Shape-CD

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Bisher sind keinerlei Quellen angegeben. --DF5GO • 23:42, 10. Jan. 2013 (CET)
Von links nach rechts:
1. Standard-CD (⌀ 12 cm)
2. Mini-CD (⌀ 8 cm)
3. Visitenkarten-CD (⌀ 8 cm, rechteckig)
4. Visitenkarten-CD (⌀ 8 cm, oval)

Eine Shape-CD (auch Shape Disc, ShapeCD oder fachlich formgeschnittene CD) ist eine CD, deren Konturen von der üblichen Kreisform abweichen. Diese Sonderform der CD wurde in den frühen 1990ern von dem Berliner Musikproduzenten Mario Koss entwickelt.[1]

Eine Shape Disc kann wie eine normale CD Audio-, Video- oder andere Dateien enthalten, jedoch ist die Datenmenge meist sehr begrenzt, da ein großer Teil der beschreibbaren Fläche der CD herausgeschnitten wird.

Shape-CD ist ein geschützter Name für die fachlich als formgeschnittene CDs bezeichneten Shape-Disks. Die Shape-CD wird von der gleichnamigen Firma in Deutschland produziert und vertrieben. Die formgeschnittene CD wird oder wurde auch unter unterschiedlichen Namen von anderen Herstellern, insbesondere CD-Presswerken, produziert und verkauft, wie zum Beispiel Fun-CD, Cool-Disc und weitere.

Technik[Bearbeiten]

Die Formgebung einer Shape-CD/DVD sollte möglichst ausgewogen, symmetrisch und mit dem Flächenschwerpunkt in der Mitte aufgebaut sein. Dadurch wird Unwucht beim Lauf vermieden. Jede Shape-CD/DVD braucht einen Konturmaster, der anzeigt, welche Kontur das Design haben muss, um in den gängigen CD/DVD-Playern lauffähig zu sein. Durch die besondere Form der CD/DVD sind die Shape-CDs nicht in allen Laufwerken verwendbar. Der Hauptgrund dafür sind die Unwuchten, die durch die unrunde Form asymmetrischer Shape-CDs entstehen. Sie können bei höheren Geschwindigkeiten dazu führen, dass das Laufwerk beschädigt wird. Diese Beschädigung kann durch einen Adapter verhindert werden, der zum Beispiel auch bei Slot-In-Laufwerken notwendig ist. Aus diesem Grund tragen die meisten Shape Discs eine Aufschrift, die davor warnt, den Datenträger in Autoradios oder CD-Wechslern zu benutzen.

Erscheinungsformen[Bearbeiten]

Sägezahn-CD von Die Toten Hosen aus dem Jahr 1992

Die so genannten Visitenkarten-CDs gewinnen trotz all dieser Nachteile in diesen Jahren zunehmend an Bedeutung, auch weil sie keine Unwucht wie andere Shape-Disks aufweisen. Diese besondere Art der Werbung wird vor allem durch Unternehmen in der Computer- und IT-Branche verwendet um auf ein spezielles Produkt, jedoch meistens auf das Unternehmen selbst aufmerksam zu machen. Diese CDs enthalten zum Beispiel Lieder, Präsentationen, Werbetexte oder -filme, Adressdaten oder Bilder.

Ebenfalls erhältlich sind

  • normale Musik-CDs mit wenigen Titeln, zum Beispiel von Shania Twain, Jon Bon Jovi, Die Toten Hosen, die Sugababes und die Backstreet Boys.
  • Shape-DVDs, die wie Shape-CDs funktionieren, jedoch eine größere Datenmenge fassen können,
  • Ticket-CDs, die als Eintrittskarte gültig sein können, zum Beispiel für Musikkonzerte verkauft werden und einen Titel des Künstlers enthalten (dies wurde unter anderem bei einem Konzert von DJ BoBo angewendet, allerdings enthielt diese CD keine Musik, sondern eine Sprachbotschaft von DJ BoBo),
  • Shape-CDs, die mit einem Magnetstreifen, einem Barcode oder einer Chipkarte kombiniert werden
  • sowie beschreibbare, durchsichtige oder duftende Shape Discs (sog. Aroma-CDs).

Alle genannten Erscheinungsformen haben meist eine symmetrische Form. Die bis etwa 1998 populären asymmetrischen Shape-CDs sind heute regulär nicht mehr neu erhältlich, da besonders hier die Unwucht zu stark ist.


Weblinks[Bearbeiten]

 Wiktionary: CD – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
 Commons: Compact disc – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Ulrich Schäfer: Die neue Gründerzeit. In: Der Spiegel 13. Januar 1997, abgerufen am 14. Februar 2014.