Sergej Evljuskin

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Sergej Evljuskin
Spielerinformationen
Geburtstag 4. Januar 1988
Geburtsort AleksejewkaKirgisische SSR
Größe 178 cm
Position Mittelfeldspieler
Vereine in der Jugend
1995–2003
2003–2007
Braunschweiger SC
VfL Wolfsburg
Vereine als Aktiver
Jahre Verein Spiele (Tore)1
2006–2010
2010–2011
2010–2011
2011–2013
2013–2014
2014–
VfL Wolfsburg II
F.C. Hansa Rostock
F.C. Hansa Rostock II
SV Babelsberg 03
Goslarer SC 08
KSV Hessen Kassel
83 (4)
17 (0)
4 (0)
65 (2)
27 (4)
0 (0)
Nationalmannschaft
2003–2004
2004–2005
2005–2006
2006–2007
2007–2008
Deutschland U-16
Deutschland U-17
Deutschland U-18
Deutschland U-19
Deutschland U-20
11 (0)
11 (2)
8 (3)
10 (2)
2 (0)
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.
Stand: Saisonende 2013/14

Sergej Evljuskin ([sərˈɡʲɛj 'ɛf.ljuskɪn]; * 4. Januar 1988 in Aleksejewka,[1] Kirgisische SSR) ist ein deutscher Fußballspieler, der als Mittelfeldspieler, insbesondere als Achter eingesetzt wird.

Karriere[Bearbeiten]

Jugend in Braunschweig und Wolfsburg[Bearbeiten]

1988 als Sohn eines kirgisischen Vaters und einer kasachischen Mutter in der Sowjetunion geboren wuchs Evljuskin ab 1990 in Deutschland auf, wo er sich 1995 dem Braunschweiger SC in seinem Wohnort anschloss. Als C-Jugendlicher erzielte er in einer Saison 98 Tore.[2] Im Sommer 2003 wechselte er noch als B-Jugendlicher zum VfL Wolfsburg und wurde dort zum Jugendnationalspieler, als er kurz darauf erstmals in die U-16-Nationalmannschaft berufen wurde, für die er insgesamt elf Partien absolvierte. In der folgenden Spielzeit 2004/05 lief Evljuskin ebenfalls elfmal für die U-17-Nationalmannschaft auf und wurde 2005 mit der Fritz-Walter-Medaille in Gold als Nachwuchsspieler des Jahres in seinem Jahrgangs ausgezeichnet. 2006 erhielt er diese Auszeichnung erneut[3], nachdem er in die U-18-Nationalmannschaft aufgerückt war und für diese insgesamt acht Spiele bestritten hatte. Für die U-19-Nationalmannschaft absolvierte Evljuskin daraufhin weitere zehn Einsätze, die er teils während der Europameisterschaft 2007 bestritt, bevor er ab 2007 nur noch zweimal in der U-20-Nationalmannschaft berücksichtigt wurde und seine Nationalmannschaftskarriere im Folgenden endete.

Anfänge beim VfL Wolfsburg[Bearbeiten]

Für Wolfsburg war Evljuskin bereits am 12. August 2006 noch als A-Jugendlicher für die zweite Herrenmannschaft in der viertklassigen Oberliga Nord angetreten, wobei er in 21 Einsätzen ein Tor erzielte. Gleichzeitig gehörte er weiterhin zur A-Jugend des Vereins, mit der er im DFB-Junioren-Vereinspokal 2006/07 im Finale dem TSV 1860 München unterlag. Klaus Augenthaler, Wolfsburgs Cheftrainer, stattete ihn 2007 mit einem Profivertrag aus. Im Verein wurde er "Kaiser" genannt, weil auch der echte "Kaiser" Franz Beckenbauer gleichzeitig Kapitän im Klub und der Nationalelf war wie er.[2]

Ab Sommer 2007 auch altergemäß den Herrenmannschaften Wolfsburgs zugehörig wurde Evljuskin daraufhin auch im Kader der Bundesligamannschaft des VfL geführt, kam aber weiterhin ausschließlich für die Zweitvertretung zum Einsatz, die nun in der drittklassigen, später aufgrund einer Ligenreform viertklassigen Regionalliga antrat. Dort kam Evljuskin in den Spielzeiten 2007/08, 2008/09 und 2009/10 zu insgesamt 62 Regionalliga-Spielen, in denen er drei Tore erzielte.

