Seymour Hersh

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Seymour Hersh 2004

Seymour Myron Hersh (* 8. April 1937 in Chicago, Illinois), Spitzname Sy, ist ein US-amerikanischer investigativer Journalist und bekannter Muckraker.

Seymour Hersh wurde 1969 weltbekannt, als er während des Vietnamkriegs die Kriegsverbrechen der US-Armee im Massaker von My Lai aufdeckte. 2004 sorgte er erneut für Aufsehen, als er maßgeblich den Folter-Skandal der US-Armee während des Dritten Golfkrieges im irakischen Abu-Ghuraib-Gefängnis bekannt machte.

Leben und Werk[Bearbeiten]

Hersh wuchs in Chicagos Hyde Park zusammen mit seinen beiden älteren Zwillingsschwestern und seinem Zwillingsbruder Alan auf.[1][2] Seine Eltern waren Immigranten aus Litauen und Polen, sprachen jiddisch und führten eine Chemische Reinigung in der Chicago South Side. Ihr tiefer Glaube an die amerikanische Demokratie formten seine idealistische Haltung Mißstände zu enthüllen.[3] Hersh studierte an der University of Chicago und machte 1958 seinen Abschluss als Historiker. Dort lernte er seine heutigen Frau, die Psychoanalytikerin Elizabeth Sarah Klein kennen. Er arbeitete zwischenzeitlich in der Drogeriekette Walgreens fing ein Rechtsstudium an, wurde jedoch examiniert; Walgreens stellte ihn hiernach wieder ein.[2]

1959 begann seine journalistische Karriere als Polizeireporter bei City News Bureau.[2] Während seines Militärdiensts fungierte er als Information Officer in Fort Riley, Kansas.[4] 1961 kehrte er nach Chicago zurück und gründete die Stadtteilzeitung Evergreen Dispatch; die Zeitung missglückte. Im folgenden Jahr arbeitete er bei United Press International (UPI) in South Dakota.[2] Hersh fand hier den Zugang zum investigativen Journalismus inspiriert durch die Arbeiten von Carl Sandburg und Arthur Schlesinger.[2] Ab 1963 war er bei Associated Press (AP) beschäftigt, die ihn von Chicago nach Washington, D.C. versetzte, von wo er ab 1966 als Korrespondent des Pentagons berichtete. Hersh ließ sich im Schreiben durch die Ikone des investigativen Journalismus in den USA, Izzy Stone, beeinflussen.[2]

Pentagon-Korrespondent[Bearbeiten]

Im Pentagon erwarb er sich den Ruf, dass er sich lieber mit seinen Quellen in der Offiziers-Cafeteria traff, anstatt auf Pressekonferenzen zu erscheinen. Er baute sich seitdem ein großes Netz an Informanten auf, was seinen investigativen Arbeitsstil prägen sollte. Hierbei bediente er sich der Hausmitteilungen von Regierungsbehörden, um herauszubekommen, welche Beamten in den Ruhestand versetzt wurden oder durch Nonkonformismus aufgefallen waren.

Das zahlte sich erstmals aus, als er aufdecken konnte, dass die US-Army im Ausland Giftgas lagert. Die Redaktion der AP kürzte seines Berichtes und verlangte die Story abzuschwächen, was Hersh nicht wollte, sodass er kündigte und den Artikel an die New Republic verkaufte. 1968 engagierte er sich drei Monate für die Nominierung des demokratischen Senators Eugene McCarthy zum Präsidentschaftskandidaten als dessen Pressesprecher. Er erhoffte sich von ihm ein Ende des Vietnamkriegs. Nach diesem kurzen Ausflug in die Politik wandte er sich wieder dem Journalismus zu.[2]

Freelancer[Bearbeiten]

Hersh arbeitete als Freelancer für die New York Times und New Republic mit dem Schwerpunkt chemische und biologische Waffen. Dies führte 1969 zur Herausgabe seines ersten Buchs Chemical and Biological Warfare: America's Hidden Arsenal.[4] Unter anderem schilderte er dort den konkreten Einsatz dieser Waffen in Vietnam.

Der Kritiker David Rubien schrieb im Jahr 2000 rückblickend, dass dieses Buch bereits die typischen Charakterzüge von Hershs Werk repräsentierte. Auf der positiven Seite stehen, laut Rubien, die äußerst penible Recherche und das vollständige Durchdringen des Themas, wie es sich in Quellenapparat und Fußnoten manifestiere. Auf der negativen Seite verbuchte Rubien einen Schreibstil, der alles andere als einen neutralen Standpunkt einnähme, sodass Hersh sich selber ohne Not dem Vorwurf der Befangenheit aussetze. Dennoch meinte Rubien, dass Hershs Werk wegen der positiven Aspekte „überlebt”.[5]

My Lai[Bearbeiten]

Ebenfalls 1969 erlebte Hersh seinen Durchbruch auf internationaler Ebene. Einer seiner Informanten im Pentagon gab ihm einen Tipp bezüglich eines US-Offiziers, der wegen Mordes an Zivilisten in Vietnam angeklagt war. Dieser Leutnant namens William Calley war Kommandant einer Einheit, die 1968 im vietnamesischen Ort Son My (in der Sprache der US-Soldaten My Lai 4) ein Massaker an über 500 Männern, Frauen und Kindern verübt und so den gesamten Ort ausradiert hatte. Hersh besuchte Calley, und Calley ließ sich - angeblich nach reichlich Bier - zwar nicht zu einem Geständnis bringen, jedoch sagte er aus, dass er Anweisungen von höhrer Ebene hatte, für das was er tat. Das markierte in der Folge nicht nur Hershs Ruhm, sondern auch den endgültigen Stimmungsumschwung in Amerika in puncto Vietnamkrieg.

Hersh schrieb seine Story nieder und bot sie diversen Zeitungen an. Alle lehnten ab. Sie wollten mit der Sache nichts zu tun haben. Ein Freund von ihm David Obst, der den linken Nachrichtendienst Dispatch News Service betrieb, brachte die Geschichte vom Massaker von My Lai dann heraus.[2] Unerwartet kauften nun drei Dutzend renommierte Zeitungen den Artikel; auch das Fernsehen zeigte Interesse. In der Folge interviewte Hersh weitere Teilnehmer der an dem Massaker beteiligten Kompanie.

Hersh wurde wegen dieser Enthüllung scharf angegriffen und als Lügner bezeichnet. Davor gab es in der Öffentlichkeit immer nur verhaltene Kritik an bestimmten Aspekten der Kriegsführung, aber niemals die in der breiten Öffentlichkeit vorgetragene Anschuldigung, dass Kriegsverbrechen systematisch befohlen worden seien.

1970 legte Hersh mit seinem detaillierten Buch My Lai 4: A Report on the Massacre and Its Aftermath nach. Im selben Jahr bekam er für seine Arbeit den Pulitzer-Preis für internationale Berichterstattung und den begehrten George Polk Award.

