Sept-Îles

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Dieser Artikel behandelt die kanadische Stadt Sept-Îles. Zur französischen Inselgruppe siehe Sept Îles.
Sept-Îles
Satellitenbild von Sept-Îles
Satellitenbild von Sept-Îles
Wappen von Sept-Îles
Wappen
Lage in Québec
Sept-Îles (Québec)
Sept-Îles
Sept-Îles
Staat: Kanada
Provinz: Québec
Région administrative: Côte-Nord
MRC oder Äquivalent: Sept-Rivières
Koordinaten: 50° 13′ N, 66° 23′ W50.210272222222-66.382591666667Koordinaten: 50° 13′ N, 66° 23′ W
Fläche: 1969,42 km²
Einwohner: 25.686 (Stand: 2011)
Bevölkerungsdichte: 13 Einw./km²
Zeitzone: Eastern Time (UTC−5)
Gemeindenummer: 97007
Postleitzahl: G4R, G4S
Bürgermeister: Ghislain Lévesque
Webpräsenz: www.ville.sept-iles.qc.ca

Sept-Îles (Franz. „Sieben Inseln“) oder Uashat ist eine kanadische Stadt in der Region Côte-Nord in Ost-Québec.

Geographie[Bearbeiten]

Der Ort befindet sich an der Nordküste des Sankt-Lorenz-Golfes zwischen den Flüssen Sainte-Marguerite und Moisie an einer tiefen Bucht vor einem siebeninseligen Archipel. Die Bucht hat einen 45 km² großen natürlichen Hafen. Bei den sieben Inseln handelt es sich um:

  • La Grosse Boule („die große Kugel“)
  • La Petite Boule („die kleine Kugel“)
  • La Grande Basque („der große Baske“, benannt nach den baskischen Fischern)
  • La Petite Basque („der kleine Baske“)
  • Île Manowin (Franz. Montagnais (manouane): „wo Eier eingesammelt werden“)
  • Île du Corossol (nach dem franz. Schiff Corossol, das hier 1693 gestrandet ist); hier gibt es einen Leuchtturm und ein Vogelschutzgebiet
  • Îlets De Quen (eine Inselgruppe aus verschiedenen Kleinstinseln, benannt nach Jean de Quen, die die katholische Mission 1650 gegründet hatten)

Der Archipel ist der Provinz-Jurisdiktion unterstellt, wobei jedoch einige Teile vom Bund verwaltet werden. Die Stadt umfasst zwei Indianerreservate (First Nations reserves): Uashat im Westen der Stadt und Maliotenam im Osten - nahe dem Fluss Moisie.

Geschichte[Bearbeiten]

Die ersten Bewohner waren die Montagnais (Innu), die die Insel Uashat ("Große Bucht") nannten. Die Entdeckung wird dem Franzosen Jacques Cartier zugeschrieben. Dieser besegelte die Inseln im Jahr 1535 und nannte sie Ysles Rondes ("Kreisförmige Inseln"). Er war nicht der erste Europäer in dieser Gegend. Wie sich herausstellte, waren hier bereits baskische Fischer, die dem Fang von Walen und Kabeljau nachgingen.

Zu den frühen wirtschaftlichen Aktivitäten in Sept-Îles gehörten Fischerei und Pelzhandel mit Niederlassungen des Louis Joliet (1679) und von der Hudson’s Bay Company (1842).

Das Dorf wurde 1885 zu einer Gemeinde. Sie erhielt ihr erstes Pier im Jahre 1908. Um die Jahrhundertwende entwickelte sich der industrielle Walfang. 1905 baute eine norwegische Gesellschaft eine Walölfabrik an der Bucht. Mit Dampfschiffen und Harpunen wurden pro Jahr etwa 75 Wale im Sankt-Lorenz-Strom erlegt.

Sept-Îles erhielt 1951 das Stadtrecht. 2002 wurde Sept-Îles mit den Gemeinden Gallix und Moisie vereinigt.

Wirtschaft[Bearbeiten]

Aufgrund des hohen Eisenerzvorkommens in Labrador City spielt der Bergbau eine tragende wirtschaftliche Rolle auch in der Stadt. Das kanadische Eisenunternehmen Iron Ore Company of Canada (IOC) betreibt mehrere Abbaugebiete in Labrador City. Diese Abbauprodukte werden mit Zügen der Quebec North Shore and Labrador Railway zum Hafen von Sept-Îles transportiert und für den weltweiten Markt verschifft. In der Stadt befindet sich die größte Aluminiumfabrik von Nordamerika, Aluminerie Alouette, die 2005 massiv ausgebaut wurde. Dies führte dazu, dass auch viele Arbeitsplätze in anderen Bereichen entstanden sind.

Bekannte Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Sept-Îles – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien