Sergei Alexejewitsch Tschaplygin

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Sergei Alexejewitsch Tschaplygin

Sergei Alexejewitsch Tschaplygin (russisch Сергей Алексеевич Чаплыгин, wiss. Transliteration Sergej Alekseevič Čaplygin; * 24. Märzjul./ 5. April 1869greg. in Ranenburg; † 8. Oktober 1942 in Nowosibirsk) war ein sowjetischer Aerodynamiker.

Tschaplygin war ein Schüler von Nikolai Jegorowitsch Schukowski und wurde schließlich Mitbegründer des Zentralen Aerohydrodynamischen Instituts (ZAGI). Tschaplygin leitete dort einen Lehrstuhl und wurde nach dem Tod Schukowskis wissenschaftlicher Leiter des ZAGI.

Tschaplygins Arbeit von 1902 Über Gasströmungen war eine der wesentlichen Grundlagen für die Erforschung der Gasdynamik. Seine Experimente in Strömungen im hohen Unterschallbereich wurden in den 1930er Jahren durch die aufkommenden schnellen Flugzeuge bestätigt.

Seit 1929 war Tschaplygin Mitglied der Sowjetischen Akademie der Wissenschaften. Kurz vor seinem Tod wurde er 1941 mit dem Orden Held der sozialistischen Arbeit geehrt.

Literatur[Bearbeiten]

  • N. Ogarkow u. a.: Sowetskaja wojennaja enziklopedija: „Taschkent“ - Jatscheika strelkowaja. Wojenisdat, Moskau 1978, S. 443-444. (russisch)
  • N. Issanin: Morskoi enziklopeditscheski sprawotschnik: Tom 2. Sudostrojenije, Leningrad 1986, S. 409-410. (russisch)