Sesostris-I.-Pyramide

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Sesostris-I.-Pyramide
Licht-senwsPyramids 01.jpg
Ägyptischer Name
Hiero Ca1.svg
F12 S29 D21
X1
O34
N35
Hiero Ca2.svg
Q3 X1
D21
Hiero D10 mirrored.png
D10 N17
N17
O24
Seostris(/Senwosret)-peter-taui
S-n-Wsrt-ptr-t3wj
Seostris(/Senwosret) schaut die beiden Länder
Daten
Ort el-Lischt
Erbauer Sesostris I.
Bauzeit
Basismaß 105 m (200 Ellen)
Höhe (ursprünglich) 61,25 m
Neigung 49° 24'
Kultpyramide 1
Königinnenpyramiden 9
Plan der Pyramidenanlage

Die Sesostris I.-Pyramide (altägyptisch Senwosret-peter-taui) wird Sesostris I. aus der 12. Dynastie zugeordnet und wurde etwa 1,6 km südlich der Pyramide seines Vaters Amenemhet I. errichtet.

Baudetails[Bearbeiten]

Auch Sesostris I. nahm die Grabbezirke des Alten Reichs als Vorbilder für seine Anlage. Vor allem der Pyramidentempel ist eine genaue Kopie eines solchen Tempels aus der 6. Dynastie. Die Pyramidenerbauer verbesserten die Bauweise der Pyramide gegenüber der von Amenemhet I., doch jahrhundertelanger Steinraub setzte auch diesem Bauwerk stark zu. Die Folge war eine nahezu gänzliche Freilegung des Mauerkerns.

Bei archäologischen Untersuchungen fanden sich an mehreren dieser Kernblöcke Kontrollmarken der antiken Handwerker. Das früheste Datum stammt aus dem zehnten, das späteste aus dem 24. Regierungsjahr des Königs. Hieraus kann auf eine ungefähr 14 bis 15 Jahre dauernde Bautätigkeit geschlossen werden. Die Grabkammer im Inneren der Pyramide ist nie freigelegt worden, und heute vom Grundwasser überflutet.

Die Pyramide hatte eine Nebenpyramide und neun Pyramiden für Königinnen und Königstöchter. Die meisten dieser Nebenpyramiden sind jedoch so stark beraubt, dass heute nicht einmal die Namen der Besitzerinnen bekannt sind. Nur die Pyramide der Gemahlin des Herrschers Neferu und der Tochter Itaykat konnten mit Sicherheit identifiziert werden.

Ausgrabungen[Bearbeiten]

Erste systematische Ausgrabungen fanden 1894 von J. Gautier und G. Jéquier statt. Zwischen 1906 und 1943 grub hier das Metropolitan Museum of Art, wobei damals außer Vorberichten keine Publikationen erschienen. Nachgrabungen gab es dann 1984 bis 1997 von Dieter Arnold. Dieser legte auch eine Grabungspublikation des eigentlichen Baues und des Komplexes vor. Viele Einzelbefunde sind jedoch weiterhin nicht publiziert.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Sesostris-I.-Pyramide – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

29.5631.221111111111Koordinaten: 29° 33′ 36″ N, 31° 13′ 16″ O