetten sowie die Hauptschule Senden. Die nächste Berufsfachschule ist die Städtische Wirtschaftsschule Senden. Zudem existiert die Lindenhofschule Senden, ein privates Förderzentrum mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung.

Freizeit- und Sportanlagen[Bearbeiten]

Im Stadtgebiet Senden gibt es unter anderem eine Eislaufanlage, ein See- und Hallenbad mit Physiotherapiepraxis und Sauna, verschiedene Badeseen und den Stadtpark mit Minigolf-Anlage, Kinderspielplatz und Kneipp-Anlage zum Wassertreten. In den ersten beiden Ferienwochen im Sommer findet die Stadtranderholung Senden, eine Kinderfreizeit im Stadtpark, statt.

Bekannte Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Senden (Bayern) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Volkszählung und Bevölkerungsfortschreibung: Gemeinden, Bevölkerung (Volkszählungen und aktuell) vom 5. Juli 2013 (XLS-Datei; 2,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. a b  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 789.
  3.  Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 540.
  4.  Martin Kluger: Die Fugger um Augsburg, München und Ulm. Adel, Schlösser und Kirchen. 1 Auflage. Context Verlag Augsburg, Augsburg 2012, ISBN 978-3-939645-43-6.
  5. Regionalverkehr Ulm – Weißenhorn geht an DB ZugBus Regionalverkehr Alb-Bodensee