Hersh begleitete den Prozess gegen Calley und beschrieb die Ermittlungen im Buch Cover-Up: The Army's Secret Investigation of the Massacre at My Lai. Das Buch verkaufte sich schlecht und Hersh machte dafür eine Stimmung verantwortlich, in der sich angesichts der nahenden Niederlage der USA keiner mehr für das Thema Vietnam interessiere.

Alle damaligen Artikel Hershs beruhten auf Recherchen in Washington und den USA. Erst 2014 reiste er erstmals nach My Lai und führte Gespräche mit Überlebenden und lokalen Experten.[6]

Weitere Enthüllungen[Bearbeiten]

Die New York Times stellte Hersh 1972 als Washington-Korrespondent fest ein, damit das Blatt einen eigenen Journalisten hatte, der der Watergate-Affäre nachspüren konnte. Das allerdings tat bereits das Hausblatt der Hauptstadt, die Washington Post besser mit Hershs ewigem Konkurrenten Robert Woodward, sodass der Erfolg mäßig blieb.[2] Dennoch folgten für Hersh bei der New York Times gute Zeiten, und er fügte der CIA und Henry Kissinger herbe publizistische Schläge zu. Im selben Jahr deckte Hersh in einem Leitartikel der Washington Post auf, dass die CIA versucht hatte, ein Buch des Historikers Alfred W. McCoy über umfangreiche Aktivitäten der CIA im Drogenhandel während des Vietnamkriegs zu zensieren.

1973 beschäftigte Hersh sich zum Beispiel mit den geheimen Bombardierungen Kambodschas. Er deckte zudem auf, dass Präsident Nixon Telefone des National Security Council und Pentagon seit 1969 abhören ließ.[4]

1974 veröffentlichte er seine Rechercheergebnise zur Rolle der CIA beim Staatsstreich gegen den demokratisch gewählte sozialistische Präsident Chiles Salvador Allende.[4] Ein weiteres Thema war die Bespitzelung von Vietnamkriegsgegnern durch die CIA im Inland unter dem Codenamen Operation CHAOS. Hershs Enthüllungen waren ein wesentlicher Anlass für die Einrichtung des Church Committees des US-Senats, das erstmals systematisch die Aktivitäten der US-Nachrichtendienste untersuchte.

Hersh recherchierte die Umstände des Azorian-Projekts, welches er Jennifer project nannte, in dem die CIA 1974 ein sechs Jahre zuvor gesunkenes sowjetisches U-Boot, die K-129, unter voller Geheimhaltung mit der Hughes Glomar Explorer gehoben hatten. Die CIA überzeugte im nationalen Interesse den Washingtoner Timesredaktionschef Clifton Daniels, die Story zurückzuhalten. Jedoch gelangten mehr und mehr Details der Mission an die Öffentlichkeit und auch die UDSSR wußte vom vorhaben der Amerikaner.[4] Im März 1975 veröffentliche die New York Times Hershs Artikel zum Thema; dies war die erste ausführliche Darstellung der Geschehnisse. Die Akten zum Projekt wurden erst 2012 freigegeben.[7]

1978 verließ Hersh die New York Times und schrieb in den folgenden vier Jahren an seinem Buch The Price of Power.[2] Bereits 1983 wurde sein Buch The Price of Power: Kissinger in the Nixon White House ein Bestseller. Es war der Höhepunkt der Anti-Kissinger-Arbeit von Hersh. Seine Gegnerschaft zu Kissinger begründete er mit dessen Befehlen zur Bombardierung von Zivilisten in Vietnam und Kambodscha. Hersh kommentierte dieses Engagement mit drastischen Worten:

“When the rest of us can't sleep we count sheep, and this guy [Kissinger] has to count burned and maimed Cambodian and Vietnamese babies until the end of his life.”

“Übersetzung: Wenn der Rest von uns nicht einschlafen kann, zählen wir Schafe, und dieser Kerl [Kissinger] muss bis zum Ende seiner Tage verbrannte und verstümmelte kambodschanische und vietnamesische Babys zählen.”

1986 publizierte Hersh einen Artikel in der New York Times[8] über den Machthaber, langjährigen CIA-Mitarbeiter und in die Iran-Contra-Affäre verwickelten Manuel Noriega, welcher drei Jahre später während der US-Invasion in Panama festgenommen und in die USA verbracht wurde, da er sich der Politik der USA zu widersetzen begann.[9] Laut Hersh habe Noriega Mitte der 1970er geheime Dokumente erhalten und diese an Kuba weitergereicht; der Machthabe verkaufte nach seinen Recherchen für drei Millionen Dollar darüber hinaus amerikanische Technologie an osteuropäische Länder, welche zu diesem Zeitpunkt dem Militärbündnis des Warschauer Pakt angehörten.[8] Im selben ja erschien zudem sein Buch The Target Is Destroyed: What Really Happened to Flight 007 and What America Knew About It, worin er dem Abschuß des koreanischen Passagierflugzeugs durch die Sowjetunion nachgeht.[4]

Als er 1991 in The Samson Option das geheime Atomwaffenprogramm Israels aufdeckte, erntete er hingegen weitgehend Desinteresse.[4] Dort bezeichnete er zum Beispiel den Presse-Magnat Robert Maxwell und dessen Mitarbeiter Nicholas Davies als Mossad-Agenten. Hersh wurde wegen Verleumdung angezeigt, aber die beiden verloren den anschließenden Prozess.

1997 versuchte er mit der Kennedy-Biografie The Dark Side of Camelot ein Comeback, was sich aber in das Gegenteil verkehrt.[4] Sein Ruf galt nun endgültig als ruiniert. Dennoch wurde das Buch zum Bestseller und die Reaktionen waren weit umfangreicher als das Buch selbst.

2000 veröffentlichte er im Magazin The New Yorker, dass im zweiten Golfkrieg eine vom Zwei-Sterne-General Barry McCaffrey geführte amerikanische Einheit an mehreren Massakern an irakischen Einheiten, die bereits kapituliert hatten, und an Zivilisten beteiligt war.[4] McCaffrey wehrte sich öffentlich gegen die Vorwürfe, die allerdings durch eine große Zahl an von Hersh geführten Interviews untermauert waren. Hersh zeigte in seinem 32seitigen Artikel auch, dass mehrere frühere Untersuchungen des Militärs zu den Vorwürfen unzureichend und einseitig waren.

Im selben Jahr erschien sein Buch über das Golfkriegssyndrom, in dem er den Kampf der von mysteriösen Symptomen betroffenen Kriegsveteranen des zweiten Golfkriegs gegen die Bürokratie des US-Militärs beschrieb.

