Seyhan

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Dieser Artikel behandelt den Fluss; für weitere Bedeutungen siehe Seyhan (Begriffsklärung)
Seyhan
Seyhan river (map).jpg
DatenVorlage:Infobox Fluss/GKZ_fehlt
Lage südliche Türkei
Flusssystem SeyhanVorlage:Infobox Fluss/ABFLUSSWEG_fehlt
Ursprung Zusammenfluss von Göksu und Zamantı nahe Aladağ
37° 29′ 53″ N, 35° 30′ 18″ O37.49801427113735.504894256592
Mündung südlich Tarsus ins Mittelmeer36.72540164343334.907684326172Koordinaten: 36° 43′ 31″ N, 34° 54′ 28″ O
36° 43′ 31″ N, 34° 54′ 28″ O36.72540164343334.907684326172
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Länge 560 kmVorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlen

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Der Seyhan ist ein Fluss im Süden der Türkei, der in das Mittelmeer mündet.

Ursprung, Verlauf und Nutzung[Bearbeiten]

Der etwa 560 Kilometer lange Seyhan besteht aus zwei Hauptarmen: dem kürzeren Göksu, der im Tahtalı-Gebirge (Provinz Kayseri, Kreis Pınarbaşı) entspringt, und dem längeren Zamantı, der im mittleren Tarsusgebirge im Norden des Tahtalı-Gebirges im Süden der Provinz Sivas, im Provinzkreis Altinyayla, in der 1500 Meter hohen Uzunyayla-Hochebene entspringt. Er fließt durch die Provinzen Kayseri und Adana, wo er etwa 20 Kilometer südlich der antiken Stadt Tarsus in das Mittelmeer mündet.

Die Wassermenge des Flusses schwankt im Jahresverlauf sehr stark. Der Seyhan kann im Winter und Frühling sintflutartig ganze Landstriche überschwemmen, aber auch im Sommer große Gebiete vertrocknen lassen. Um dieses Problem von zu viel Wasser in kühleren und zu wenig Wasser in trockeneren Jahreszeiten in den Griff zu bekommen, wurden mehrere Stauseen am Seyhan gebaut.

Der Fluss fließt mitten durch die Großstadt Adana und unterteilt sie in die Bezirke Seyhan und Yüreğir. Hier wird er von einer Steinbrücke (Taşköprü) überspannt, die unter dem römischen Kaiser Hadrian errichtet wurde und als die älteste noch benutzte Brücke der Welt gilt. Außerdem ist der Fluss Wasserlieferant für die fruchtbare Çukurova-Tiefebene (Seyhan-Ceyhan-Flussdelta) im Süden der Türkei. Das Wasser von Seyhan und Ceyhan ist für die Çukurova-Tiefebene sehr wichtig, da sich dort neben den Anbaugebieten zahlreicher Agrarprodukte auch das wasserintensive, wichtigste Baumwollanbaugebiet der Türkei befindet.

Politische und außenwirtschaftliche Bedeutung[Bearbeiten]

Seit 1986 und verstärkt in den neunziger Jahren gab es Gespräche zwischen der Türkei und Israel sowie Saudi-Arabien und Jordanien über ein Projekt, das Wasser vom Seyhan und Ceyhan aus dem Çukurova-Delta in die jeweiligen Länder mit Pipelines durch das Mittelmeer umzuleiten oder mit Tankern zu transportieren. Dadurch sollte die Wasserknappheit vor allem von Israel und Jordanien gelöst werden.

Der Name des Projekts sollte „Friedenswasser“ (türkisch: Barış Suyu) lauten. Die Idee wurde nicht verwirklicht, einerseits weil der von der Türkei verlangte Preis von 0,80-1,00 US$ pro des „Friedenswassers“ für die Länder zu hoch war und andererseits die Machbarkeit des Projekts bezweifelt wurde. Saudi-Arabien war beispielsweise der Meinung, Wasser aus energieintensiven Meerwasserentsalzungsanlagen sei preiswerter als das türkische „Friedenswasser“. Auch politische Hindernisse ließen das Projekt im Sande verlaufen. Seit Anfang 2006 gab es wieder Gespräche – in erster Linie mit Israel –, um das „Projekt Friedenswasser“ wieder aufzunehmen.

Weblinks[Bearbeiten]