Seven Cities of Gold

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The Seven Cities of Gold
Studio Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Ozark Softscape
Publisher Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Electronic Arts
Leitende Entwickler Dan Bunten, Bill Bunten, Jim Rushing, Alan Watson, Mark Botner
Erstveröffent-
lichung
1984 (Atari, Apple II, C64)
1985 (Amiga, PC Booter)
1986 (Macintosh)
Plattform Apple II, Atari 800, Commodore 64, Amiga 1000, Apple Macintosh, PC Booter
Lizenz Proprietär
Genre Computer-Strategiespiel
Thematik Entdeckung Amerikas, Eroberung und Handel
Spielmodus Einzelspieler
Steuerung Tastatur, Joystick
Medium Diskette
Sprache Englisch
Seven Cities of Gold
Commemorative Edition
Remake
Studio Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Ozark Softscape
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten SEGA Interactive Development Division
Publisher Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Electronic Arts
Leitende Entwickler Dan Bunten, Bill Bunten, Michael Kosaka
Erstveröffent-
lichung
1993 (DOS)
2014 (Windows, Mac OS)
Plattform DOS, Windows, Mac OS
Lizenz Proprietär
Genre Computer-Strategiespiel
Spielmodus Einzelspieler
Steuerung Tastatur, Joystick, Maus
Medium Diskette (DOS-Version), Download
Sprache Englisch

The Seven Cities of Gold oder Seven Cities of Gold, abgekürzt auch 7COG war ein Computer-Strategiespiel von Dan Bunten und ihrem Entwicklungsunternehmen Ozark Softscape, das 1984 von Electronic Arts veröffentlicht wurde. Produziert wurde es von Joe Ybarra. Der Spieler schlüpft dabei in die Rolle eines spanischen Entdeckers im späten 15. Jahrhundert. Der Name des Spiels geht auf den Mythos von Cibola zurück.

Die ausgewogene und gut ins Spielprinzip integrierte Landkartengestaltung in Zusammenhang mit dem Echtzeit-Charakter gilt als entscheidender Fortschritt in der Entwicklung von Computerspielen. Viele der in Seven Cities of Gold verwendeten Spielelemente tauchen später im von Sid Meier gestalteten Klassiker Pirates! auf, der selbst wieder zum Vorbild für unzählige ähnliche Spiele wurde.

Versionen und Portierungen[Bearbeiten]

Entwickelt wurde das Spiel 1984 für den Atari 800. Als Portierung war es aber schon kurz nach seiner Veröffentlichung auch für Apple II und Commodore 64 verfügbar. Im darauf folgenden Jahr erschien es für Amiga 1000, Apple Macintosh und als Boot-Version für IBM-kompatible PC. Gegenüber der Atari-Originalversion gab es bei den Portierungen kleine Unterschiede, die durch die Fähigkeiten der jeweiligen Zielsysteme begründet waren.

1993 brachte Ozark Software mit Unterstützung von SEGA Interactive Development Division eine gänzlich neu entwickelte Commemorative Edition mit höher aufgelöster Grafik und musikalischer Untermalung für DOS heraus. Bis Anfang 2014 ist diese mit Unterstützung der Online-Community auf GOG.com für aktuelle Betriebssysteme Windows und Mac OS angepasst worden und seitdem als Download-Version wieder erhältlich.

Spielprinzip[Bearbeiten]

Mit dem Segen des spanischen Königshauses muss sich der Spieler zuerst um die Ausrüstung, Verpflegung und Besatzung seines Schiffes kümmern, bevor er in die Neue Welt aufbrechen kann. In Spanien lassen sich dazu verschiedene in seitlicher 2D-Ansicht dargestellte Gebäude besuchen. Von rechts nach links das Zuhause des Spielers, der Palast, ein Pub, das Ausrüstungshaus und schließlich am Hafen das Schiff. Mit dem Auslaufen wechselt die Ansicht auf einen Blick von oben auf die Karte. Nach Überqueren des Atlantik beginnt der Spieler mit der Erkundung der Küste und betritt dann erstmals das neu entdeckte Land. Dort gilt es Missionsstationen und Forts zu errichten, Kontakt mit den Ureinwohnern aufzunehmen und Reichtümer durch Handel oder Eroberung zu sammeln. Je nach Erfolg winkt bei der Rückkehr in die Alte Welt eine Beförderung und es stehen größere Mittel für die nächste Überfahrt zur Verfügung. Das Spiel ermöglicht, die spielbare Karte vollständig aufzudecken und schließlich vom spanischen Hof zum Gouverneur oder sogar zum Vizekönig der neuen Welt ernannt zu werden. Es gibt aber weder ein klares Spielende noch einen starr vorgeschriebenen Ablauf. Dem Spieler bleibt selbst überlassen, ob er sich beim Besuch indianischer Siedlungen lieber vorsichtig durch die Einwohner hindurch auf den Häuptling zubewegen und mit ihm friedlichen Handel treiben, oder aggressiv einmarschieren, die aufgebrachte Bevölkerung niedermetzeln und deren Vorräte plündern möchte.

Als Besonderheit von The Seven Cities of Gold galt damals die Weiterentwicklung der Spielfigur mit fortschreitendem Spielverlauf und die Möglichkeit, sich zum Spielbeginn statt einer dem amerikanischen Kontinent nachgebildeten Karte auch eine neue zufällige Landkarte erzeugen zu lassen. Im Gegensatz zu anderen Spielen mit vorprogrammierten Spielfeldern, ermöglichte The Seven Cities of Gold immer wieder eine „Neue Welt“ zu entdecken, ohne dass ein in vorherigen Spielen gesammeltes Wissen über die Lage von Schätzen oder entscheidenden Orten einen unrealistischen Vorteil einbringt.

Auszeichnungen und Kritik[Bearbeiten]

Das Originalspiel wurde 1985 durch die amerikanische Zeitschrift Computer Gaming World als Strategy Game of the Year (Strategiespiel des Jahres) ausgezeichnet.[1] Die Commemorative Edition für DOS gewann den Origins Award für Best Military or Strategy Computer Game of 1993 (bestes militärisches oder strategisches Computerspiel 1993).

Im Jahr 1996 wertete Computer Gaming World das Spiel auf Rang 61 der besten 150 Spiele aller Zeiten.[2]

Das Remake erntete in Europa jedoch auch deutliche Kritik. Die deutsche Zeitschrift Power Play befand die Grafik als zu schlicht und die Benutzerführung ohne Maus-Unterstützung antiquiert. PC Player wertete den Spielablauf gar als stupid und war sich mit der französischen Tilt darüber einig, dass die Musik nervtötend sei und man sich besser nur mit der Erinnerung an das Original begnügen sollte.[3]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Game of the Year. In: Computer Gaming World, November/Dezember 1985: S. 32-33, archiviert bei Computer Gaming World Museum, abgerufen am 25. November 2013 (englisch).
  2. 150 Best Games of All Time. In: Computer Gaming World, November 1996 Anniversary Edition, archiviert bei CDAccess.com. Abgerufen am 20. Januar 2014 (englisch)
  3. The Press Says. In: MobyGames, abgerufen am 20. Januar 2014 (englisch)