Serotonin-Wiederaufnahmehemmer

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Selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI = Selective Serotonin Reuptake Inhibitor) sind Antidepressiva, die am Serotonin-Transporter ihre Wirkung entfalten und dabei die Serotonin-Konzentration in der Gewebeflüssigkeit des Gehirns erhöhen. An anderen Monoamin-Transportern wirken sie nicht oder nur schwach. Darin unterscheiden sie sich von den älteren trizyklischen Antidepressiva und werden deshalb als selektiv bezeichnet.

Wirkstoffe[Bearbeiten]

Prominente SSRI sind Fluoxetin, Fluvoxamin, Paroxetin, Sertralin, Citalopram und Escitalopram. Bei Escitalopram handelt es sich um eine nach Wegfall des Patentschutzes auf den Markt gebrachte Variante des Citaloprams, die lediglich anstelle des Racemats das therapeutisch wirksame Enantiomer enthält.

Wirkstoff Erstzulassung in Deutschland zugelassene Indikationen in Deutschland (Stand November 2010)[1]
Fluvoxamin 1984 Depressive Erkrankungen, Zwangsstörung
Fluoxetin 1990 Episoden einer Major Depression, Zwangsstörung, Bulimie
Paroxetin 1992 Depressive Erkrankungen, Episoden einer Major Depression, Panikstörung mit oder ohne Agoraphobie, soziale Phobie, generalisierte Angststörung, Zwangsstörung, Posttraumatische Belastungsstörung
Citalopram 1996 Depressive Erkrankungen, Panikstörung mit oder ohne Agoraphobie
Sertralin 1997 Depressive Erkrankungen und Rezidivprophylaxe, Panikstörung mit oder ohne Agoraphobie, soziale Phobie, Posttraumatische Belastungsstörung, Zwangsstörung
Escitalopram 2003 Episoden einer Major Depression, Panikstörung mit oder ohne Agoraphobie, generalisierte Angststörung, soziale Phobie, Zwangsstörung

Des Weiteren wird auch das in den 1960er Jahren entwickelte trizyklische Antidepressivum Clomipramin als Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SRI) bezeichnet, da es überwiegend die Serotonin-Wiederaufnahme hemmt, dies aber nicht die einzige wesentliche Wirkkomponente darstellt (daher nicht selektiv). Es ist in Deutschland zugelassen[1] zur Behandlung von depressiven Syndromen, Zwangsstörungen, Panikstörung, Phobien, langfristige Schmerzbehandlungen im Rahmen eines therapeutischen Gesamtkonzepts, zur Behandlung von Schlaflähmung, Kataplexie und hypnagogen Halluzinationen bei Narkolepsie, sowie einer Enuresis nocturna. Generell gelten die neueren SSRI als verträglicher als Clomipramin.

Seit 2009 befindet sich mit Dapoxetin ein weiterer SSRI auf dem Markt, der allein zur Behandlung einer Ejaculatio praecox vermarktet wird und zugelassen[1][2] ist. Das 2011 in den USA zugelassene Vilazodon wirkt gleichzeitig als selektiver Partialagonist auf den 5-HT1A-Rezeptor.[3]

Rezeption[Bearbeiten]

  • Hinsichtlich Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten gelten Citalopram, Escitalopram und Sertralin gegenüber anderen SSRI als vorteilhaft.[1]
  • Die SSRI Citalopram, Escitalopram und Sertralin werden in Deutschland manchmal als SSRI der zweiten oder neuen Generation bezeichnet.
  • In Deutschland wird Citalopram mit deutlichem Abstand am häufigsten verordnet, gefolgt von Sertralin und Escitalopram, dann Fluoxetin und Paroxetin; deutlich seltener Fluvoxamin.[4]
  • Von den Hauptsubstanzen ist in Deutschland einzig Escitalopram nicht generisch erhältlich; der Patentschutz des dänischen Herstellers Lundbeck für das Medikament Cipralex besteht noch bis 1. Juni 2014. Eine definierte Tagesdosis Escitalopram kostet etwa das Drei- bis Vierfache im Vergleich zu Citalopram.[4] Die Aussage des Herstellers, das Enantiomer wirke stärker und schneller als das Racemat, ließ sich in Studien nicht belegen.[4][5]
  • Im Gegensatz zu Citalopram hat Escitalopram frühzeitig nach Markteinführung eine breite Indikationszulassung erhalten. Auch Sertralin hat im Sommer 2009 in Deutschland eine Indikationserweiterung in ähnlicher Breite erfahren. Letzteres wird in neuester Literatur zur Psychopharmakotherapie oft nicht berücksichtigt.

Pharmakologie[Bearbeiten]

SSRI hemmen die Wiederaufnahme des Neurotransmitters Serotonin (5-HT) in die Präsynapse und erhöhen so dessen Konzentration im synaptischen Spalt. Einige der SSRI-Arzneistoffe hemmen schwach auch noch postsynaptische Rezeptoren in einem klinisch kaum relevanten Ausmaß.

Neurophysiologische Adaption[Bearbeiten]

Paradoxerweise wird zu Beginn der Therapie mit SSRI die erwünschte 5-HT-Konzentrationserhöhung durch einen anderen Effekt geschmälert. Der zunächst hohe Serotoninspiegel im synaptischen Spalt überflutet gleichzeitig die Autorezeptoren der Präsynapse, die der Zelle als Feedback-Sensoren dienen. Die Aktivierung der Autorezeptoren (durch Agonisten wie Serotonin) löst in der Zelle das Signal aus, die Serotonin-Produktion zu drosseln. Der sich dadurch ergebende Mangel an Serotonin bleibt in der Summe bestehen, da die Transporter-Hemmung nur nachgeschaltet ist und den Mangel nicht aufheben kann. Auf die andauernde Rezeptor-Reizung reagiert der Körper mit einer Absenkung der Empfindlichkeit (Sensitivität) der Autorezeptoren (somatodendritische 5-HT1A und terminale 5-HT1D).[6] Dieser Prozess kann einige Wochen dauern. Auch die Anzahl/Dichte der 5-HT1-Rezeptoren sinkt.[6]

Ein ähnlicher Anpassungsprozess, der für den antidepressiven Effekt größere Bedeutung hat, ist die erwünschte zahlenmäßige Verringerung von Serotonin-(5-HT)2A-Rezeptoren im Zentralnervensystem. Die Empfindlichkeit postsynaptischer 5-HT1A und 2-Rezeptoren kann zunehmen.[6] Diese Phänomene dürften für eine antidepressive Wirkung von Bedeutung sein, und sie könnten erklären, warum ein nachhaltig antidepressiver Effekt erst nach Wochen der Pharmakotherapie zur vollen Entfaltung kommt.

SSRI im Vergleich zu trizyklischen Antidepressiva[Bearbeiten]

SSRI besitzen gegenüber den trizyklischen Antidepressiva (kurz: Trizyklika) eine deutlich geringere Affinität zu α-Adrenozeptoren, Histamin-Rezeptoren und Muskarinrezeptoren. Die Aktivität an diesen Rezeptoren ist für einen Großteil der Nebenwirkungen der Trizyklika verantwortlich.

Anwendung[Bearbeiten]

Indikationen[Bearbeiten]

Viele verschiedene (pharmako)therapeutische Ansätze zur Behandlung von Depressionen sind möglich. Einen dieser Ansätze nutzen die (S)SRI. Ein Hauptanwendungsgebiet für alle (S)SRI ist die Depression von klinisch bedeutsamem Schweregrad (depressive Episode, major depression). In den letzten Jahren haben die SSRI eine beeindruckende Erweiterung der Indikationen erfahren, insbesondere im Bereich der Angststörungen. Für die medikamentöse Behandlung der Zwangsstörungen gelten sie quasi als alternativlos. Neben den oben genannten Anwendungsgebieten gibt es Hinweise[1] auf Wirksamkeit der SSRI bei verschiedenen Syndromen, z. B. dem prämenstruell-dysphorischen Syndrom und klimakterischen Beschwerden, verschiedenen Ess-Störungen und dem Fibromyalgiesyndrom.

Allgemeines[Bearbeiten]

Ein Vorteil für die Anwendung der SSRI ist, dass die meisten Präparate nur einmal täglich gegeben werden müssen, was die Therapietreue (Compliance) der Patienten erhöht. Allerdings tritt die antidepressive Wirkung bei SSRIs erst mit Verzögerung ein, was zu Beginn einer Behandlung Disziplin der Patienten voraussetzt und eine entsprechende Beratung notwendig macht. Diese zeitliche Verzögerung der Wirkung gilt ähnlich auch für die meisten anderen Indikationen und ist einer der Gründe, warum SSRI sich nicht als Medikamente für „mal zwischendurch“ (z. B. bei einer akuten Panikattacke) eignen, sondern eine regelmäßige Einnahme über einen längeren Zeitraum erfordern.

SSRI sind bei korrekter Anwendung relativ nebenwirkungsarme und sichere Medikamente. Die beschriebenen Nebenwirkungen treten dabei - im Gegensatz zur gewünschten Wirkung - vor allem in den ersten Tagen auf und bessern sich in der Regel schnell.

Wirksamkeit[Bearbeiten]

SSRI sind die am häufigsten eingesetzten Antidepressiva. Die Wirkung der SSRI auf das depressive Syndrom ist abhängig von der Schwere der Erkrankung. So ist bei leichtgradigen Depressionen häufig keine statistisch nachweisbare Überlegenheit gegenüber der Gabe von Scheinmedikamenten (Placebo) festzustellen. Bei schwerer ausgeprägten Depressionen hingegen sprechen etwa 50–75 Prozent der Patienten auf ein SSRI an, während etwa 25–33 Prozent der Patienten auf Placebo ansprechen.[7]

Unerwünschte Wirkungen[Bearbeiten]

Allgemeines[Bearbeiten]

Die häufigsten unerwünschten Wirkungen betreffen den Magen-Darm-Trakt: Appetitlosigkeit, Übelkeit, Erbrechen und Durchfall. Gegen die Übelkeit können Antiemetika verabreicht werden. Das Risiko einer Blutung im oberen Magen-Darm-Trakt steigt durch selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer auf das bis zu 2,5-fache und durch die Kombination mit einem nichtselektiven nichtsteroidalen Antirheumatikum auf das bis zu 9,1-fache, wenn kein Magenschutzmittel angewendet wird. Werden selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer mit antithrombozytären Medikamenten, wie Clopidogrel oder niedrigdosierter Acetylsalicylsäure kombiniert, steigt das Risiko einer Blutung im oberen Magen-Darm-Trakt auf das bis zu 4,7-fache.[8] Weitere häufige Nebenwirkungen, die oft zum Therapieabbruch führen (mangelnde Compliance), sind sexuelle Funktionsstörungen (Nachlassen der Erektionsfähigkeit, Ejakulationsstörungen, Orgasmusschwierigkeiten, passagere Abnahme der Spermienqualität[9], siehe SSRI-bedingte sexuelle Dysfunktion). Unter einer Dauertherapie können sich die sexuellen Funktionen aber wieder normalisieren. Möglicherweise bisher unterschätzt ist das mögliche Auftreten einer gewissen emotionalen Abstumpfung (wie z. B. die verminderte Fähigkeit, Gefühle wie Ärger oder Trauer zu empfinden, zu weinen oder ein nachlassendes sexuelles Interesse) als unerwünschte Wirkung.[10][11]
Die meisten SSRIs sind antriebssteigernd. Besonders zu Beginn der Therapie kann es daher zu Nervosität, Erregung und Schlafstörungen kommen. Im Gegensatz zu den älteren trizyklischen Antidepressiva haben SSRIs keine anticholinergen Nebenwirkungen.[12] Beim Beenden einer Therapie mit SSRI kann ein sogenanntes SSRI Discontinuation Syndrome (SSRI-Absetz-Syndrom) sowie Post SSRI Sexual Dysfunction auftreten.

Eine Studie brachte bestimmte, bei Depressiven besonders häufige, genetische Merkmale in Verbindung mit Selbstmordgedanken unter Behandlung mit dem SSRI Citalopram.[13] Zwei Marker auf den Genen GRIA3 und GRIK2 sind möglicherweise mit einem um das 15-fache erhöhten Suizidrisiko unter Einnahme von Citalopram im Vergleich zu Personen, die keines der Merkmale hatten, assoziiert. Die Studie war jedoch nicht placebo-kontrolliert, so dass die Kausalität unklar bleibt. Auch die Übertragbarkeit der Ergebnisse auf andere SSRI ist nicht gesichert. Nach Meinung der Forschung wäre eine solche Assoziation auch bei anderen SSRI plausibel. Eine Verifizierung ist indes nicht möglich, da die entsprechende Untersuchungsmethode durch ein Patent geschützt wurde.[14] Eine Studie aus dem Jahr 2005 ist zu dem Ergebnis gekommen, dass, insbesondere zu Beginn der Behandlung, die Suizidgefahr ansteige.[15] Eine placebokontrollierte US-amerikanische Metastudie, aus dem Jahr 2012, mit 9185 Patienten, konnte hingegen keinen Zusammenhang zwischen der Gabe von SSRI, hier Fluoxetin und Venlafaxin, und einem erhöhten Selbstmordrisiko finden. Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass die Annahmen der amerikanischen Gesundheitsbehörde FDA, die zu Warnhinweisen geführt hatten, falsch sind.[16][17]

In der Diskussion steht, ob es einen Zusammenhang zwischen den Einnahmen von SSRI und aggressiven Handlungen, wie etwa Amokläufen, gibt.[18] Eine Webseite sammelt Fälle von Suiziden und Gewalttaten, bei denen SSRI eine Rolle spielten.[19] Einige Forscher empfehlen weitere Studien, um einen möglichen Kausalzusammenhang zu untersuchen.[20]

Karies[Bearbeiten]

Bei langfristiger Einnahme von SRI-Antidepressiva erhöht sich das Risiko Karies zu erleiden. Die Mundtrockenheit, die durch eine Reihe von Antidepressiva hervorgerufen wird, und die damit verbundenen nachteiligen Folgen auf die Mundflora werden als ausschlaggebende Ursache angenommen. Die Mundtrockenheit ist ein typisches anticholinerges Symptom, welches daher bei den viel stärker anticholinerg wirkenden trizyklischen Antidepressiva noch viel häufiger und stärker auftritt als bei SSRI. [21][22][23]

Überdosierung[Bearbeiten]

Bei Überdosierung von SSRI besteht die Gefahr, dass sich ein Serotonin-Syndrom entwickelt, insbesondere wenn sie mit anderen Antidepressiva vom MAO-Hemmer-Typ kombiniert werden. SSRI sind meistens erst bei einer 50-100 fachen Überdosis tödlich. Bei einer Überdosierung kommt es oft zu psychosenartigen Zuständen.

SSRI bei Kindern und Jugendlichen[Bearbeiten]

Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte wies 2005 warnend darauf hin, dass bei Kindern und Jugendlichen, die mit Antidepressiva behandelt werden, folgendes zu beachten ist:[24]

  • In klinischen Studien wurde bei Kindern und Jugendlichen, die mit SSRI / SNRI behandelt wurden, ein gegenüber Placebobehandlung gehäuftes suizidales (Suizidversuche und Suizidgedanken) und feindseliges Verhalten (vorwiegend Aggressivität, Oppositionsverhalten und Wut) beobachtet.
  • SSRI und SNRI sollten daher nicht bei Kindern und Jugendlichen angewendet werden, es sei denn, sie sind explizit für die Anwendung in dieser Altersgruppe zugelassen.
  • Die meisten SSRI/SNRI sind in Europa nicht für die Behandlung von depressiven Störungen und Angststörungen bei Kindern oder Jugendlichen zugelassen.
  • Sollte es aufgrund klinischer Gegebenheiten notwendig sein, Kinder und Jugendliche mit diesen Störungen medikamentös zu behandeln, so sollte der Patient bezüglich des Auftretens suizidalen Verhaltens sowie selbstschädigender oder feindseliger Verhaltensweisen streng überwacht werden. Dies sei besonders zu Beginn der Behandlung sehr wichtig.

Bereits 2004 wurde die Anwendung von Paroxetin als Antidepressivum bei unter 18-Jährigen als kontraindiziert eingestuft.[25] Ein erhöhtes Suizidrisiko bei Kindern und Jugendlichen unter SSRI- oder SNRI-Behandlung wurde auch in neueren Metaanalysen bestätigt.[26] Unter Berücksichtigung des Suizidrisikos bei Nichtbehandlung und der Datenlage zur Wirksamkeit gilt Fluoxetin als Mittel der Wahl, wenn eine medikamentöse Therapie dennoch erwogen wird.[26][27] Eine retrospektive Betrachtung von über 36.000 Kindern und Jugendlichen unter SSRI- oder SNRI-Behandlung in den USA zeigte 2013, dass Sertralin, Paroxetin, Citalopram, Escitalopram und Venlafaxin ein mit Fluoxetin vergleichbares Suizidrisiko in dieser Altersgruppe besitzen.[28]

SSRI bei älteren Patienten[Bearbeiten]

Schon länger wird diskutiert, dass es unter der Therapie mit SSRI bei älteren Patienten vermehrt zu einem Apathiesyndrom kommen kann. Aktuelle Studienergebnisse scheinen dies zu bestätigen.[29] Auch das Risiko für das Auftreten von Blutungen scheint vor allem bei älteren Menschen unter einer Therapie mit SSRI erhöht zu sein (siehe unter Wechselwirkungen)

In einer Studie mit 248 Pflegeheimbewohnern mit Demenz erhöhten SSRIs das Risiko für einen schweren Sturz auf das bis zu Zweifache. Dabei konnte eine Dosisabhängigkeit gezeigt werden. Ein noch höheres Risiko ergab sich unter Komedikation mit Sedativa.[30] Substanzen mit geringerem Interaktionsrisiko wie Citalopram, Escitalopram und Sertralin sind zu bevorzugen.[1]

SSRI und Schwangerschaft[Bearbeiten]

Allgemeines[Bearbeiten]

Die Einnahme von SSRI ist für das Kind mit größeren Risiken verbunden als die Depression der Mutter allein. Ein geringes Geburtsgewicht und Atemprobleme traten signifikant häufiger auf. Auch wenn man die Schwere der mütterlichen Depression in Betracht zieht, ändert das nichts an diesem Ergebnis.[31]

Absetzsyndrom[Bearbeiten]

Bei bis zu jedem 3. Kind kann nach mütterlicher SSRI-Einnahme während der Spätschwangerschaft ein Absetzsyndrom (vgl. oben) auftreten. Als Auslöser wurden die SSRI Fluoxetin, Paroxetin, Sertralin und Citalopram/Escitalopram sowie der SNRI Venlafaxin benannt. Symptome sind Rigor bzw. erhöhter Muskeltonus, vermehrtes Schreien, verschiedene Magen-Darm-Probleme und andere.

Diese Entzugserscheinungen erreichen i. d. R. nicht die Schwere eines Opiatentzuges (Finnegan-Score ab 10), sind aber mit Finnegan-Punktwerten von 3–8 eine Belastung für das Neugeborene.[32]

Pulmonale Hypertonie[Bearbeiten]

Eine seltenere, aber weitaus gefährlichere Schädigung durch mütterliche SSRI-Einnahme ist die Pulmonale Hypertonie (Bluthochdruck im Lungenkreislauf). Der Zusammenhang wurde durch eine Fall-Kontroll-Studie[33] aufgedeckt, die zur Prüfung des Verdachts aus einer Kohortenstudie mit Fluoxetin dienen sollte.[34] Die Pathophysiologie beruht vermutlich auf der Erhöhung des Serotoninspiegels im kindlichen Organismus - eine auffällige Parallele zu anderen bekannten Auslösemechanismen pulmonaler Hypertonie.

Das Risiko ist dosisabhängig (Dosisreduktion vermindert die Gefährdung) und besteht vor allem ab der 20. Schwangerschaftswoche. Neugeborene mit dieser Form der dauerhaften pulmonalen Hypertonie haben eine verringerte Lebenserwartung. In knapp zehn Prozent der Fälle ist die Schädigung tödlich. Die Gefährdung wird mit etwa einem Prozent beziffert, d. h. eins von 100 Neugeborenen kommt nach SSRI-Einnahme der Mutter geschädigt zur Welt.

Missbildungen[Bearbeiten]

Ende 2005 warnte die amerikanische Gesundheitsbehörde FDA vor erhöhten Missbildungsraten nach Einnahme von Paroxetin.[35] Nach epidemiologischen Daten vom Oktober 2006 geht die Einnahme aller SSRI mit erhöhten Missbildungsraten einher.[36]

Andere Komplikationen[Bearbeiten]

Eine Publikation im American Journal of Obstetrics and Gynecology vom April 2006 warnte vor einem erhöhten Risiko von Früh- und Totgeburten, niedrigem Geburtsgewicht und Krampfanfällen bei Neugeborenen nach SSRI-Einnahme der Mutter.[37] Das erhöhte Risiko für Neugeborene wurde in einer im August 2006 publizierten Studie nochmals für alle SSRI bestätigt.[38]

Wechselwirkungen[Bearbeiten]

Alle SSRIs sind starke Inhibitoren der Cytochrom P450-Isoenzyme (insbesondere Paroxetin und Fluoxetin) und hemmen so z. B. die Aktivierung von Codein und den Abbau von Benzodiazepinen.[39][40] Die Kombination mit dem Hustenblocker Dextromethorphan, der häufig in rezeptfreien Grippemitteln enthalten ist, kann zu psychotischem Verhalten führen.

Kombinationstherapie[Bearbeiten]

Die Wechselwirkungen von SSRI untereinander können auch zu Gunsten der Therapie genutzt werden. So kann z. B. manchmal die fehlende Wirkung von Citalopram bei Citalopram-Non-Respondern durch gleichzeitige Gabe einer geringen Dosis Paroxetin oder Fluoxetin beseitigt werden. Da sowohl Paroxetin als auch Fluoxetin ein Enzym hemmen, welches Citalopram abbaut, kann durch gleichzeitige Gabe die Plasma-Konzentration und damit die Wirkstärke von Citalopram erhöht werden.[39]

Serotoninsyndrom[Bearbeiten]

Substanzen, die in Kombination mit einem SSRI ein Serotonin-Syndrom auslösen können
Antidepressiva
MAOI Mirtazapin
Echtes Johanniskraut Venlafaxin
Trizyklika
Opioide
Tramadol Pethidin
Codein Morphin
Heroin Fentanyl
ZNS-Stimulantien
Phentermin Diethylpropion
Amphetamin (Speed) MDMA (Ecstasy)
Methylphenidat Sibutramin
Mutterkornalkaloide
LSD
Tropan-Alkaloide
Kokain
5-HT1-Agonisten
Triptane
Andere
Selegilin Tryptophan
Buspiron Lithium
Linezolid Dextromethorphan
nach Rossi, 2005;[41]

Gefährlich ist die Kombination von SSRI mit Substanzen, welche die Synthese oder den Abbau von Serotonin beeinflussen, da durch Erhöhung der Serotonin-Konzentration im ZNS das potenziell lebensbedrohliche Serotonin-Syndrom ausgelöst werden kann. Das Risiko ist besonders hoch bei der gleichzeitigen Einnahme von SSRI und MAO-Hemmstoffen. Deshalb muss zwischen beiden Medikationen ein zeitlicher Mindestabstand liegen, dessen Länge sich je nach Wirkstoff unterscheidet (meist zwei Wochen). Bei gleichzeitiger Einnahme dieser Mittel kann es auch zu sehr unangenehmen Lähmungserscheinungen kommen, bei denen der Betroffene zwar bei vollem Bewusstsein ist, sich aber weder sprachlich noch über Körperbewegungen mitteilen kann (Locked-in-Syndrom).

Gleichzeitige Einnahme von SSRI und Triptanen kann nach einem Warnhinweis der FDA ebenfalls zu einem Serotonin-Syndrom führen.[42] Die FDA weist darauf hin, dass an diese mögliche Wechselwirkung unter Umständen nicht gleich gedacht wird, da SSRI und Triptane oft von verschiedenen Ärzten verschrieben bzw. die Migränemittel nur unregelmäßig eingenommen werden.

Zusätzliche Einnahme von L-Tryptophan oder 5-Hydroxytryptophan (5-HTP) kann durch Verstärkung der Serotoninsynthese ebenfalls zum Serotonin-Syndrom führen. Eine Übersicht über Substanzen, die in Kombination mit einem SSRI ein Serotoninsyndrom auslösen können, gibt die Tabelle.

Beeinflussung der Blutgerinnung[Bearbeiten]

Unter der Einnahme von SSRI kann es zu einer Beeinträchtigung der Thrombozytenfunktion und damit der Blutgerinnung kommen. Klinische Symptome sind z. B. das spontane Auftreten von blauen Flecken (Hämatome), Nasenbluten oder bei Frauen eine verstärkte Menstruationsblutung. Auch wenn diese Blutungen aus medizinischer Sicht als „harmlos“ eingeordnet werden, können sie für den Betroffenen ein Grund zur Besorgnis sein, besonders wenn er deren Ursache nicht kennt.

Die Kombination eines SSRI mit Medikamenten, die direkt oder indirekt das Blutungsrisiko steigern (z. B. für Magen-Darm-Blutungen), erhöht die Wahrscheinlichkeit von Blutungen insgesamt deutlich. Bei Risikopatienten wird ausdrücklich vor der unbedachten Kombination eines SSRI mit z. B. Aspirin (Acetylsalicylsäure) oder anderen nicht-steroidalen Entzündungshemmern wie Indomethacin, Phenylbutazon, Naproxen, Ibuprofen oder Fenoprofen gewarnt.[43]

Als besonders gefährdet gelten Patienten über 65 Jahre, die in ihrer Vorgeschichte schon einmal ein Magengeschwür bzw. eine Magendarmblutung hatten.[44]

Hier ist zu bedenken, dass gerade bei älteren Menschen Ärzte unterschiedlicher Fachrichtungen aus ihrer jeweiligen Sicht oft Medikamente verordnen, ohne einen Gesamtüberblick über die schon verordnete Medikation zu haben, sodass sie das Risiko eventuell auftretender Wechselwirkungen nicht immer gebührend einschätzen.

SSRI und Pharmakogenetik[Bearbeiten]

Es existiert eine ständig wachsende Fülle an wissenschaftlichen Publikationen zum Einfluss bestimmter Genvarianten bzw. -marker auf die Wirksamkeit oder Verträglichkeit von SSRI. Diese Resultate haben bisher nicht zu einer Verbesserung der Therapie geführt, da sie entweder nicht in weiteren Studien bestätigt werden konnten, sich Gentests als unpraktikabel erwiesen oder noch nicht weit genug entwickelt sind:

Ansprechraten[Bearbeiten]

Das im Zusammenhang mit der SSRI-Wirkung am häufigsten untersuchte Gen ist das des Serotonin-Transporters (SERTPR oder 5-HTTLPR), das direkten Einfluss auf die Serotonin(rück)aufnahme hat.[45] Die Studienlage ist uneinheitlich und eine praktische Anwendbarkeit dieser Befunde ist derzeit unwahrscheinlich.[46]

Ein weiteres speziell mit der Nicht-Wirkung von SSRI bei manchen Patienten in Verbindung gebrachtes Gen ist das der Tryptophan-Hydroxylase (TPH-1 und TPH-2). Einer Studie zufolge soll dieses Gen bei depressiven Patienten zehnmal häufiger mutiert sein als bei gesunden Kontrollpersonen. Patienten mit dieser Mutation könnten schlechter auf SSRI reagieren.[47][48] Dieses Gen wird weiterhin intensiv untersucht, auch bei Patienten mit Bipolarer Störung[49], bislang jedoch ohne klinische Konsequenzen.

Verstoffwechselung[Bearbeiten]

Die Verstoffwechselung von SSRI über die CYP-450-Isoenzyme war ein Ansatz der genetischen Forschung, der sich bisher als unpraktikabel erwiesen hat. Gentests zur Identifikation der „poor metabolizer“ haben nicht zur Verbesserung der Verträglichkeit von SSRI geführt, und „Schnellmetabolisierer“ profitieren nicht von einer Dosiserhöhung.[50]

