Shōkaku

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Shōkaku
Die Shōkaku 1941

Die Shōkaku 1941

p1
Schiffsdaten
Flagge JapanJapan (Seekriegsflagge) Japan
Schiffstyp Flugzeugträger
Klasse Shōkaku-Klasse
Bauwerft Marinewerft in Yokosuka
Kiellegung 12. Dezember 1937
Stapellauf 1. Juni 1939
Indienststellung 8. August 1941
Verbleib am 19. Juni 1944 nach U-Bootangriff gesunken
Schiffsmaße und Besatzung
Länge
257,50 m (Lüa)
Breite 26 m
Tiefgang max. 8,87 m
Verdrängung Standard: 25.675 ts
Maximal: 32.105 tn.l.
 
Besatzung 1.660
Maschine
Maschine 8 Kampon-Dampfkessel
4 Dampfturbinen
Maschinen-
leistung
160.000
Geschwindigkeit max. 34,20 kn (63 km/h)
Propeller 4
Bewaffnung

Flugabwehrartillerie

Flugabwehrartillerie ab 1942:

  • 8 × 2 Typ-89 12,7-cm-Kanone
  • 70 × Typ-96 25-mm-Kanone
Panzerung
  • Gürtelpanzer: 150 bis 203 mm
  • Panzerdeck: 170 mm
Sensoren

Oberflächen- und Luftsuche:

  • Typ 21 Radar
Ausstattung
Flugdeckabmessungen

240 m x 29 m

Flugzeugkapazität

1941:
18 A6M
27 D3A
27 B5N
12 Reserve

Die Shōkaku (jap. 翔鶴, dt. „fliegender Kranich“) war ein Flugzeugträger der Kaiserlich Japanischen Marine und Typschiff der Shōkaku-Klasse.

Geschichte[Bearbeiten]

Konstruktion und Bau[Bearbeiten]

Sie wurde in der Yokosuka Kaigun Kōshō (Marinewerft Yokosuka) gebaut. Der Träger lief am 1. Juni 1939 vom Stapel und wurde am 8. August 1941 in Dienst gestellt. Ihr Schwesterschiff war die Zuikaku.

Einsätze[Bearbeiten]

Zeichnung der Shōkaku

Im Pazifikkrieg gehörte sie der Kidō Butai an und nahm am Angriff auf Pearl Harbor teil. Im April 1942 war die Shōkaku an der Attacke im Indischen Ozean und an der Schlacht im Korallenmeer unter Konteradmiral Hara beteiligt. Bei letzterer wurde sie von drei, von Flugzeugen der USS Yorktown abgeworfenen, Bomben schwer getroffen und musste zwecks Reparatur zurück nach Japan. Durch die Bombentreffer wurden 108 Besatzungsmitglieder getötet. Ihre Flugzeuge waren hier an der Versenkung der USS Lexington beteiligt. Wegen der notwendigen Reparaturen nahm die Shōkaku an der Schlacht um Midway nicht teil.

Im August 1942 war die Shōkaku in der Schlacht bei den Ost-Salomonen eingesetzt und beschädigte im Kampf den amerikanischen Träger USS Enterprise. Ebenfalls mit seiner Schwester Zuikaku nahm der Flugzeugträger an der Schlacht bei den Santa-Cruz-Inseln im Oktober 1942 teil. Dort gelang es der Trägerkampfgruppe, die USS Hornet zu versenken. Im Gegenzug wurde die Shōkaku wiederum schwer beschädigt, konnte jedoch entkommen.

Untergang[Bearbeiten]

Nach der Niederlage von Midway war sie 1943 und 1944 einer der wenigen verbleibenden Träger der japanischen Kriegsflotte. Doch während der Schlacht in der Philippinensee bei Saipan am 19. Juni 1944 unter dem Oberkommando von Vizeadmiral Jisaburō Ozawa verlor sie beim sogenannten Truthahnschießen bei den Marianen fast alle Flugzeuge. Noch am selben Tag wurde sie vom amerikanischen U-Boot USS Cavalla versenkt. Die Cavalla schoss vier Torpedos, von denen mindestens drei trafen. Die Treffer verursachten mehrere Feuer und schwere Wassereinbrüche am Vorschiff auf der Backbordseite. Nach dem Ausfall der Maschinenanlagen und unkontrollierbaren Bränden in den Hangars war das Schiff nicht mehr zu retten. Der Befehl zum Verlassen der Shōkaku wurde gegeben. Durch die starke Neigung begannen brennende Flugzeuge im Hangar in Richtung Bug zu rutschen. Eine explodierende Fliegerbombe im Hangar entzündete Benzindämpfe in den unteren Decks, was eine schwere Explosion zur Folge hatte. Der Flugzeugträger begann zu sinken und ging, knapp drei Stunden nach den Torpedotreffern, unter.[1]

Neben der Stammbesatzung waren noch zusätzliche Mannschaften einer Luftwaffeneinheit an Bord, so dass 1.842 Personen auf der Shōkaku waren, von denen 1.272 mit dem Schiff untergingen, während lediglich 570 Mann gerettet werden konnten.

Wrack[Bearbeiten]

Das Wrack der Shōkaku wurde bislang nicht gefunden, ihr genauer Untergangsort ist umstritten.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Analyse des Untergangs der Shōkaku auf combinedfleet.com, gesichtet am 14. April 2011

Literatur[Bearbeiten]

  • Autorenkollektiv des Magazins Maru: WARSHIPS OF THE IMPERIAL JAPANESE NAVY - Shokaku-Klasse, Soryu, Hiryu, Unryu-Klasse, Taiho (ja: 空母 翔鶴・瑞鶴・蒼龍・飛龍・雲龍型・大鳳) Kōjinsha, Tokyo 1996, ISBN 978-4769807766

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Shōkaku – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien