Sestra (Finnischer Meerbusen)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Sestra
Сестра, Rajajoki, Siestarjoki, Systerbäck
Vorlage:Infobox Fluss/KARTE_fehlt
Die Sestra als finnisch-sowjetischer Grenzfluss in den 1920er Jahren

Die Sestra als finnisch-sowjetischer Grenzfluss in den 1920er Jahren

Daten
Gewässerkennzahl RU01040300512102000008416
Lage Oblast Leningrad, Sankt Petersburg (Russland)
Flusssystem Sestra
Abfluss über Sestra → Ostsee
Quelle beim Dorf (Possjolok) Lesnoje auf der Karelischen Landenge
60° 21′ 33″ N, 30° 4′ 24″ O60.35916666666730.073333333333
Mündung bei Sestrorezk in den Finnischen Meerbusen60.08646329.929240Koordinaten: 60° 5′ 11″ N, 29° 55′ 45″ O
60° 5′ 11″ N, 29° 55′ 45″ O60.08646329.929240
Mündungshöhe mVorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlenVorlage:Infobox Fluss/HÖHENUNTERSCHIED_fehlt
Länge 74 km[1][2]
Einzugsgebiet 393 km²[1]
Linke Nebenflüsse Samenskaja, Serebrjany Rutschei
Durchflossene Stauseen Sestrorezki Rasliw
Mittelstädte Sestrorezk
Gemeinden Beloostrow

Die Sestra (russisch Сестра („Schwester“); finnisch Rajajoki („Grenzfluss“), Siestarjoki; schwedisch Systerbäck („Schwesterbach“)) ist ein Fluss auf der Karelischen Landenge in der russischen Oblast Leningrad und dem Gebiet von Sankt Petersburg. Er hat eine Länge von 74 km und ein Einzugsgebiet von 393 km².[1]

Die Sestra stellt die historische Grenze zwischen den Landschaften Karelien und Ingermanland dar. Im Vertrag von Nöteborg wurde der Fluss 1323 als Grenze zwischen Schweden und Russland festgeschrieben. Nachdem Altfinnland 1721 an Russland gefallen war, war er Grenzfluss zwischen den russischen Gouvernements Wyborg und Sankt Petersburg, von 1812 bis 1917 zwischen Russland und dem Großfürstentum Finnland, und 1917 bis 1940 und 1941 bis 1944 zwischen der Sowjetunion und dem unabhängigen Finnland.[3]

Bis zu Beginn des 18. Jahrhunderts mündete die Sestra in den Finnischen Meerbusen. Nach 1714 wurde sie dann durch den Bau eines Damms zu einem See aufgestaut, um die Munitionsfabrik im neu gegründeten Sestrorezk mit Wasser zu versorgen. Der so entstandene See (Sestrorezki Rasliw) hat heute eine Größe von 10,6 km² und ist nur rund 2 m tief. Er ist durch künstlich aufgeschüttete Sanddünen vom Meer getrennt. Der Pegelstand wird über einen 4,8 km langen Kanal zum Meer reguliert[3].

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c Artikel Sestra in der Großen Sowjetischen Enzyklopädie (BSE), 3. Auflage 1969–1978 (russisch)
  2. Sestra im Staatlichen Gewässerverzeichnis der Russischen Föderation (russisch)
  3. a b Sestra auf dem inoffiziellen Webportal von Beloostrow (russ.)