Shanzhai-Markt

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Plagiat eines adidas-Schuhs (Markenname „adibos“)

Als Shanzhai-Markt (Shan Zhai; chinesisch: 山寨; Pinyin: shānzhài), wird der graue Markt von unlizenzierten Produktherstellern bezeichnet, die Produktfälschungen oder Plagiate herstellen und vertreiben.

Begriffsgeschichte[Bearbeiten]

Das Wort Shanzhai hat auch einen sprachlichen Bezug zum chinesischen Wort Bergdorf (山寨, shānzhài), womit nicht kontrollierbare Herstellungsorte im Hinterland gemeint sind.

Der Begriff shānzhài kam in der traditionellen chinesischen Sprache erstmals während der Song-Dynastie auf und konnte sich im Sinne des Bergdorfes auf ein „verwunschenes Dorf“ beziehungsweise eine „belagerte Bergfestung“ beziehen. Tapfere Helden kämpften dabei ursprünglich gegen unerbetene, korrupte Regierungsbeamte. Später erhielt der Begriff eine herabwürdigende Konnotation; aus Helden wurden Räuber. Mit der Öffnung Chinas für die internationalen Märkte, mutierte der Begriff im Zuge sich etablierender Produktpiraterie zum Inbegriff gefälschter Ware und Diebstahl geistigen Eigentums.[1]

Prognose[Bearbeiten]

Nach Expertenaussagen soll der Shanzhai-Markt für Mobiltelefone bis zum Jahr 2013 um 8 % jährlich ansteigen.[2]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Thomas Rommel (Hrsg.), Plagiate - Gefahr für die Wissenschaft?: Eine internationale Bestandsaufnahme, S. 211
  2. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatWolfgang Hascher: Wo sind 200 Mio. Handy-Chips geblieben? elektronik.net, 3. September 2009, abgerufen am 21. Mai 2012.