9/11 und Abu Ghuraib[Bearbeiten]

Nach den Terroranschlägen am 11. September 2001 bekam Hersh wieder Auftrieb, indem er über Hintergründe und Schlampereien rund um das Attentat auf das World Trade Center schrieb. Im New Yorker erschien etwa der Artikel King’s Ransom[10] der auf die Finanzierung von al-Qaida und anderer extremister Gruppierungen durch die saudi-arabische Königsfamilie eingeht. Auch analysiert der Beitrag die Beziehungen des Königshauses zu der Administration von Präsident George W. Bush.[4]

Am 10. Mai 2004 schrieb er als erster Reporter über Folter im US-Gefängnis Abu Ghuraib im New Yorker:[4] „Keine entschuldigenden Aussagen oder politischer Spin konnten letzte Woche die Tatsache vertuschen, dass Präsident Bush und seine Chefberater seit den Anschlägen vom 11. September in einen Krieg gegen den Terrorismus verwickelt sind, in dem die alten Regeln nicht mehr gelten.“

Libanonkrieg 2006[Bearbeiten]

Am 14. August 2006 erschien in der Onlineausgabe des Magazins The New Yorker ein Artikel[11], in dem Hersh der offiziellen Darstellung des israelischen Angriffs auf den Libanon im Juli 2006 widersprach. Er zitierte darin zahlreiche anonyme amerikanische und israelische Quellen aus regierungsnahen Kreisen, denen zufolge Israel den Krieg bereits Monate vorher geplant habe. Außerdem sei auch die US-Regierung von Israel Monate vorher konsultiert worden. Diese Darstellung widersprach eklatant der offiziellen Version, nach der der israelische Angriff quasi als spontane Reaktion auf die Entführung zweier israelischer Soldaten erfolgt sei. Weiterhin berichtete Hersh, dass die US-Regierung den Feldzug gegen die Hisbollah als Testfall für einen amerikanischen Angriff auf den Iran gesehen und gefördert habe, der noch vor dem Ende der Amtszeit von Präsident George W. Bush geplant gewesen sei. Das offizielle Dementi der US-Regierung zu seinen Kernaussagen hatte Hersh dabei bereits vorab eingeholt und in seinen Artikel eingebaut.

Im September 2007 erhielt Seymour Hersh den Demokratiepreis der Blätter für deutsche und internationale Politik[12] für die von Hersh bei der Verleihung gehaltene Rede – laut Zeit[13].

politische Morde unter der Regierung von George W. Bush und Obama[Bearbeiten]

Am 10. März 2009 gab Hersh während einer Rede an der Universität von Minnesota[14] bekannt, dass er Erkenntnisse über eine geheime Exekutionseinheit besitze, die im Auftrag der US-Regierung Morde im Ausland verübe und direkt an Vize-Präsident Dick Cheney berichte. Ein weiterer Teilnehmer der Veranstaltung war der ehemalige US-Vizepräsident Walter Mondale, der erklärte: „Cheney und die anderen haben eine Regierung in der Regierung betrieben, die gegenüber dem Kongress nicht rechenschaftspflichtig war. Das ist schon beunruhigend.“ Die Spezialeinheit sei in mindestens 14 Ländern im mittleren Osten, Latein- und Mittelamerika. aktiv gewesen und habe Ziele anhand einer Liste liquidiert. Verantwortlich für das Joint Special Operations Command (JSOC) war von Mitte Mai 2009 an Stanley McChrystal, der zuvor das Spezialkommando von 2003 bis 2008 führte. Es habe die Zusage gegeben Executive Actions auszuführen. Dieser Begriff ist seit den fünfziger Jahren ein Synonym für politische Morde. Präsident Gerald Ford hatte nach dem Church-Ausschuß, in dem CIA-Mordpläne zu Staatsmännern und wichtigen Persönlichkeiten aufgedeckt wurden, per Erlaß EO 11905 vom 18. Februar 1976 die Executiv Action verboten. Dieses Verbot wurde vom Amtsnachfolger Präsident Ronald Reagan 1981 bekräftigt. Auch unter dem Nachfolger von McChrystal dem Drei-Sterne-Admiral William H. McRaven habe die Einheit des JSOC, solche Aktionen ausgeführt. Am Tag des Vortrags erschien ein Artikel in der New York Times, der berichtete das McRaven eine Unterbrechung der Kommandounternehmungen für zwei Wochen befahl, da es „so viele kollaterale Tote“ gegeben habe.[9]

Existenz und Auftrag der Exekutionseinheit wurden von Mitarbeitern der Bush-Regierung bestätigt. Laut dem ehemaligen Sicherheitsberater von Vizepräsident Cheney, John Hannah, sei das Vorgehen jodoch „völlig verfassungskonform und völlig legal“ gewesen und bestätigte, dass es „die Liste der autorisierten Ziele, die ohne Gerichtsverhandlung getötet werden können“, gegeben hat. Während der Präsidentschaft von George W. Bush wurde versucht den Verbotserlass zu umgehen, mit der Begründung politische Morde treffen nicht in Kriegszeiten zu, weil man sich im Krieg mit al-Qaida befinde. Bereits 1989 gab es unter der Administration Bill Clintons ein Geheimpapier, welches von der Rechtsabteilung des Verteidigungsministerium der Vereinigten Staaten stammte und in dem argumentiert wurde, dass das Mordverbot nur für eine „beabsichtigte Tötung“ ausländischer Führer gelte, aber bei einer „zufällige Tötung” während eines Putsches oder einer Invasion sei es ungültig. Der Sprecher des United States Special Operations Command, dem die Exekutionseinheit unterstand, wies den Vorwurf Hershs zurück und sagte aus, dass die Sondereinheiten „unter feststehenden Gefechts-Regeln und dem Gesetz von bewaffneten Konflikten“ operierten. Wann und in welchem Umfang die Exekutioseinheit in Afghanistan - nachdem Vizepräsident Cheney nicht mehr im Amt war - weiter tätig war bis dahin unklar.[9]

Horst Schäffer stellte zur Berichterstattung über Hershs Vorwürfe fest, dass diese in den amerikanischen Medien nur am Rande eine Rolle spielten und ausnehmend hiervon lediglich MSNBC sowie CNN berichteten. Auch drei Wochen nach der Rede Hershs stellte der National Intelligence Examiner fest das die fehlende Berichterstattung zu einer fehlenden Auseinandersetzung führe. Bis auf wenige Ausnahmen seien nach Schäffer etablierte Deutsche Medien ebenso „in ein komatöses, geradezu entlarvendes Schweigen verfallen.“[9]

