Sergei Aleinikow

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Kyrillisch (Russisch)
Сергей Евгеньевич Алейников
Transl.: Sergej Evgen'evič Alejnikov
Transkr.: Sergei Jewgenjewitsch Aleinikow
Kyrillisch (Weißrussisch)
Сяргей Яўгеньевіч Алейнікаў
Łacinka: Siarhiej Jaŭhieńievič Alejnikaŭ
Transl.: Sjarhej Jaŭhen'evič Alejnikaŭ
Transkr.: Sjarhej Jauhenjewitsch Alejnikau

Sergei Jewgenjewitsch Aleinikow (* 7. November 1961 in Minsk) ist ein ehemaliger sowjetischer und weißrussischer Fußballspieler und -trainer.

Aleinikow spielte für das sowjetische Nationalteam und schoss in 77 Einsätzen von 1984 bis 1992 sechs Tore. Nach dem Auseinanderbrechen der Sowjetunion lief er auch noch vier Mal für Weißrussland auf. Sein größter Erfolg als Spieler war das Erreichen des EM-Finals 1988 mit der sowjetischen Nationalmannschaft, das aber mit 0:2 gegen die Niederlande verloren ging. An diesem Turnier erzielte er auch das bis dahin schnellste erzielte Tor der EM-Geschichte, nämlich das 1:0 gegen England nach 2:06 Minuten. Dieser Rekord wurde erst 2004 übertroffen.

1981 kam Sergei Aleinikow zu Dinamo Minsk und wurde in der folgenden Saison sowjetischer Meister. 1989 wechselte der Mittelfeldspieler zu Juventus Turin und gewann 1990 die Coppa Italia und den UEFA-Pokal. 1991 unterschrieb er beim US Lecce, ein Jahr darauf ging er nach Japan, um für Gamba Osaka zu spielen. 1998 beendete er seine Karriere beim USC Corigliano, nachdem er noch ein Jahr (1996) in Schweden beim IK Oddevold gespielt hatte.

Seit 1998 ist Sergei Aleinikow als Trainer wieder auf der Fußballbühne aktiv: Nach zwei Stationen in Italien bei der ASD Anagni Fontana und der US Città di Pontedera, sowie zwei in Russland bei Torpedo-Metallurg und dem FK Widnoje arbeitete er von 2003 bis 2005 in der Fußballakademie in der US Lecce. Von 2005 bis 2007 war Aleinikow Jugendtrainer bei Juventus Turin. Seit Juni 2007 trainiert er den unterklassigen Klub NK Kras aus der italienischen Region Friaul-Julisch Venetien.

Im November 2003 wurde er zum UEFA-Jubiläum zum Golden Player Weißrusslands gewählt.

Trivia[Bearbeiten]

Einen größeren Bekanntheitsgrad erlangte Sergei Aleinikow erneut im Oktober 2011. Grund dafür war der offensive Mittelfeldspieler Arjen Robben, der aufgrund seiner vermeintlich egoistischen Spielweise beim FC Bayern München den Spitznamen "Aleinikow" erhielt.

Weblinks[Bearbeiten]