Sennhof (Winterthur)

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Wappen von Winterthur
Sennhof
Quartier von Winterthur
Karte von Sennhof
Koordinaten 699602 / 25824047.4673976021548.7597727775574479Koordinaten: 47° 28′ 3″ N, 8° 45′ 35″ O; CH1903: 699602 / 258240
Höhe 479 m
Fläche 0,83 km²
Einwohner 1236 (31. Dez. 2012)
Bevölkerungsdichte 1489 Einwohner/km²
BFS-Nr. 230-390
Postleitzahl 8482
Stadtkreis Seen (Kreis 3)

Sennhof ist eine Aussenwacht und zugleich ein Quartier der Stadt Winterthur und gehört zum Kreis 3 (Seen). Ein kleiner Teil von Sennhof, die Bühler-Spinnereien auf der anderen Seite der Töss, gehören zur Gemeinde Kyburg.

Der Ort bildet geographisch von Winterthur aus den Eingang zum Tösstal und ist vom übrigen Stadtgebiet durch den Seemer Buck getrennt, über den eine Autostrasse und die Tösstalbahn in die Stadt führt. die ebenfalls zum Ort gehörenden Bühler-Spinnereien befinden sich auf der anderen Seite der Töss und gehören dadurch zur Gemeinde Kyburg.

Geschichte[Bearbeiten]

In Sennhof gab es lange Zeit nur ein Vieh- und Milchwirtschaftsbetrieb, woher auch der Name des heutigen Stadtteils rührt. 1847 wurde in Sennhof das Armenhaus der Gemeinde Seen errichtet, in dem die dort lebenden Familien autark leben mussten. 1850 lebten in Sennhof 50 Bauern und Armenhausinsassen. Seine Funktion behielt das Armenhaus bis 1883.

Für die Entwicklung Sennhofs viel wichtiger war die Errichtung der neuen Fabrik der Bühler-Spinnereien 1858 auf der anderen Seite der Töss (auf Gemeindegebiet von Kyburg ZH), wodurch sich in Sennhof schnell ein zur Fabrik zugehöriges Fabrikdorf entwickelte. 1875 konstituierte sich Sennhof als die vielleicht letzte neugegründete Zivilgemeinde des Kantons Zürich.[1] Am 1. Oktober 1876 erhielt der Ort eine eigene Postfiliale.[2] Das erste Schulhaus wurde 1899 auf hierfür von den Fabrikbesitzern geschenkten Land erbaut. Um 1900 zählte Sennhof dann bereits 300 Einwohner, die fast alle mit den Bühlerspinnereien verbunden waren. 1921 wurde Sennhof zusammen mit der Politischen Gemeinde Seen in die Stadt Winterthur eingemeindet und die bis dahin bestehende Zivilgemeinde aufgelöst.

Das sich zum Agglomerationsvorort Winterthurs entwickelnde Sennhof war dabei noch in den 1980 durch einen hohen Anteil an Gastarbeitern äusserst multikulturell und wies einen Ausländeranteil von über 50 % auf. In jüngerer Zeit ist die Bevölkerung der Aussenwacht durch Neubauten sprunghaft angestiegen, alleine von 1990 bis 2000 hat sich die Zahl der Einwohner von 496 auf 966 fast verdoppelt. Am 28. Februar 2003 wurde die Postfiliale Sennhof geschlossen.[2] Die Bühler-Spinnereien beschäftigen auch heute noch 150 Mitarbeiter.[3]

Verkehr[Bearbeiten]

Sennhof wird liegt an der Tösstalbahnlinie und wird mit dem im Ort liegenden Bahnhof Sennhof-Kyburg an den öffentlichen Verkehr angeschlossen, der vom Kanton als Denkmalschutzobjekt von regionaler Bedeutung geführt wird. Bedient wird der Bahnhof durch die S26 (Winterthur HBBaumaRüti ZH) der S-Bahn Zürich, die zurzeit in einem hinkenden Halbstundentakt verkehrt.

Eine Busverbindung in den Ort existiert abgesehen von einem nur zum Aussteigen haltenden Nachtbus nicht.

Bildung[Bearbeiten]

Die Schüler der Primarschule werden im Schulhaus Sennhof unterrichtet, dessen Neubau 2008 eröffnet wurde. [4]

Für die Oberstufe müssen die Schüler ins Sekundarschulhaus Oberseen [5].

Kultur und Freizeit[Bearbeiten]

Im Ort gibt es mit dem Restaurant Frohsinn eine Gastwirtschaft, zu dem ist der Ort beliebter Ausgangspunkt für Ausflüge zum Schloss Kyburg.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Artikel «Vom Dorf zur Wohnstadt» von Peter Niederhäuser. Zeitung zum Europäischen Tag des Denkmals 2012 (PDF; 8,5 MB) vom 8. September 2012. Herausgegeben vom Amt für Städtebau der Stadt Winterthur.
  2. a b Artikel Post Sennhof im Winterthur Glossar
  3. Artikel «Sennhof - ein ehemaliges Fabrikdorf boomt» von Peter Niederhäuser. Zeitung zum Europäischen Tag des Denkmals 2012 (PDF; 8,5 MB) vom 8. September 2012. Herausgegeben vom Amt für Städtebau der Stadt Winterthur. (ganzer Abschnitt)
  4. Schulverband Aussenwachten Seen
  5. Sekundarschule Oberseen

Weblinks[Bearbeiten]