Sexen
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dieser Artikel wurde aufgrund von formalen und/oder inhaltlichen Mängeln in der Qualitätssicherung Biologie zur Verbesserung eingetragen. Dies geschieht, um die Qualität der Biologie-Artikel auf ein akzeptables Niveau zu bringen. Bitte hilf mit, diesen Artikel zu verbessern! Artikel, die nicht signifikant verbessert werden, können gegebenenfalls gelöscht werden.
Lies dazu auch die näheren Informationen in den Mindestanforderungen an Kurzartikel der Biologie.
Als Sexen (lat. sexus „Geschlecht“) bezeichnet man die in Industrienationen übliche Trennung von neugeschlüpften Küken innerhalb eines Hühnereierproduktionsbetriebs nach ihrem Geschlecht.
Auch heute noch wird das Sexen von Hand betrieben. Ein Mitarbeiter („Sexer“) untersucht dabei die auf einem Fließband antransportierten Jungtiere nach deren Geschlechtsmerkmalen durch Umstülpen der Kloake (Hähnchen: kleiner Hügel) und sortiert die männlichen und weiblichen Küken auf zwei unterschiedliche Fließbänder. Während weibliche Küken als Legehennen dem Produktionszyklus zugeführt werden, werden die unprofitablen männlichen Küken vergast oder zerhäckselt und zu Tiermehl verarbeitet. Fehlgebildete Eier, sowie zu festgelegten Terminen nicht geschlüpfte Küken (Nachschlupf), werden ebenfalls entsorgt.
Die Hähne aus für den Legebetrieb gedachten Züchtungen sind aus Sicht der Betriebe nicht profitabel, da sie weitaus langsamer wachsen würden als spezielle Masthähnchenzüchtungen. Für die Mast werden andere, auf Fleischansatz spezialisierte Züchtungen verwendet.
Jährlich werden so in Deutschland über 45 Millionen Küken getötet, 280 Millionen in der Europäischen Union. Eine Alternative könnte in Zukunft die Pränataldiagnostik sein. Das Friedrich-Löffler-Institut für Nutztiergenetik hat eine Methode zur Erkennung des Geschlechts gleich nach dem Legen der Eier entwickelt, die aber zu teuer ist.[1]

