Sergei Iwanowitsch Mossin

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Sergei Iwanowitsch Mossin
Kyrillisch (Russisch)
Сергей Иванович Мосин
Transl.: Sergej Ivanovič Mosin
Transkr.: Sergei Iwanowitsch Mossin

Sergei Iwanowitsch Mossin (russisch Серге́й Ива́нович Мо́син; * 2. Apriljul./ 14. April 1849greg. in Ramon; † 26. Januarjul./ 8. Februar 1902greg. in Tula) war ein russischer Waffenkonstrukteur und Offizier der russischen Armee.

Leben[Bearbeiten]

Mossin trat im Alter von zwölf Jahren in die Woronescher Michailow-Kadettenanstalt ein. 1867 trat er die Ausbildung in der Alexander-Militärakademie in Moskau an, die er 1870 wieder verließ, um auf die Michailow-Militär-Akademie in St. Petersburg zu wechseln. Hier spezialisierte er sich auf die Artillerie und schloss die Ausbildung 1875 ab.

Nach der Ausbildung wechselte er zum Arsenal in Tula, wo seine Karriere als Waffenkonstrukteur begann. Er verbesserte das damalige Standardgewehr der russischen Infanterie Berdan 2 und entwickelte ab 1882 ein Gewehr, das 1891 nach kleinen Verbesserungen durch Leon Nagant als 3-Linien-Gewehr, M1891 in die Bewaffnung der zaristischen russischen Armee übernommen wurde. Das Gewehr wurde über die Jahre beständig verbessert und war als M1891/30 bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges das Standardgewehr der sowjetischen Armee. Die Scharfschützenversion des Mosin-Nagant[1] wurde bis in die 1970er Jahre in verschiedenen Armeen eingesetzt und wird bis heute von Sportschützen und Jägern (z. B. Gebirgsjagd) benutzt. Die Patrone im Kaliber 7,62 × 54R wird bis heute produziert und sowohl militärisch als auch jagdlich verwendet. Mit mehr als 120 Jahren ununterbrochenen Einsatzes ist sie die am längsten im Dienst befindliche Militärpatrone der Welt.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Sergei Iwanowitsch Mossin – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • Colonel Sergei Ivanovich Mosin. In: Russian Mosin Nagant & Historic Military Firearms Page History Section. Archiviert vom Original am 27. März 2008, abgerufen am 22. März 2014 (englisch).

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Die früher übliche Transkription lautet Mosin.