Seydlitz (1939)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Seydlitz
Das Schwesterschiff Blücher

Das Schwesterschiff Blücher

p1
Schiffsdaten
Flagge Deutsches ReichDeutsches Reich (Reichskriegsflagge) Deutsches Reich
Schiffstyp Schwerer Kreuzer
Klasse Admiral Hipper-Klasse
Bauwerft Deschimag, Bremen
Baunummer 940
Baukosten 84.090.000 Mark
Stapellauf 19. Januar 1939
Verbleib Am 10. April 1945 gesprengt
Schiffsmaße und Besatzung
Länge
210,0 m (Lüa)
Breite 21,8 m
Tiefgang max. 7,9 m
Verdrängung Standard: 14.240 tn.l.
Konstruktion: 17.600 t
Maximal: 19.800 tn.l.
 
Besatzung 1.382 bis 1.599 Mann
Maschine
Maschine 12 Dampfkessel
3 Satz Getriebeturbinen
Maschinen-
leistung
132.000 PS (97.086 kW)
Geschwindigkeit max. 32,0 kn (59 km/h)
Propeller 3 dreiflügelig ∅ 4,1 m
Bewaffnung
Panzerung
  • Gürtel: 70–80 mm
  • Oberdeck: 12–30 mm
  • Panzerdeck: 20–50 mm
  • Torpedoschott: 20 mm
  • Turm: 70–105 mm
  • vorderer Kommandoturm: 50–150 mm
  • achterer Kommandoturm: 20–30 mm
  • Mars: 20 mm

Die Seydlitz war ein Schwerer Kreuzer der deutschen Kriegsmarine. Er war das vierte Schiff der Admiral Hipper-Klasse (Bauauftrag Kreuzer K). Das Schiff wurde nach Friedrich Wilhelm von Seydlitz benannt.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Schwere Kreuzer Seydlitz kam im Zweiten Weltkrieg nicht zum Einsatz. Er war mit Kriegsbeginn zu zwei Dritteln fertig. Mit dem nun forcierten Bauprogramm für U-Boote verzögerte sich sein Weiterbau. Die Sowjetunion wollte, neben dem Schwesterschiff Lützow, auch die Seydlitz kaufen. Doch dies wurde abgelehnt.

Im August 1942 wurde entschieden, das Schiff zu einem Flugzeugträger, ähnlich der Graf Zeppelin, umzubauen. Da es bereits zu 90 % fertig war, musste zunächst ein Rückbau stattfinden, um Platz für das Flugdeck zu schaffen. Der Rückbau erforderte die Vonbordgabe der gesamtem Bewaffnung und die Demontage der Aufbauten. Mit dem Befehl Hitlers vom 26. Januar 1943, alle großen Überwassereinheiten außer Dienst zu stellen, wurden die Arbeiten am Schiff eingestellt. Beim Baustopp an der Seydlitz standen noch der Schornstein und einige weitere Aufbauten auf dem Oberdeck. Im März 1944 wurde das Schiff von Bremen nach Königsberg geschleppt, wo es als Wohnschiff diente. Wegen des Vordringens der Roten Armee wurde das Schiff am 10. April 1945 an seinem Liegeplatz im Hafen von Königsberg gesprengt.[1]

Weblinks[Bearbeiten]

Fußnoten[Bearbeiten]

  1. Siegfried Breyer/Gerhard Koop: Von der Emden zur Tirpitz. Band 2: Kleine Kreuzer, Leichte Kreuzer, Schwere Kreuzer und Spähkreuzer. Verlag Wehr & Wissen, Koblenz/Bonn 1981, ISBN 3-8033-0316-8. Seiten 108-111