Serhij Kljujew

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Kyrillisch (Ukrainisch)
Сергій Петрович Клюєв
Transl.: Serhij Petrovyč Kljujev
Transkr.: Serhij Petrowytsch Kljujew

Serhij Petrowytsch Kljujew (* 19. August 1969 in Donezk, Ukrainische SSR) ist ein ukrainischer Unternehmer und Politiker. Seit dem Jahr 2006 ist er Abgeordneter des ukrainischen Parlamentes, der Werchowna Rada. Er ist der jüngere Bruder von Andrij Kljujew.

Leben[Bearbeiten]

Von 1987 bis 1992 studierte er an der Nationalen Technischen Universität Donezk und absolvierte eine Ausbildung zum Bergbauingenieur. Danach war Kljujew bis 1994 Handelsdirektor von Trade House Podshipnik, einem Joint-Venture Unternehmen und wurde 1994 Vizepräsident und Vorsitzender des Aufsichtsrates von Ukrpodshipnik, ein Konzern der im Industrie-, Handels- und Bankbereich tätig ist. In den Jahren von 2000 bis 2006 war er dort zeitweise Vorstandsvorsitzender.

Von 1997 bis 2005 war er zeitweise Vorstandsmitglied der Slav AG Company, einer Holding mit Sitz in Wien welche hauptsächlich mit Stahl und Buntmetallen handelt[1].

Kljujew war von 2002 bis 2005 Stellvertretender Vorsitzender des Gebietsrates der Oblast Donezk. Im April 2006 wurde er für die Partei der Regionen als Abgeordneter in die Werchowna Rada gewählt. Er ist Mitglied der ukrainischen Delegation der Parlamentarischen Versammlung des Europarates PACE und gehört dem Ausschuss für Bankwesen und Finanzen der Rada an. Seit dem Januar 2007 ist er Mitglied des Aufsichtsrates der Nationalbank der Ukraine.

Kljujew ist verheiratet mit Irina Kljujewa (* 1964), hat eine Tochter Olha und einen Sohn Andrij (* 1992). Er ist Autor und Inhaber von 39 Patenten im Bereich der NE-Metallurgie, Kabelherstellung und Elektrotechnologie. Die ukrainische Zeitschrift Fokus zählte ihn und seinen Bruder Andrij im Jahr 2010 zu den reichsten Männern der Ukraine[2].

Nach dem Sturz von Präsident Wiktor Janukowytsch im Februar 2014 wurden die Konten von Serhij Kljujew und seines Bruders in der Schweiz und in Österreich gesperrt.[3]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://www.wienerzeitung.at/nachrichten/wirtschaft/international/283634_Von-der-Tochter-zur-Mutter-Slav-AG-und-Ukrpodshipnik-wechseln-ihre-Positionen.html
  2. http://focus.ua/dossier/111450
  3. Interview mit S. Kljujew am 7. März im ORF