Sender Ochsenkopf

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Sender Ochsenkopf
Ochsenkopf neu.jpg
Basisdaten
Ort: Berg Ochsenkopf bei Warmensteinach
Land: Bayern
Staat: Deutschland
Höhenlage: 1015 m ü. NN
Verwendung: Fernmeldeturm, Rundfunksender
Zugänglichkeit: Sendeturm öffentlich nicht zugänglich
Besitzer: Bayerischer Rundfunk
Turmdaten
Bauzeit: 1958
Bauherr: Bayerischer Rundfunk
Baustoffe: Beton, Stahlbeton
Betriebszeit: seit 1958
Gesamthöhe: 190 m
Daten der Sendeanlage
Baujahr (Antenne): September 2008
Letzter Umbau: November 2008
Wellenbereich: UKW-Sender
Rundfunk: UKW-Rundfunk
Sendetypen: DVB-T, DAB, Richtfunk
Positionskarte
Sender Ochsenkopf (Bayern)
Sender Ochsenkopf
Sender Ochsenkopf
50.03003111.80855Koordinaten: 50° 1′ 48,1″ N, 11° 48′ 30,8″ O

Der Sender Ochsenkopf ist ein 190 Meter hoher Fernsehturm in Stahlbetonbauweise, der sich seit 1958 auf dem Gipfel des Ochsenkopfes befindet. Von dem Sendemast werden analoges Radio (UKW), digitales Radio (DAB) und digitales Fernsehen (DVB-T) abgestrahlt. Zudem dient er als Richtfunkknoten.

Der Sendemast des Ochsenkopfs entstand als Ersatz für einen 50 Meter hohen abgespannten Stahlrohrmast, der im Januar 1958 wegen Vereisung eingestürzt war. Er hat trotz Erdkrümmung eine direkte Sichtverbindung zum ca. 135,3 Kilometer entfernten Sender Kreuzberg in der Rhön.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Sender vor der DVB-T Umstellung (Aufnahme: April 2007)

Mit dem Programm des heutigen Bayern 2 begannen im Oktober 1950 die UKW-Sendungen vom Ochsenkopf. Der Asenturm diente zunächst als Antennenträger, bevor 1951 ein 22 Meter hoher Stahlfachwerkturm errichtet wurde. Als fünf Jahre später auch das Erste Deutsche Fernsehen vom Ochsenkopf ausgestrahlt wurde, baute der Bayerische Rundfunk einen 50 Meter hohen Rohrmast, der 1958 einem Sturm zum Opfer fiel. Im selben Jahr wurde der heutige Stahlbetonturm fertiggestellt.

Die Gesamthöhe betrug bis September 2008 163 Meter. Mit der Umstellung auf DVB-T erhielt der Turm einen 27 Meter hohen GfK-Zylinder. Damit ist er insgesamt 190 Meter hoch.

Der Fernsehturm mit dem ARD-Fernsehsender auf dem Kanal 4 im VHF-Band I ermöglichte den Empfang des Westfernsehens in weiten Teilen der DDR, sogar einigen Bewohnern von Leipzig und Dresden, dem „Tal der Ahnungslosen“, mit Hilfe einer sogenannten Ochsenkopfantenne.

Selbst in Görlitz war der UKW-Rundfunkempfang vom Ochsenkopf unter Umständen möglich, jedoch war dort der Empfang der Sender aus West-Berlin verbreiteter.

Das analoge Fernsehprogramm der ARD wurde am 25. November 2008 zugunsten von DVB-T abgeschaltet.

Frequenzen und Programme[Bearbeiten]

Analoges Radio (UKW)[Bearbeiten]

Beim Antennendiagramm sind im Falle gerichteter Strahlung die Hauptstrahlrichtungen in Grad angegeben.

Frequenz
(in MHz)
Programm RDS PS RDS PI Regionalisierung ERP
(in kW)
Antennendiagramm
rund (ND)/gerichtet (D)
Polarisation
horizontal (H)/vertikal (V)
90,7 Bayern 1 Bayern_1,
B1_FRAN
D311,
D511 (regional)
Ober- und Mittelfranken 100 ND H
91,2 Bayern 1 Bayern_1,
B1_OST
D311,
D811 (regional)
Niederbayern/Oberpfalz 20 D (20°–40°, 120°–220°) H
96,0 Bayern 2 BAYERN_2,
B2_FRAN
D312,
D512 (regional)
Ober- und Mittelfranken 100 ND H
99,4 Bayern 3 BAYERN_3 D313 100 ND H
100,3 Deutschlandfunk __DLF___ D210 100 ND H
102,3 BR-Klassik BR-Klass D314 50 ND H
103,2 Antenne Bayern ANTENNE_ D318 100 ND H
107,1 B5 aktuell B5_akt_ D315 50 ND H

Weitere am Senderstandort Ochsenkopf international koordinierte Frequenzen:

Digitales Radio (DAB)[Bearbeiten]

DAB wird in vertikaler Polarisation und im Gleichwellenbetrieb mit anderen Sendern ausgestrahlt.

Block Programme
(Datendienste)
ERP 
(kW)
Antennen- diagramm
rund (ND),
gerichtet (D)
Polarisation
horizontal (H)/
vertikal (V)
Gleichwellennetz (SFN)
11D 
BR Bayern 
(D__00165)
DAB-Block des Bayerischen Rundfunks 10 ND V
12D 
Bayern
(D__00008)
DAB-Block der Bayern Digital Radio : 4 D V
  • Unterfranken:
Kreuzberg (Rhön), Pfaffenberg (Aschaffenburg), Würzburg (Frankenwarte)
  • Oberfranken:
Bamberg (Geisberg), Ochsenkopf (Fichtelgebirge)
  • Mittelfranken:
Büttelberg (Burgbernheim/Frankenhöhe), Nürnberg (Fernmeldeturm)
  • Oberpfalz:
Amberg, Dillberg (Neumarkt), Hohe Linie (Regensburg), Hoher Bogen (Furth im Wald)
  • Niederbayern:
Brotjacklriegel (Deggendorf), Dingolfing (BMW), Landshut (Altdorf-Gstaudacher Str.), Passau (Dommelstadl-Hainberg),
  • Schwaben:
Augsburg (Hotelturm), Grünten (Sonthofen), Ulm (Kuhberg) [Baden-Württemberg], Pfänder (Vorarlberg)
  • Oberbayern:
Gelbelsee (Ingolstadt), Herzogstand (Fahrenbergkopf), Hochberg (Traunstein), Ismaning, München (Olympiaturm), Oberammergau (Laber), Wendelstein (Bayrischzell)

Digitales Fernsehen (DVB-T)[Bearbeiten]

Die DVB-T Ausstrahlung wird im Gleichwellenbetrieb mit anderen Sendern ausgestrahlt.

Kanal Frequenz
(in MHz)
Multiplex Programme im Multiplex ERP
(in kW)
Antennen-
diagramm

rund (ND),
gerichtet (D)
Polarisation
horizontal (H),
vertikal (V)
Modulations-
verfahren
FEC Guard-
intervall
Bitrate
(in MBit/s)
SFN
29 538 ARD Digital (BR) 100 ND H 16-QAM 2/3 1/4 13,47 Ochsenkopf, Bamberg
40 626 ARD regional (BR) Nordbayern 100 ND H 16-QAM 2/3 1/4 13,47 Ochsenkopf, Bamberg
23 490 ZDFmobil 50 ND H 16-QAM 2/3 1/4 13,47 Ochsenkopf, Amberg

Analoges Fernsehen[Bearbeiten]

Bis zur Umstellung auf DVB-T wurden folgende Programme in analogem PAL gesendet:

Kanal Frequenz 
(MHz)
Programm ERP
(kW)
Sendediagramm
rund (ND)/
gerichtet (D)
Polarisation
horizontal (H)/
vertikal (V)
4 62,25 Das Erste (BR) 100 D V

Weblinks[Bearbeiten]