Sentinel (Satelliten)

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Die Sentinel-Satelliten sind Erdbeobachtungssatelliten des Copernicus-Programms (vormals GMES, Global Monitoring for Environment and Security) der ESA. Die Satelliten sollen ab 2014 starten. Sentinel-1 ist ein Radarsatelliten-Paar, Sentinel-2 ein Paar von passiv-optischen Erdbeobachtungssatelliten und Sentinel-3 ein Paar von Satelliten mit Sensoren zur Messung der Meeresoberflächentopographie, der Temperatur von Meeres- und Landoberflächen und der Ozeanfarbe[1]. Sentinel-4 und -5 sollen ab 2017 bzw. 2020 als Instrumente an Bord meteorologischer Satelliten die Atmosphäre der Erde untersuchen[2].

Das Copernicus-Programm[Bearbeiten]

Das in Zusammenarbeit mit der EU geschaffene Copernicus-Programm soll unter anderem mithilfe der Sentinel-Satelliten eine komplexe Erdbeobachtung ermöglichen, deren Daten für die Bereiche Umwelt, Verkehr, Wirtschaft und Sicherheitspolitik eingesetzt werden können.

Sentinel-1[Bearbeiten]

Hauptartikel: Sentinel-1

Die Sentinel-1-Satelliten werden in einem etwa 700 km hohen Polar-Orbit fliegen und die Erde dabei in Streifen von 80 bis 400 km abtasten. Zum Einsatz kommt dabei ein C-Band-SAR (Synthetic Aperture Radar) mit einer Wellenlänge von 6 Zentimetern.

Sentinel-1A wurde am 3. April 2014 erfolgreich gestartet, Sentinel-1B soll einige Jahre später folgen.[3]Vorlage:Zukunft/In 4 Jahren

Sentinel-2[Bearbeiten]

Hauptartikel: Sentinel-2

Auch Sentinel-2 besteht aus zwei Satelliten in der gleichen Umlaufbahn. Sentinel-2 soll als Fortsetzung von Landsat oder SPOT multispektrale Erdbeobachtungsdaten liefern. Bilder werden in räumlichen Auflösungen von 10 oder 20 m pro Pixel in 10 Spektralkanälen im Wellenlängenbereich von 443 bis 2190 nm aufgenommen werden. Zusätzlich gibt es drei schmalbandige Spektralkanäle mit 60 m räumlicher Auflösung zur Messung der atmosphären Eigenschaften.

Sentinel-2A soll im April 2015 mit einer Rockot-Rakete starten,[4] Sentinel-2B folgt Anfang 2016, ebenfalls mit einer Rockot.[5]

Sentinel-3[Bearbeiten]

Hauptartikel: Sentinel-3

Sentinel-3 soll Land- und Ozeanfarben als Fortsetzung des Envisat-Instruments Meris messen, Land- und Meerestemperatur in Fortsetzung von AATSR, und die Meeresoberflächen- und Eistopographie in Fortsetzung der Envisat-Altimeter. Außerdem befindet sich ein Radar-Altimeter an Bord. Sentinel-3 soll ebenfalls als Formation zweier Satelliten operieren.[6] Sentinel-3A soll im 2. Quartal 2015 starten.[5]

Sentinel-4, -5 und -5p[Bearbeiten]

Die Missionen Sentinel-4 und -5 sind der Beobachtung der Atmosphärenzusammensetzung gewidmet. Die Sentinel-4-Instrumente sollen auf den geostationären Meteosat-Third-Generation-Satelliten (MTG) mitfliegen. Für die MTG-Imager-Satelliten (ab 2017 geplant) steuert die Sentinel-4-Mission den Flexible Combined Imager bei (FCI). Auf den MTG-Sounder-Satelliten (ab 2019) beinhaltet die Sentinel-4-Mission ein Spektrometer für den ultravioletten, sichtbaren und nah-infraroten Spektralbereich (UVN) und einen Thermal-Infrarot-Sounder (IRS).

Sentinel-5 soll auf den MetOp-Second-Generation-Satelliten die Erde auf polaren Orbits umkreisen. Die Mission umfasst ein Spektrometer für den ultravioletten, sichtbaren, nah-infraroten und kurzwellen-infraroten Spektralbereich (UVNS) sowie einen Visible Infrared Imager (VII) und einen Multi-viewing Multi-channel Multi-polarization Imager (3MI). Diese spektralen Daten können u.a. mithilfe des DOAS-Verfahrens für die Erstellung von Spurengaskarten genutzt werden. Zusätzlich soll 2015 der Sentinel-5 precursor auf einem eigenen Satelliten starten, um die zeitliche Lücke zwischen Envisat und Sentinel-5 zu überbrücken.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatProgrammes in Progress. In: ESA Bulletin 144. ESA, November 2010, S. 64,65, abgerufen am 21. Dezember 2010 (englisch).
  2. ESA's Sentinel satellites - Sentinel 4/5. ESA, abgerufen am 12. April 2012 (englisch).
  3. Sentinel-1. ESA, abgerufen am 12. Dezember 2013 (englisch): „The first Sentinel-1 satellite will be ready for launch in spring 2014 and will be followed by the second satellite a few years later.“
  4. Sentinel-2. ESA, abgerufen am 3. Juni 2014 (englisch).
  5. a b Manifest. Eurockot, abgerufen am 3. Juli 2014 (englisch).
  6. ESA's Sentinel satellites - Sentinel-3. ESA, August 2013, abgerufen am 12. Januar 2014 (PDF; 215 kB, englisch).