Als Felix Magath das Traineramt in Wolfsburg übernahm, kaufte dieser in seiner ersten Amtszeit in Wolfsburg 27 neue Spieler. Da Evljuskin in Wolfsburgs erster Mannschaft daher kaum Einsatzchancen hatte, entschied er sich im Sommer 2010, innerhalb der Regionalliga zu Rot-Weiss Essen zu wechseln, wo sein ehemaliger Förderer Hyballa Trainer werden sollte.[2] Dafür schlug er auch Angebote aus Leverkusen, Hannover, Bremen und Freiburg aus.[2] Essen wurde jedoch kurz nach seiner Vertragsunterschrift die Lizenz für die Regionalliga verweigert, sodass Essen künftig in der fünftklassigen NRW-Liga antreten würde, weshalb Evljuskins Vertrag ungültig wurde.

Über Rostock nach Babelsberg[Bearbeiten]

Nachfolgend wurde Evljuskin vom F.C. Hansa Rostock verpflichtet, der 2010/11 unter Trainer Peter Vollmann als Absteiger aus der 2. Bundesliga in der 3. Liga antrat. In dieser absolvierte Evljuskin am 1. August 2010 zwar seinen ersten Einsatz als Profi, konnte sich gegenüber Mitspielern wie Kevin Pannewitz und Mohammed Lartey aber nicht als Stammspieler etablieren. Um Spielpraxis zu sammeln wurde Evljuskin deshalb auch in der Rostocker Reservemannschaft eingesetzt, die 2010/11 unter Trainer Axel Rietentiet in der fünftklassigen Oberliga Nordost antrat. Zum Saisonende erreichte Hansa schließlich den direkten Wiederaufstieg in die 2. Bundesliga, wozu Evljuskin mit insgesamt 16 Einwechslungen sowie einem Einsatz in der Startaufstellung beigetragen hatte, wodurch sich sein ursprünglich bis 2012 datierter Vertrag automatisch bis 2014 verlängerte.[4] Zusätzlich gewann Hansa in dieser Spielzeit auch den Landespokal Mecklenburg-Vorpommern, in welchem Evljuskin ein Tor binnen vier Einsätzen erzielt hatte, im Finale aber nicht mehr eingesetzt wurde. Im Anschluss an die Saison wurde Evljuskin dann allerdings ein Vereinswechsel nahegelegt, da er sich in Rostock nicht hatte durchsetzen können.[5]

Anfang Juli 2011 absolvierte Evljuskin zunächst ein Probetraining beim belgischen Zweitligisten KAS Eupen,[6] spielte in der Folge noch zweifach für Hansas Reservemannschaft in der Oberliga-Spielzeit 2011/12 und wechselte schließlich Mitte August 2011 zunächst auf Leihbasis für ein Jahr zum Drittligisten SV Babelsberg 03.[7] Für die von Dietmar Demuth trainierten Babelsberger kam Evljuskin daraufhin zu 30 Einsätzen in der Drittliga-Spielzeit 2011/12, in der der Verein als 17. der Abschlusstabelle die Klasse hielt. Da Rostock gleichzeitig wieder aus der 2. Bundesliga in die 3. Liga abstieg, verlor Evljuskins Vertrag mit Hansa seine Gültigkeit, woraufhin er einen zunächst bis 2014 befristeten Vertrag bei Babelsberg unterschrieb und zum Stammspieler avancierte.[8] Den Abstieg 2013 konnte er jedoch nicht verhindern und so verlor sein Vertrag die Gültigkeit. Anschließend unterschrieb er einen Vertrag beim Regionalligisten Goslarer SC 08. Dort war er Stammspieler und absolvierte 24 Spiele für den Tabellendritten aus Goslar und markierte dabei vier Tore und eine Vorlage. Anschließend wechselte er zum KSV Hessen Kassel zum Tabellen-Vierzehnten der Regionalliga Südwest.[9]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Sport.kg: Kurzbiografie, abgerufen am 9. Mai 2011
  2. a b c d Morgenpost.de, 24. März 2013: Ein Talent wie Götze, nur ohne das nötige Glück
  3. dfb.de: Als Sergej Evljuskin über Özil und Hummels thronte
  4. Bild.de, 5. Mai 2011: Zehn Verträge automatisch verlängert, abgerufen am 16. Juni 2011
  5. Ostseezeitung.de, 13. Mai 2011: Keine Perspektive bei Hansa: Vujanovic soll gehen, abgerufen am 16. Juni 2011
  6. NNN.de, 13. Juli 2011: Den besten Schützen droht die Bank, abgerufen am 14. Juli 2011
  7. FC-Hansa.de, 24. August 2011: Leihe - Sergej Evljuskin verlässt den F.C. Hansa Rostock, abgerufen am 24. August 2011
  8. Kicker.de, 25. Mai 2012: Reiche bringt Erstligaerfahrung in die 03-Defensive, abgerufen am 25. Mai 2012
  9. http://www.kicker.de/news/fussball/regionalliga/startseite/603716/artikel_evljuskin-wechselt-zum-ksv.html