Der Journalist und Experte für extralegale Hinrichtung Jeremy Scahill sagte, diese Dinge seien „im politischen Amerika” tabu, als er vom Nachrichtensender n-tv befragt wurde zu seinem Buch: Schmutzige Kriege. Amerikas geheime Kommandoaktionen, worin der Nachweis erbracht wird über das Vorhandensein der Exekutionseinheiten und die Verantwortlichkeit seitens Dick Cheney und Donald Rumsfeld. Er eklärte: „sie setzten die Einheit auf Steroide und ließen sie auf die Welt los. Das ging viele Jahre so [...].” Auch sei nach Amtsantritt von Barack Obamadas JSOC noch wichtiger geworden als es bereits war und wäre zentrale Methode mit dem Motto: „Wir werden den Sieg herbeitöten.”[15][16]

Giftgaseinsatz in Syrien[Bearbeiten]

Ürsprünglich vom New Yorker bestellt worden, aber abgelehnt und ebenso als Veröffentlichung in der Washington Post nicht publiziert,[17] erschien der Beitrag Whose sarin?[18] am 19. Dezember 2013 in der Literaturzeitschrift London Review of Books. In diesem setzte Hersh sich mit dem Giftgasangriff von Ghuta in Syrien vom 21. August auseinander und stellte die offizielle Darstellung der amerikanischen Regierung in Frage. Laut Hersh hatte die Obama-Regierung trotz gegenteiliger Behauptungen keinerlei Hinweise auf einen bevorstehenden Angriff mit dem Giftgas Sarin.[19] Die Medien hätten versagt, sie hätten die Verlautbarungen des Weißen Hauses ohne weiteres Nachfragen übernommen und die Erkenntnisse von Wissenschaftler ignoriert. Der Waffenexperten Theodore Postol vom MIT stellte in einer Studie fest, dass die verwendeten Raketen „sehr wahrscheinlich“ vor Ort hergestellt worden seinen. Dies jedoch widersprach der offiziellen Regierungsdarstellung, und wäre deshalb nicht durch die New York Times aufgegriffen worden, jedoch wurde zuvor vom gleichen Experten, in Zusammenarbeit mit Richard Lloyd, ein Artikel publiziert, der vom Nachweis des Sarin berichtete.[20] Vor dem Angriff hätte den US-Geheimdiensten Berichte vorgelegen, die aufzeigten, dass die Al-Nusra-Front in der Lage gewesen sei, größere Mengen des Kampfgases zu produzieren. Obama argumentierte in seiner TV-Ansprache am 10. September jedoch, dass Geheimdienstzeugen sowie UN-Inspekteuere die Regierung unter Baschar al-Assad als Täter indentifizierten, obschon die Organisation in den Kreis der Verdächtigen hätte mit eingeschlossen werden müssen. Die Medien berichteten zudem schon vor der Attacke, dass Al-Nusra zur Herstellung des Nervengas in der Lage gewesen wäre.[19][20] Unter Berufung auf einen ehemaligen hohen Geheimdienstmitarbeiter wären Informationen nachträglich gesammelt und manipuliert worden.[19] Der Uno-Bericht vom 16. September, ließe jedoch die Täterschaft offen, so Hersh. Die Ermittler vermerkten mit Sorgfalt, dass sie erst Zugang zu den Orten des Anschlags, mit fünf Tage Verzug erhalten hatten und nur unter der Kontrolle der Rebellen. "So wie an anderen Orten", warnte der Bericht, "waren die Örtlichkeiten vor Ankunft der Mission von anderen Personen gut besucht worden... Während der Zeit des Aufenthaltes an diesen Örtlichkeiten kamen Personen an, die andere verdächtige Waffen trugen, ein Hinweis darauf, dass derartiges potentielles Beweismaterial verschoben und möglicherweise manipuliert wird."[17]

Das Büro des US-Geheimdienstdirektors James Clapper, wies die Darstellung Hershs zurück; Informationen über die Al-Nusra-Front seinen nicht unterdrückt worden. Die US-Regierung hält es weiterhin für erwiesen, dass der Giftgaseinsatz Assads Regime verübt wurde;[21][22][23] eine US-Invasion in Syrien blieb jedoch aus.

In einem weiteren Investigativreport, The Red Line and the Rat Line,[24] erschienen am 14. April 2014 im London Review of Books stellte Hersh die offizielle Darstellung der US-Regierung abermals in Frage. Laut Hershs weiterer Recherche habe der britische Geheimdienst Proben des eingesetzten Sarins analysieren können und festgestellt, dass die chemische Zusammensetzung des verwendeten Gases keinem der Fertigungslose im Bestand der syrischen Armee entsprach. Die dadurch entstanden Zweifel hätten Obama, über die Stabschefs vorgetragen, dazu veranlasst den Angriff auf Syrien nicht zu befehlen. Laut Hersh deute vieles darauf hin, dass der Sarinangriff nicht von der syrischen Regierung, sondern eine Operation des türkischen Geheimdienstes und der Al-Nusra-Front unter falscher Flagge durchgeführt wurde, um die USA mittels der Täuschung eines Giftgasangriffs durch Assad zur Intervention in Syrien zu veranlassen.[25]

Sowohl die Regierung in Washington, als auch die Ankara wiesen den Bericht zurück. Das US-Außenministerium erklärte, es bestehe kein Zweifel an der Urheberschaft des Giftgasangriffs durch syrische Regierungstruppen. Der türkische Vizepremier Bülent Arinc meinte Hershs Ausführungen seien eine „glatte Lüge“.[26]

Ein im Internet erschienener Gesprächsmitschnitt deckte auf, dass höchste türkische Regierungsmitglieder, darunter auch der Ministerpräsident Recep Tayyip Erdoğan einen Angriff unter falscher Flage planten, der die Absicht verfolgte ein militärisches Eingreifen in Syrien zu provozieren. Es wurde seitens der türkischen Regierung versucht diesen Mitschnitt mit Internetzensur zu unterdrücken. Pierce Nahigyan sieht in diesem Umstand eine Erhöhung der Glaubwürdigkeit von Hershs Anschuldigungen und schrieb: „Die Länder sagten diese Verschwörung von Hersh ist zu schauerlich, um wahr zu sein. Ich bin sicher Herr Hersh ist daran gewöhnt. Er hört es nun schon seit 1969.“[27][28]

Tötung von Osama Bin Laden[Bearbeiten]

Hersh veröffentlichte am 10. Mai 2015 den Investigativreport The Killing of Osama Bin Laden[29] in der Literaturzeitschrift London Review of Books und enthüllte, dass die Regierung unter Präsident Obama die Öffentlichkeit systematisch über das Auffinden und die Erschießung Osama bin Ladens in der Nacht auf den 2. Mai 2011 getäuscht habe. Die Tötung Bin Ladens sei ein wichtiger Faktor bei Barack Obamas Wiederwahl gewesen, so Hersh, und er bestreitete die Darstellung, wonach es sich um eine rein amerikanische Aktion gehandelt hätte. Der Regierungs-Version zufolge spürten US-Geheimdienste Bin Laden nach langer, minutiöser Geheimdienstarbeit ohne Kenntnis oder Hilfe der pakistanischen Behörden auf; Soldaten einer Spezialeinheit SEALs erschossen Bin Laden im Alleingang während der Operation Neptune’s Spear in einem Feuergefecht, sein Leichnam wurde nach islamischen Regeln auf dem US-Flugzeugträger USS Carl Vinson auf See bestattet. Dies, so das Regierungs-Narrativ weiter, sei alles ohne Wissen und Zutun des pakistanischen Geheimdienstes oder Militärs geschehen.[30][31]

