Seyyed Mohammad Hossein Behjat-Tabrizi

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Seyyed Mohammad Hossein Behjat-Tabrizi (persisch ‏سید محمدحسین بهجت تبریزی‎‎; * 1906 in Täbris; † 18. September 1988 in Teheran), besser bekannt unter seinem Autorennamen Shahriar (Shahryar, Shahriyar, ‏شهریار‎), war ein aserbaidschanisch-iranischer Dichter, der sowohl auf Persisch als auch Aserbaidschanisch schrieb.

Leben[Bearbeiten]

Behjat-Tabrizi wuchs in Täbris auf. Bedingt durch die Revolution zog er im Jahre 1906 zusammen mit seiner Familie nach Khoshginab. Hier lebte Shahriar bis 1912, ehe die Familie wieder nach Täbris zog. 1921 ging er nach Teheran, um dort seine Schulausbildung an der Dar al-Fonoun-Schule abzuschließen. 1924 begann er ein Studium der Medizin. Als er sich aber verliebte, brach er sein Studium ab, um nach Chorasan zu gehen. Er kehrte 1935 nach Teheran zurück und nahm eine Tätigkeit in der Agricultural Bank of Iran auf.

Behjat-Tabrizi publizierte sein erstes Gedichtsbuch 1929 mit Einleitungen von Mohammad-Taqi Bahar, Saeed Nafisi und Pezhman Bakhtiari. Seine Gedichte waren vor allem durch Hafis beeinflusst. Sein bekanntestes Gedicht Heydar Babaya Salam, welches er auf Aserbaidschanisch verfasste, wird als eines der besten modernen Gedichten in Azeri angesehen. Es wurde 1954 publiziert und wurde in der türkischen Welt mit Begeisterung aufgenommen. Es diente als Vorlage für verschiedene Theaterstücke.

Werke[Bearbeiten]

Beeinflusst durch die Werke Mirza Alakbar Sabirs, schrieb Shahriar im Alter von 7 Jahren (1913) sein erstes Gedicht in Azeri.

Sein zweites Gedicht verfasste er in Farsi:

من گناهکار شدم وای به من

مردم ازار شدم وای به من

(man gonahkar shodam vay be man

mardimazar shodam vay be man)

"Haydar Babaya Salam"

1954 wurde schließlich Haydar Babaya Salam publiziert. Es handelt von Shariyars Kindheit und den Erinnerungen an sein Dorf Khoshginab in der Nähe von Täbris, wo er aufwuchs. Heydar Bābā ist der Name eines Berges, der dem Dorf zugewandt ist.

Den ersten Teil des Gedichtes schrieb Behjat-Tabrizi in Teheran als er zu Besuch bei seiner Mutter war. Der Grund hierfür war, dass es Behjat-Tabrizi zum ersten Mal bewusst wurde, dass er seine Muttersprache allmählich verlernte und die Gespräche mit seiner Mutter nicht nur die Sprache, sondern auch die Erinnerungen an sein Dorf Khosginab ihm ins Bewusstsein riefen. Die Resonanz auf dieses Gedicht war bereits vor Veröffentlichung sehr positiv ("Harada oxuyurdum daş-divar ağlayırdı" - "Wo ich es auch vortrug, "die Steine und Wände fingen an zu weinen".). Als er wieder nach Täbris zurückkehrte, schrieb er den zweiten Teil von Haydar Baba.

Weblinks[Bearbeiten]