Shan-Staat

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21.63333333333398.216666666667Koordinaten: 22° N, 98° O

ရှမ်းပြည်နယ်
Shan-Staat
Flag of the Shan State.svg
Hauptstadt Taunggyi
Fläche 155.800 km²
Bevölkerung 4.702.000 (1999)
Ethnien Shan, Bamar,
Chinesen, Karen, Va
Kachin-Staat Sagaing-Division Mandalay-Division Chin-Staat Magwe-Division Rakhaing-Staat Kayah-Staat Bago-Division Yangon-Division Irawadi-Division Mon-Staat Kayin-Staat Tanintharyi-Division Shan-Staat Laos China China Bangladesch Indien Indien ThailandShan State in Myanmar.svg
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Der Shan-Staat (birmanisch ရှမ်းပြည်နယ်, BGN/PCGN: shanbyinè) ist eine der vierzehn Verwaltungseinheiten in Myanmar. Es ist die größte dieser Verwaltungseinheiten und umfasst annähernd ein Viertel der Gesamtfläche des Landes.

Geographie[Bearbeiten]

Der Shan-Staat grenzt im Norden an China, im Osten an Laos und im Süden an Thailand. Die Westgrenze bilden die myanmarischen Mandalay- und Sagaing-Divisions, nordwestlich schließt sich der Kachin-Staat sowie im Südwesten der Kayah- und der Kayin-Staat an. Der überwiegende Teil des Shan-Staats ist bergiges Gelände. Im Norden und Süden gibt es höhere Berge. Der Staat wird ungefähr in der Hälfte vom von Nord nach Süd fließenden Saluen (Thanlwin) geteilt.

Bevölkerung[Bearbeiten]

Die Täler und Hochebenen sind von den Shan bevölkert. Ihre Sprache und Riten ähneln denen der Thai, Dai und Laoten. Sie sind hauptsächlich Theravada-Buddhisten und überwiegend in der Landwirtschaft beschäftigt. Neben den Shan leben hier noch Bamar, Birmanische Chinesen und Karen. In den Bergen sind kleine Volksstämme wie beispielsweise die Wa anzutreffen.

Geschichte[Bearbeiten]

Das heutige Myanmar (Birma) wurde vom 13. bis zum 16. Jahrhundert primär von den Shan dominiert, durch die Königreiche Ava und Sagaing. In den darauffolgenden Jahrhunderten zerfiel das Shan-Reich in mehr als 30 Einzelstaaten, und die meisten von diese standen in Tributverhältnissen zum Königreich Birma. 1887, nach dem dritten Britisch-Birmanischen Krieg, übernahmen die Briten die Herrschaft über die Shan-Staaten. Dabei behielten die Fürsten (sawbwa) der Einzelstaaten (Mong) ihre Macht. Die Briten mischten sich recht wenig in die inneren Angelegenheiten dieser Staaten ein. 1922 wurden die Shan-Staaten in den Federated Shan States zusammengefasst. Die Staaten der Wa traten diesem Zusammenschluss nicht bei. Am 12. Februar 1947 wurde der Shan-Staat geschaffen, welcher außer den Gebieten der Föderation auch die Gebiete der Va umfasste.

Die Gründung des Shan-Staats war ein Ergebnis der Panglong-Konferenz, wo neben den Shan auch die Völker der Jingpo und Chin ihren Beitritt zu einer künftigen Union of Burma erklärten. Im Abkommen von Panglong behielten sich die Shan das Recht vor, nach 10 Jahren die Union zu verlassen.

1959 wurde unter dem birmanischen Premierminister Ne Win die Macht der Fürsten im Shan-Staat aufgehoben. Die meisten Fürsten gingen ins Exil. 1962 putschte das Militär unter Ne Win unter anderem mit der Begründung, der Coup würde ein Abspalten des Shan-Staats von Birma verhindern. Der Shan-Staat wurde von birmanischen Truppen besetzt, die politischen Führer der Shan verhaftet und ermordet und die traditionellen Strukturen und autonomen Rechte der Shan abgeschafft. Der Putsch löste Kämpfe für Unabhängigkeit in den Shan-Staaten aus, die bis heute anhalten, siehe Shan State Army-South. Des Weiteren setzt sich die United Wa State Army für einen von den Shan unabhängigen Wa-Staat ein.

Ab 1996 wurden immer weitere Landstriche im zentralen Shan-Staat durch Massenvertreibungen und Zwangsumsiedlungen entvölkert. Die Dörfer wurden niedergebrannt und die Felder zerstört. Diese Gebiete wurden zu Free Fire Zones erklärt, in denen das Militär auf alles schießt, was sich bewegt.

Blick auf Taunggyi, die Hauptstadt des Shan-Staats
Dorf im Norden des Shan-Staats, 2001

Siehe auch[Bearbeiten]