Im Widerspruch zur Darstellung der US-Regierung habe Hersh zu folge Bin Laden sich keineswegs in dem Komplex in Abbottabatt versteckt gehalten, sondern sei dort seit 2006 ein Gefangener des pakistanischen Militärgeheimdienstes Inter-Services Intelligence (ISI) gewesen,[32] nachdem Stammesführer im Hindukusch ihn verraten hatten.[33] Er lebte unter Hausarrest in dem Anwesen mit seinen Frauen inmitten der militärisch gesicherten Zone in Abbottabad, zwei Meilen von Pakistans nationaler Militärakademie Kakul, drei Meilen von einem Kommandostützpunkt der pakistanischen Armee sowie einer Geheimdienstbasis entfernt.[34] Das sei der Grund für Bin Ladens Unterbringung in Abbottabad gewesen, so habe ihn der ISI unter „permanenter Beobachtung“ behalten, erläuterte Hersh.[35][32] Der ISI nutzte Bin Laden als Druckmittel bei Verhandlungen mit den Taliban und al-Qaida (quid pro quod).[36] Saudi-Arabien habe Pakistan für die Unterbringung bezahlt, um im Gegenzug eine Abschiebung des saudi-arabischen Staatsbürgers zu verhindern. Auch drängten die Saudis darauf, nichts von Bin Ladens Aufenthalt an die Amerikaner zu verraten.[32].

Hersh beschreibt, dass im August 2010 ein ehemaliger ISI-Offizier dem Station Chief der CIA in der US-Botschaft in Islamabad, Jonathan Bank, Informationen zum Verbleib Bin Ladens lieferte.[33] Im Gegenzug erhielt er ein Teil des Kopfgeldes von 25 Millionen Dollar, die die USA nach 9/11 für Hinweise zur Ergreifung ausgesetzt hatten, zudem bekam er für sich und seine Familie die US-Staatsbürgerschaft, lebte in der Umgebung von Washington DC und wurde CIA-Berater.[37] Durch ihn sei Bin Ladens Aufenthaltsort den Amerikanern bekannt geworden.[32] Weder durch Waterboarding noch andere Arten der Folterung sei der Aufenthaltsort aufgedeckt worden.[38]

Auch bei der Vorbereitung und Ausführung der US-Militäroperation Neptune’s Spear durch die SEALs spielten Pakistans Armee und Geheimdienst laut Hersh eine stärkere Rolle, als bislang zugegeben worden sei.[39] Die Pakistanis stimmten der Bildung einer Vier-Mann-Zelle zu – ein SEAL, ein CIA-Agent und zwei Kommunikationsspezialisten durften ein Verbindungsbüro in Tarbela Ghazi, Standort einer Basis des ISI für verdeckte Operationen, aufbauen.[40] Vor dem Zugriff hätten die Pakistanis ihre Wachleute vom Anwesen abgezogen,[37] und der Strom sei in der Stadt abgeschaltet worden. Ein ISI Agent soll anschliessend die US Soldaten in das Anwesen und zu Bin Ladens Quatier geführt haben. Ein ehemaliger Kommandant der SEALs, der an ähnlichen Mission beteiligt war, habe Hersh erklärt, dass man Bin Laden nicht am Leben lassen wollte und sich die Soldaten bei derartigen Einsätzen im klaren wären, dass sie einen Mord begehen. Die Regierung der Vereinigten Staaten hatte dagegen seit Bin Ladens Tod wiederholt erklärt, man hätte ihn am Leben gelassen, wenn er sich sofort ergeben hätte.[29][41] Nach Hershs Darstellung habe Bin Laden bei seiner Erschießung jedoch nicht nach einer Waffe gegriffen, er habe auch nie versucht, seine Fraue als menschlichen Schutzschild zu benutzen.[33] Er sei vielmehr schwer erkrankt gewesen und es soll bei dem Einsatz zu seiner Ergreifung keine Gegenwehr gegeben haben.[35] Ebefalls sei kein „wahre[r] Schatz“ an terroristischen Dokumenten durch die SEALs sichergestellt worden, wie Obama nach der Operation der Presse sagte, der die Einblick in die Aktivitäten al-Qaidas gewährte und bewiese, dass Bin Laden innerhalb des Netzwerks nach wie vor „eine wichtige operationelle Rolle spielte“.[38]

Hersh zufolge hat auch die Seebestattung nie stattgefunden, wie zwei langjährige Berater von US-Spezialeinheit ihm bestätigt hätten. Der eine von beiden habe ihm berichtet, die Tötung Bin Laden sei „politisches Theater gewesen, um Obamas militärische Glaubwürdigkeit auf zu polieren... Bin Laden wurde zum Arbeitsinstrument.“[38] Der Andere berichtete, wie auf dem Rückflug zum US-Militärflugplatz im afghanischen Jalalabad über den Bergen des Hindukusch Bin Ladens Leichenteile, darunter auch der Kopf, in dem, „nur wenige Einschusslöcher“ waren aus dem Helikopter geworfen worden.[41] Denn nach der vor der Operation konstruierten Legende war zwischen dem ISI und der CIA vereinbart worden, dass Bin Laden bei einem Drohnenangriff im Hindukusch auf der afghanischen Seite der Grenze getötet worden sei. Jedoch war nach dem Helikopterabsturz die Frage zum Verbleib der Leiche und damit eine andere Cover-up Story erfunden worden, die dann die Seebestattung beinhielt.[33][35]

Hersh zitierte in seinem Artikel Carlotta Gall, während fast zwölf Jahren Afghanistan- und Pakistan-Korrespondentin der New York Times, die 2014 geschrieben hatte, der ISI habe von Bin Ladens Aufenthaltsort gewusst. Gall schrieb, Bezug nehmend auf Hershs Artikel im LBR: „Hershs Szenario erklärt ein Detail über die Nacht, als Bin Laden starb, das mich immer stutzig gemacht hat. Als einer der Helikopter abstürzte, seien bei der Polizei in Abbottabad Anrufe eingegangen. Sie hätten innert Minuten vor Ort sein können – wurden aber von der Armee zurückgepfiffen. So kam es, dass die Seals 40 Minuten ungestört in dem Anwesen ausharren konnten, bis ein Reserve-Helikopter eintraf. Erst danach sei die Armee aufgetaucht.“[42][43] Und Hersh verweis in seinem Artikel auch auf Imtiaz Gul, ein pakistanischer Experte für Sicherheitsfragen und Leiter des Thinktanks Centre for Research and Security Studies (CRSS) in Islamabad, der in seinem Buch The Most Dangerous Place, and Pakistan: Before and After Osama Bin Laden bereits 2012 publiziert hatte, dass ihn vier Agenten davon in Kenntniss setzten, dass das pakistanische Militär vorab von der US-Operation wusste. Hersh zitierte schließlich den ehemaligen Chef des ISI, General Asad Durrani: „Was Sie mir erzählen, ist im Prinzip das, was ich von früheren Kollegen gehört habe, die mit der Angelegenheit befasst waren“.[32]

Die für Hersh „größte Lüge“ sei, dass General Ashfaq Parvez Kayani, seinerzeit Chef der pakistanischen Armee, und General Ahmed Shuja Pasha, Chef des ISI, nicht informiert gewesen seien.[33][44] Seymour Hersh fasste am Ende seines Artikels zusammen: „Lügen auf höchster Ebene bleibt der modus operandi der US-Politik, einschliesslich geheimer Gefängnisse, Drohnenattacken, Nachteinsätzen von US-Spezialkräften, Umgehens des Dienstweges und Ausschlusses jener, die allenfalls Nein sagen.“[45][46]

Zentrale Punkte der Darstellung Herhs waren bereits 2011 in dem Blog von Raelynn Hillhouse, einer früheren Professorin der Politikwissenschaften und „Geheimdienstexpertin“, basierend auf anderen Quellen veröffentlicht worden.[47][48] Auch Sie bleibt bei Ihren Aussagen und fügt hinzu, dass sich Ihre Quellen von denen Hersh unterscheiden.[49][50] Und auch in Deutschland hatte der Pakistan-Experte Hein G. Kissling schon 2011 in einem Buch[51] geschrieben, dass: „Die Abbottabad-Operation der Amerikaner [...], auch wenn aus Washington und Islamabad offiziell anders lautende Erklärungen kommen, mit größter Wahrscheinlichkeit nach vorherigen Absprachen des CIA mit der ISI-Führung durchgeführt“ wurde. Der BND ging ebenfalls davon aus, dass ein kleiner Kreis innerhalb des ISI Kenntnisse hatte von Bin Ladens Präsenz in Abbottabad.[52] Carlotta Gall schrieb zudem von glaubwürdiger Seite erfahren zu haben, „dass es tatsächlich ein pakistanischer Armeeoffizier war... der der CIA sagte, wo sich Bin Ladin versteckte.“ Weiterhin wurde durch den Sender NBC, ein Teile von Herhs Report gestützt. Zwei Geheimdienstquellen hätten die Version des "Walk-in", also die Preisgabe des Informanten zum Versteck Bin Ladens gegenüber dem CIA-Mitarbeiter in der US-Botschaft bestätigt. Diese Meldung wurde später dahingehend korrigierte, dass der Überläufer nur eine aus mehreren Quellen wäre, die zur Ergreifung von Bin Ladens führte.[53]

Rezeption und Kritik des „The Killing of Osama Bin Laden“ Reports[Bearbeiten]

Die Veröffentlichung des Reports wurde durch mehrere US-Medien wegen großer Bedenken abgelehnt.[32] Das Weiße Haus, das Pentagon und die National Security Agency reagierten am 11. Mai mit Dementis auf Hershs Anschuldigungen. Obamas Sprecher, Josh Earnest, wies die Darstellung Hershs als einen „mit Ungenauigkeiten und blanker Unwahrheit gespickten“ Artikel zurück und der Vize-Sprecher des Nationalen Sicherheitsrates, Edward Price, sagte er enthalte „zu viele grundlose Anschuldigungen, um ihnen im Einzelnen nachzugehen“.[38] Der ehemalige stellvertretende und kommissarische CIA-Direktor Michael Morell meinte Hershs Quelle habe keine Ahnung wovon sie rede, und über die Anschuldigungen des Journalisten: „Jeder Satz, den ich gelesen habe, ist falsch.“[54] Der ehemaligen Sprecher der CIA Bill Harlow sagte Hershs Bericht „mache absolut keinen Sinn“[55][56] Rob O'Neill, ein ehemaliger Navy Seal, der laut eigener Angabe Bin Laden erschoß, widersprach ebenso der Schilderung Hershs in einem Interview mit Fox News.[54]

Der Bin Laden-Experte Peter Bergen bezeichnete Hershs Version als einen "Mischmasch aus Unsinn".[36] Hersh antwortete, gefragt zu Bergen: "Die Medien zitieren ihn. Er selbst sieht sich als Treuhänder aller Bin Laden Angelegenheiten."[57][58]

Für Beobachter erschien Hershs Enthüllung, als habe ein alternder Enthüllungsjournalist, "den Bezug zur Realität verloren". Die Veröffentlichung wurde mit "Hohn und Spott" kommentiert.[53] Paul Middelhoff schrieb im Tagesspiegel, dass Hersh um seine Glaubwürdigkeit kämpfe und diese wieder einmal auf dem Spiel stünde, da er sich "Mehrfach [...] jedoch auch in unhaltbare Anschuldigungen verrant" habe.[45] Kritiker bemängeln an Hersh Bericht, dass dieser sich im Wesentlichen auf "den einen Geheimdienstmitarbeiter" beruft, der anonym bleiben wolle. Zwar würden namentlich genannte Quellen der Version nicht widersprechen, jedoch lägen keine konkrete Beweise oder Dokumente vor, die Hershs Darstellung stützen würden.[36] Ansgar Graw und Uwe Schmitt zogen in der Welt zeitnah nach Veröffentlichung das Fazit: "Seymour Hersh wird in seinem Buch mehr Belege liefern müssen, als er es in seinem Aufsatz tat."[59]

Trevor Timm ein Mitbegründer der Freedom of the Press Foundation analysierte im Columbia Journalism Review die Berichterstattung der Medien über Hershs Behauptungen und bezeichnete diese als infam. Anstatt mit zusätzlichen Recherchen zu versuchen, die Details von Hershs Darstellung entweder zu untermauern oder zu widerlegen, sei die Berichterstattung der Medien hauptsächlich darauf ausgerichtet, den Überbringer der Nachricht zu attackieren.[60]

Auszeichnungen (Auswahl)[Bearbeiten]

Werke (Auswahl)[Bearbeiten]

