Seuche

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Eine Seuche ist in der Epidemiologie des Menschen wie auch der Veterinärmedizin eine hochansteckende – evtl. zu Siechtum führende – (virulente) Infektionskrankheit.

Beim Menschen, unterscheidet man nach Art der zeitlichen und örtlichen Gebundenheiten

  • Epidemie bei zeitlicher und örtlicher Häufung
  • Endemie bei andauerndem, begrenztem Auftreten an einem Ort oder in einer Population
  • Pandemie bei unbegrenzter Ausbreitung

Bei Tieren: Tierseuche, mit analoger Einteilung:

Eine Zoonose ist eine infektiöse Krankheit, die zwischen Tier und Mensch übertragbar ist.

Verseuchung (bei wieder gesundeten Populationen auch Durchseuchung) ist der medizinische Begriff zur Beschreibung einer massenhaften Erkrankung von Organismen, die durch ungezielte oder auch gezielte (biologische Kriegführung) Verbreitung von Krankheitserregern (Viren, Bakterien) erfolgen kann.

Unter das Infektionsschutzgesetz fallende Krankheiten sind meldepflichtig (z. B. dem Gesundheitsamt), dementsprechend auch Tierseuchen dem Veterinäramt. Nicht alle meldepflichtigen Krankheiten werden jedoch als Seuche bezeichnet (z. B. Kopfläuse im Kindergarten).

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblink[Bearbeiten]

 Wiktionary: Seuche – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen