Sender Flensburg

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Der Sender Flensburg ist eine Einrichtung zur Verbreitung von Rundfunk.

Der heutige Sender Flensburg des Norddeutschen Rundfunks verwendet als Antennenträger einen 215 Meter hohen, abgespannten Stahlfachwerkmast. Er dient der Ausstrahlung von Hörfunk im Mittelwellen- und UKW-Bereich sowie des digitalen Fernsehens. Dieser Sendemast ist im Unterschied zu den meisten anderen Sendemasten, die auch zur Verbreitung von Mittelwellenprogrammen dienen, geerdet. Er trägt als Sendeantenne für Mittelwelle eine Reusenantenne.

Sender Flensburg
Flensburg-Engelsby transmitter.jpg
Basisdaten
Ort: Flensburg
Verwendung: Sendeturm
Bauzeit: 1990
Technische Daten
Gesamthöhe: 215,0 m
Baustoff: Stahl

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geschichte

An den ursprünglichen Mittelwellensender im Stadtteil Jürgensby erinnert nur noch die Straße Am Sender.
Er wurde 1928 von der Deutschen Reichspost in Betrieb genommen. Zu Kriegsende war der Sender eine der wenigen Anlagen, die noch funktionsfähig waren und über den am 8. Mai 1945 von Karl Dönitz die Meldung von der deutschen Kapitulation verbreitet wurde. Dieser Senderstandort mit seinem 90 Meter hohen Holzturm, an dem eine schwundmindernde Halbwellen-Eindrahtantenne angebracht war, ging 1948 an den Nordwestdeutschen Rundfunk über. 1957 wurde der Holzturm durch einen 105 Meter hohen, abgespannten Sendemast ersetzt, der, da er auch zur Verbreitung eines Radioprogramms im Mittelwellenbereich diente, gegen Erde isoliert war. Da es immer wieder durch vom Sendemast herabfallende Eisbrocken zu einer Gefährdung der Anwohner kam und da die Möglichkeiten zur Erweiterung an diesem Ort nicht mehr gegeben waren, wurde 1988 am heutigen Standort östlich des Stadtteils Engelsby ein neuer Sendemast errichtet und 1990 der Sendemast in Jürgensby demontiert.

54.7918259.5035388888889Koordinaten: 54° 47′ 31″ N, 9° 30′ 13″ O

[Bearbeiten] Frequenzen und Programme

[Bearbeiten] Analoger Hörfunk (UKW)

Die folgenden Hörfunkprogramme werden vom Sender Flensburg auf UKW abgestrahlt:

Frequenz
(MHz)
Programm RDS PS RDS PI Regionalisierung ERP
(kW)
Antennendiagramm
rund (ND)/gerichtet (D)
Polarisation
horizontal (H)/vertikal (V)
87,7 NDR Info NDR_Info D384 - 10 D (200–210°, 260–290°) H
89,6 NDR 1 Welle Nord NDR_1_SH D3E1 Flensburg 25 ND H
91,0 N-JOY _N-JOY__ D385 - 0,5 D (140–290°) H
93,2 NDR 2 _NDR_2__ D382 - 25 ND H
94,2 DR P1 DR_P1___ 9201 - 0,5 D (0°) V
96,1 NDR Kultur NDR_Kult D383 - 25 ND H
96,6 DR P4 DRP4_SYD 9C02 Süd 0,5 D (0°) V
98,0 DR P3 DR_P3___ 9203 - 0,5 D (0°) V
107,3 DR P2 DR_P2___ 9202 - 0,16 D (0°) V

[Bearbeiten] Analoger Hörfunk (MW)

Frequenz
[kHz]
Programm Regionalisierung ERP
[kW]
Sendediagramm
rund (ND)/gerichtet (D)
Polarisation
horizontal (H)/vertikal (V)
702 NDR Info Spezial 7,5 ND V

[Bearbeiten] Digitales Fernsehen (DVB-T)

Kanal Frequenz 
(MHz)
Multiplex Programme im Multiplex ERP 
(kW)
Antennen-
diagramm

rundum (ND)/
gerichtet (D)
Polarisation
horizontal (H) /
vertikal (V)
Modulations-
verfahren
FEC Guard-
intervall
Bitrate 
(MBit/s)
SFN mit
47 682 (UHF) ARD national (NDR) 50 ND V 16-QAM 
(8-k-Modus)
2/3 1/4 13,27 Flensburg-Engelsby, Schleswig, Kiel, Bungsberg (NDR)
39 618 (UHF) ARD regional (NDR) Schleswig-Holstein 50 ND V 16-QAM 2/3 1/4 13,27 Flensburg-Engelsby, Schleswig, Kiel, Bungsberg (NDR)
21 474 (UHF) ZDFmobil 20 ND V 16-QAM 
(8-k-Modus)
2/3 1/4 13,27 Flensburg-Engelsby, Schleswig, Kiel, Bungsberg (NDR)

[Bearbeiten] Analoges Fernsehen (PAL)

Vor der Umstellung auf DVB-T diente der Sendestandort weiterhin für analoges Fernsehen:

Kanalnummer Programmname ERP (kW)
4 ARD 50
10 ARD 0,4
33 DR1 0,5
54 TV 2 0,5

[Bearbeiten] Weblinks

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