  • Chemical and Biological Warfare: America's Hidden Arsenal. Anchor Books, Garden City 1968
  • My Lai 4: A Report on the Massacre and Its Aftermath. Random House, 1970
  • Cover-Up: The Army's Secret Investigation of the Massacre at My Lai. Random House, 1972
  • The Price of Power: Kissinger in the Nixon White House. Simon & Schuster, 1983
  • The Target Is Destroyed: What Really Happened to Flight 007 and What America Knew About It. Random House, 1986
  • The Samson Option: Israel's Nuclear Arsenal and American Foreign Policy. 1991 (dt. Atommacht Israel. Das geheime Vernichtungspotential im Nahen Osten. Droemer Knaur, 2000)
  • The Dark Side of Camelot. 1997 (dt. Kennedy: das Ende einer Legende)
  • Against All Enemies: Gulf War Syndrome, the War Between America's Ailing Veterans and Their Government. Ballantine Books, 2000
  • Vorwort in: Robert Baer: See No Evil: The True Story of a Ground Soldier in the CIA's War on Terrorism. 2003
  • Chain of Command: The Road from 9/11 to Abu Ghraib. HarperCollins, 2004. (dt. Die Befehlskette. Vom 11. September bis Abu Ghraib. Rowohlt, Reinbek 2004; Rezension)
  • mit Scott Ritter: Iraq Confidential: The Untold Story of the Intelligence Conspiracy to Undermine the UN and Overthrow Saddam Hussein. Nation Books 2005
  • Der Report des Generals. Wie Antonio Taguba, der den Abu-Ghraib-Skandal untersuchte, eines seiner Opfer wurde. Blätter für deutsche und internationale Politik 8/2007

Biographie über Hersh[Bearbeiten]

  •  Robert Miraldi: Seymour Hersh: Scoop Artist. University of Nebraska Press, USA, Potomac 2013, ISBN 978-1-61234-475-1 (englisch).
  •  Oliver Burkeman: Scoopht. The Guardian, Manchester 9. Oktober 2014 (englisch, online).

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatUnbekannt: Seymour Hersh Biographie. Internet Movie Database, Stand 20. Mai 2015, abgerufen am 19. Mai 2015 (eng).
  2. a b c d e f g h i j  Bernhard A. Drew: 100 most popular nonfiction authors: biographical sketches and bibliographies. Libraries Unlimited (Greenwood Publishing Group, Inc.), Westport, USA 2008, ISBN 978-1-59158-487-2, S. 166-168 (eng).
  3. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatJeff Wallenfeldt: Seymour Hersh. Encyclopædia Britannica, Inc., Stand: 13. Mai 2015, abgerufen am 20. Mai 2015 (eng).
  4. a b c d e f g h i j k Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatInvestigating Power: Seymour Hersh: Career Timeline. Stand 2011, abgerufen am 19. Mai 2015 (eng).
  5. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatDavid Rubien: Seymour Hersh. salon.com, 18. Januar 2000, abgerufen am 19. Mai 2015 (eng).
  6. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatSeymoue M. Hersh: The Scene of the Crime. The New Yorker online, 30. März 2015, abgerufen am 19. Mai 2015 (eng).
  7. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatWilliam Burr: Document Friday: The Origins of “Glomar” Declassified. The National Security Archive, 15. Juni 2012, abgerufen am 19. Mai 2015 (eng, Project Azorian The CIA's Declassified History of the Glomar Explorer, Memorandum of Conversation, "[Jennifer?]" Meeting, 19. März 1975).
  8. a b Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatSeymour M. Hersh: PANAMA STRONGMAN SAID TO TRADE IN DRUGS, ARMS AND ILLICIT MONEY. New York Times, 12. Juni 1986, abgerufen am 19. Mai 2015 (eng).
  9. a b c d Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatHorst Schäfer: Cheneys Killertruppe und das große Schweigen. Hintergrund, 14. August 2009, abgerufen am 19. Mai 2015.
  10. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatSeymour M. Hersh: King’s Ransom. The New Yorker online, 22. Oktober 2001, abgerufen am 19. Mai 2015 (eng).
  11. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatSeymour M. Hersh: Watching Lebanon. Washington’s interests in Israel’s war. The New Yorker online, 21. August 2006, abgerufen am 19. Mai 2015 (eng).
  12. "Blätter"-Demokratiepreis 2007 an den Journalisten Seymour Myron Hersh (Memento vom 14. Februar 2008 im Internet Archive)
  13. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatSeymour M. Hersh: »Wir haben ein Problem« von Seymour M. Hersh – Die Bush-Regierung hat sich von ihrem Volk und der Welt abgekoppelt. Eine Anklage.“ Die Zeit, 27. September 2007, abgerufen am 19. Mai 2015.
  14. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatAamir Mughal: Seymour Hersh, Dick Cheney & Secret Assassination Wing. blogspot.de, 28. Mai 2009, abgerufen am 19. Mai 2015 (eng).
  15. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatHubertus Volmer: Amerikas schmutzige Kriege "Obama füttert die Bestie. n-tv online, 24. Oktober 2013, abgerufen am 19. Mai 2015.
  16. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatJo Becker, Scott Shane: Barack Obama, der Herrscher über die Todesliste. Die Welt online, 2. Juni 2012, abgerufen am 19. Mai 2015.
  17. a b Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatSeymour M. Hersh: Wessen Sarin? voltairenet.org, 13. Februar 2014, abgerufen am 19. Mai 2015.
  18.  Seymour M. Hersh: Whose sarin?. In: London Review of Books. 19. Dezember 2013, S. 9-12.
  19. a b c Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatMartin Kilian: Das Weisse Haus und die manipulierten Daten. Basler Zeitung online, 8. Dezember 2013, abgerufen am 19. Mai 2015 (eng).
  20. a b Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatMatthias Kolb: Was wusste Obama über das Giftgas? Süddeutsche Zeitung online, 11. Dezember 2013, abgerufen am 19. Mai 2015.
  21. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatUS state department: White House statement to Congress. Verteidigungsministerium der Vereinigten Staaten, 13. Juni 2013, abgerufen am 19. Mai 2015 (eng).
  22. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatThe white house: Government Assessment of the Syrian Government’s Use of Chemical Weapons. Das Weiße Haus, 21. August 2013, abgerufen am 19. Mai 2015 (eng).
  23. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatUS Government for HumanRights: Secretary Kerry on Proof of Syria's Use of Chemical Weapons. HumanRights.gov, 19. September 2013, abgerufen am 19. Mai 2015 (eng).
  24.  Seymour M. Hersh: The Red Line and the Rat Line. In: London Review of Books. 14. April 2014, S. 21-24.
  25. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatBernhard Schmid: Rote Linie, Rattenlinie. Lettre International; Ausgabe 105, Sommer 2014, abgerufen am 19. Mai 2015 (eng, orig. Seymour M. Hersh: The Red Line and the Rat Line).
  26. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatFrank Nordhausen: Wer setzte in Syrien das Giftgas Sarin ein? Frankfurter Rundschau online, 9. April 2014, abgerufen am 19. Mai 2015 (eng).
  27. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatPierce Nahigyan: Seymour Hersh Links Turkey to Benghazi, Syria and Sarin. Foreign Policy Journal, 6. Mai 2014, abgerufen am 19. Mai 2015 (eng).
  28. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatLegionnaire77: Seymour M. Hersh: Turkey and Erdogan planned Sarin attack in Syria. liveleak.com, 10. Oktober 2014, abgerufen am 19. Mai 2015 (eng).
  29. a b  Seymour M. Hersh: The Killing of Osama bin Laden. In: London Review of Books. 21. [sic] Mai 2015, S. 3-12.
  30. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatChris Cuomo: Hersh: White House lied about the Osama bin Laden raid. CNN, 11. Mai 2015, abgerufen am 19. Mai 2015 (eng).
  31. Zeit Online: Kopfschuss in bin Ladens Festung; zeit.de ; 2. Mai 2011
  32. a b c d e f Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatHasnain Kazim: Informanten-Theorie: Journalist wirft USA Lügen über Bin Ladens Tod vor. Spiegel online, 11. Mai 2015, abgerufen am 19. Mai 2015.
  33. a b c d e Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatFrank Herrmann: US-Journalist wirft Obama Lügen rund um Bin Ladens Tod vor. Der Standard online, 11. Mai 2015, abgerufen am 19. Mai 2015.
  34. “The bin Laden compound was less than two miles from the Pakistan Military Academy, and a Pakistani army combat battalion headquarters was another mile or so away. Abbottabad is less than 15 minutes by helicopter from Tarbela Ghazi, an important base for ISI covert operations and the facility where those who guard Pakistan’s nuclear weapons arsenal are trained.”