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Christoph H. Gleiter, Hans-Peter Volz, Hans-Jürgen Möller: Serotonin-Wiederaufnahmehemmer. Pharmakologie und therapeutischer Einsatz, Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft, Stuttgart 1999, ISBN 3-8047-1638-5.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Serotonin-Wiederaufnahmehemmer – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c d e f O. Benkert, H. Hippius. Kompendium der Psychiatrischen Pharmakotherapie (8. Auflage). Berlin. Springer-Verlag 2011.
  2. G. D. Bartoszyk, R. Hegenbart, H. Ziegler: EMD 68843, a serotonin reuptake inhibitor with selective presynaptic 5-HT1A receptor agonistic properties. In: European journal of pharmacology Band 322, Nummer 2–3, März 1997, S. 147–153, ISSN 0014-2999. PMID 9098681.
  3. a b c U. Schwabe, D. Paffrath (Hrsg.): Arzneiverordnungs-Report 2011. Springer-Verlag Berlin-Heidelberg 2011
  4. S. Svensson, P. R. Mansfield: Escitalopram: superior to citalopram or a chiral chimera? Psychother Psychosom. 2004 Jan-Feb;73 (1): S. 10–16. PMID 14665791
  5. a b c Skript nach: Benkert und Hippius (1996): "Psychiatrische Pharmakotherapie".
  6. H.-J. Möller, G. Laux, H.-P. Kapfhammer: Psychiatrie und Psychotherapie. 3. Auflage. Springer, Heidelberg 2008. 2 Bände. Band 2, S. 426
  7. H. Kellner: Antidepressiva können den Magen zusätzlich angreifen. MMW-Fortschr. Med Nr. 51–52/2009 (151. Jg.)
  8. Serotonin-Wiederaufnahme-Inhibitoren (SSRI): Reversible Beeinträchtigung der Spermienqualität
  9. A. Opbroek et. al.: Emotional blunting associated with SSRI-induced sexual dysfunction. Do SSRIs inhibit emotional responses? International Journal of Neuropsychopharmakology (2002), 5, S. 147–151. DOI: 10.1017/S1461145702002870
  10. J. Price, V. Cole, G. M. Goodwin: Emotional side-effects of selective serotonin reuptake inhibitors: qualitative study. The British Journal of Psychiatry 2009 195: S. 211–217. DOI: 10.1192/bjp.bp.108.051110
  11. Karow, Lang: Allgemeine und Spezielle Pharmakologie und Toxikologie 2006 (Kapitel 12.2.5).
  12. American Journal of Psychiatry (2007), Nr. 164, S. 1530–1538.
  13. Patent US2007082683
  14. D. Fergusson, S. Doucette, K. C. Glasset et al.: Association between suicide attempts and selective serotonin reuptake inhibitors: systematic review of randomised controlled trials. In: BMJ (Clinical Research Ed.). 330, Nr. 7488, Februar 2005, S. 396. doi:10.1136/bmj.330.7488.396. PMID 15718539. PMC: 549110 (freier Volltext).
  15. archpsyc.jamanetwork.com Robert D. Gibbons, C. Hendricks Brown, Kwan Hur, John M. Davis, J. John Mann: Suicidal thoughts and behavior with antidepressant treatment reanalysis of the randomized placebo-controlled studies of fluoxetine and venlafaxine.
  16. sueddeutsche.de Suizidgefahr bei Jugendlichen: Entwarnung für Antidepressiva
  17. Aggressiv durch Antidepressiva? (aus einer Sendung des SWR-Fernsehens vom 7. März 2013)
  18. SSRI Stories, Antidepressant Nightmares
  19. T. J. Moore, J. Glenmullen, C. D. Furberg: Prescription drugs associated with reports of violence towards others. In: PLoS ONE, Band 5, Nr. 12, 2010, S. e15337. doi:10.1371/journal.pone.0015337
  20. E. Bassuk, S. Schoonover: Rampant dental caries in the treatment of depression. In: J Clin Psychiatry. 39, Nr. 2, 1978, S. 163–5. PMID 580266.
  21. F. P. Peeters,M. W. deVries, A. Vissink: Risks for oral health with the use of antidepressants. In: Gen Hosp Psychiatry. 20, Nr. 3, 1998, S. 150–4. PMID 9650032.
  22. S. Dimitrova-Nakov, A. Baudry, Y. Harichane et al.: Deletion of Serotonin 2B Receptor Provokes Structural Alterations of Mouse Dental Tissues. In: Calcif. Tissue Int.. 2013. doi:10.1007/s00223-013-9810-y. PMID 24170303.
  23. BfArM: Antidepressiva: Wissenschaftliche Neubewertung der SSRI / SNRI abgeschlossen - Neue Warnhinweise auf suizidales Verhalten bei Kindern und Jugendlichen.
  24. Paroxetin: Als Antidepressivum bei unter 18-Jährigen jetzt kontraindiziert. BfArM, Arzneimittel-Schnellinformation.
  25. a b S. E. Hetrick, J. E. McKenzie, G. R. Cox, M. B. Simmons, S. N. Merry: Newer generation antidepressants for depressive disorders in children and adolescents. In: Cochrane Database Syst Rev. 11, 2012, CD004851–CD004851, PMID 23152227.
  26. National Collaborating Centre for Mental Health (UK): Depression in Children and Young People - Identification and Management in Primary, Community and Secondary Care. In: NICE Clinical Guidelines, No. 28, 2005, Leicester (UK): British Psychological Society, ISBN 1-85433-424-7, PMID 21834190
  27. W. O. Cooper, S. T. Callahan, A. .. Shintani, D. C. Fuchs, R. C. Shelton, J. A. Dudley, A. J. Graves, W. A. Ray: Antidepressants and Suicide Attempts in Children. In: PEDIATRICS. , S. , doi:10.1542/peds.2013-0923.
  28. Nahathai Wongpakaran, Robert van Reekum, Tinakon Wongpakaran and Diana Clarke: Selective serotonin reuptake inhibitor use associates with apathy among depressed elderly: a case-control study, Annals of General Psychiatry 2007, 6:7. PMC 1820592 (freier Volltext)
  29. Dose-response relationship between Selective Serotonin Reuptake Inhibitors and Injurious falls: A study in Nursing Home Residents with Dementia. Carolyn S. Sterke, Gijsbertus Ziere, Ed F. van Beeck, Caspar W. N. Looman & J. M. Tischa van der Cammen. BJCP (2012); doi:10.1111/j.1365-2125.2011.04124.x
  30. Tim F. Oberlander, William Warburton, Shaila Misri, Jaafar Aghajanian, Clyde Hertzman: Neonatal outcomes after prenatal exposure to selective serotonin reuptake inhibitor antidepressants and maternal depression using population-based linked health data. In: Archives of General Psychiatry. Bd. 63, Nr. 8, August 2006.
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