Sepp Weiler

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Sepp Weiler Skispringen
Voller Name Sepp Weiler
Nation DeutschlandDeutschland Deutschland
Geburtstag 22. Januar 1921
Geburtsort Oberstdorf
Beruf Skispringer
Sterbedatum 24. Mai 1997
Sterbeort Oberstdorf, Deutschland
Karriere
Disziplin Skispringen
Verein SC Oberstdorf
Nationalkader seit 1937
Karriereende 1957
letzte Änderung: 26. Dezember 2010

Sepp Weiler (* 22. Januar 1921 in Oberstdorf; † 24. Mai 1997 in Kempten) war ein deutscher Skispringer.

Weiler war das drittjüngste von sieben Geschwistern, er hatte einen Bruder und fünf Schwestern. Nachdem er bereits in seiner Kindheit große Weiten gesprungen war und dabei seine älteren Gegner hinter sich gelassen hatte, wurde er mit 16 Jahren erstmals in die deutsche Nationalmannschaft berufen. Große Erfolge blieben dem Oberstdorfer versagt, was sich auch auf die Zeitumstände zurückführen ließ: Kriegsbedingt fanden die Olympischen Winterspiele 1940 und 1944 nicht statt; 1948 in St. Moritz durften die deutschen Athleten nicht an den Wettkämpfen teilnehmen. Erst 1952 kam Weiler im Alter von 31 Jahren zu seinem ersten Olympiastart: In Oslo wurde er zunächst als Sieganwärter gehandelt, belegte jedoch schließlich nur die achte Position. Vier Jahre später sagte der Deutsche seine Teilnahme an den Spielen in Cortina d’Ampezzo nach dem Tod seiner Mutter ab.

Abgesehen von Weilers Erfolglosigkeit bei Großereignissen – bei der Skiweltmeisterschaft 1941 sprang er zwar am weitesten, erhielt jedoch schlechte Haltungsnoten und platzierte sich auf dem vierten Rang – galt der Oberstdorfer als einer der weltbesten Skispringer der 1940er- und 1950er-Jahre. In seiner besten Saison (1948/49) gewann er 35 der 36 Wettbewerbe, an denen er teilnahm. Zudem stellte er diverse Schanzenrekorde auf, hielt im März 1950 zwischenzeitlich den Skiflugweltrekord und sorgte gemeinsam mit seinen Oberstdorfer Teamkameraden Heini Klopfer und Toni Brutscher für einen Popularitätsaufschwung der Skispringens in Deutschland. Er gewann die erste Skiflugwoche 1950 in Oberstdorf mit einer Bestweite von 133 Metern. Bei der ersten Vierschanzentournee 1953 belegte er in der Gesamtwertung den 5.Platz.1957 beendete er seine 20-jährige Laufbahn.

Weiler heiratete 1946; die Ehe hielt bis zum Tod seiner Frau im Jahr 1980, aus ihr gingen drei Kinder hervor. Frank Löffler, Team-Juniorenweltmeister von 1998 und Deutscher Meister 2002, ist ein Enkel Weilers. Bis zu seinem Krebstod im Mai 1997 führte der gelernte Installateur[1] die Gaststätte an der Heini-Klopfer-Skiflugschanze, die danach von seinem Sohn übernommen wurde.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Sepp Weiler im Munzinger-Archiv (Artikelanfang frei abrufbar)