  35. a b c Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatORF online: 25 Millionen für das Versteck Bin Ladens. Österreichischer Rundfunk, 11. Mai 2015, abgerufen am 19. Mai 2015 (eng).
  36. a b c Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatZeit online: US-Journalist Hersh bezichtigt Obama der Lüge. Die Zeit online, 11. Mai 2015, abgerufen am 19. Mai 2015 (eng).
  37. a b Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatFOCUS Online/Wochit: US-Journalist Hersh: Die USA erzählen der Welt Lügen über bin Ladens Tod. Focus online, 11. Mai 2015, abgerufen am 19. Mai 2015.
  38. a b c d Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatIgnaz Staub: Die Mär von Abbottabad. Journal 21, 15. Mai 2015, abgerufen am 19. Mai 2015.
  39. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatFOCUS Online/Wochit: "Obama lügt": Pakistan half bei Tötung von Terrorchef Osama Bin Laden. Focus online, 11. Mai 2015, abgerufen am 19. Mai 2015.
  40. “The Pakistanis agreed to permit a four-man American cell – a Navy Seal, a CIA case officer and two communications specialists – to set up a liaison office at Tarbela Ghazi for the coming assault.”

  41. a b Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatNiles Williamson: Seymour Hersh entlarvt offizielle Lügen über Bin Ladens Ermordung. Politik im Spiegel, 15. Mai 2015, abgerufen am 19. Mai 2015.
  42. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatCarlotta Gall: What Pakistan Knew About Bin Laden. New York Times, 19. März 2014, abgerufen am 19. Mai 2015 (eng).
  43.  Carlotta Gall: The Wrong Enemy: America in Afghanistan. Boston 2014 (eng).
  44. “The most blatant lie was that Pakistan’s two most senior military leaders – General Ashfaq Parvez Kayani, chief of the army staff, and General Ahmed Shuja Pasha, director general of the ISI – were never informed of the US mission.”

  45. a b Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatPaul Middelhoff: Lügen sind der Kern der US-Politik. Der Tagesspiegel, 14. Mai 2015, abgerufen am 19. Mai 2015.
  46. “High-level lying nevertheless remains the modus operandi of US policy, along with secret prisons, drone attacks, Special Forces night raids, bypassing the chain of command, and cutting out those who might say no.”

  47. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatJon Schwarz, Ryan Devereaux: Sy Hersh’s bin Laden Story First Reported in 2011 — With Seemingly Different Sources. The Intercept, 11. Mai 2015, abgerufen am 19. Mai 2015 (eng).
  48. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatRaelynn Hillhouse: Bin Laden Turned in by Informant - Courier Was Cover Story. „The Spy Who Billed Me“-Blog, 7. August 2011, abgerufen am 19. Mai 2015 (eng).
  49. “Hillhouse stands by the account, though. “I trust my sources — which were clearly different than his,” she writes. “I am, however, profoundly disappointed that he has not given credit to the one who originally broke the story.””

  50. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatAdam B. Lerner: Blogger accuses Seymour Hersh of ‘plagiarism’ for bin Laden raid story. politico.com, 11. Mai 2015, abgerufen am 19. Mai 2015 (eng).
  51.  Hein G. Kiessling: ISI und R&AW – Die Geheimdienste Pakistans und Indiens. Konkurrierende Atommächte, ihre Politik und der internationale Terrorismus. Verlag Dr. Köster, Berlin 2011, S. 420.
  52. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatRolf Tophoven: Berühmt berüchtigt: Dieser Geheimdienst hatte Terrorchef bin Laden unter Kontrolle. Focus online, 14. Mai 2015, abgerufen am 19. Mai 2015.
  53. a b Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatFriedericke Böge: Der mysteriöse Überläufer. Frankfurter Allgemeine Zeitung online, 15. Mai 2015, abgerufen am 19. Mai 2015. |kommentar= der im Artikel genannte Brigade General ist nicht die Person des "Walk-In" vgl. Kirstie Mccrum: Did London OAP tip-off CIA about the location of Osama Bin Laden?. Mirror, 20. Mai 2015
  54. a b Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatStephan Pruss: Harsche Kritik an Hersh. Tages-Anzeiger, 12. Mai 2015, abgerufen am 19. Mai 2015.
  55. “It makes absolutely no sense.”

  56. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatBryan Bender, Philip Ewing: U.S. officials fuming over Hersh account of Osama bin Laden raid. politico.com, 11. Mai 2015, abgerufen am 19. Mai 2015 (eng).
  57. “They quote him. He views himself as the trustee of all things Bin Laden.”

  58. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatIsaac Chotiner: I am not backing off anything I said. Slate, 16. Mai 2015, abgerufen am 19. Mai 2015 (eng).
  59. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatAnsgar Graw, Uwe Schmitt: Wie starb Terrorfürst Osama Bin Laden wirklich? Die Welt online, 11. Mai 2015, abgerufen am 19. Mai 2015.
  60. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatTrevor Timm: The media’s reaction to Seymour Hersh’s bin Laden scoop has been disgraceful. Columbia Journalism Review, 15. Mai 2015, abgerufen am 19. Mai 2015 (eng).
  61. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatFlorian Rötzer: CIA: Keine Hinweise auf iranisches Atomwaffenprogramm. 19. November 2006, abgerufen am 19. Mai 2015.
  62. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatYassin Musharbash: Libanon-Krieg: Bushs Blaupause für Angriff auf Iran. Spiegel online, 15. August 2006, abgerufen am 19. Mai 2015.