Sharehoster

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Als Sharehoster, One-Click-Hoster, Filehoster oder Cyberlocker[1] werden Internetdienstanbieter bezeichnet, bei denen der Anwender Dateien unmittelbar mit oder ohne vorherige Anmeldeprozedur speichern kann.

Das Hochladen geschieht in der Regel über die Website des Anbieters. So wird außer einem Browser meist kein zusätzliches Programm zur Übertragung benötigt. Nach dem Hochladen erhält der Anwender eine URL, unter der die Datei angezeigt bzw. heruntergeladen werden kann. Oft besteht die Möglichkeit, die hochgeladene Datei mittels eines beim Upload erhaltenen Codes (Lösch-URL) wieder zu löschen. Bei Dateiaustauschdiensten besteht die Möglichkeit, hochgeladene Dateien mit anderen Anwendern zu tauschen.

Einschränkungen[Bearbeiten]

Sicherheit[Bearbeiten]

Jeder, der die Downloadadresse kennt, kann eine einmal hochgeladene Datei herunterladen.

Einige Sharehoster speichern die IP-Adressen der Uploader zusammen mit Uhrzeit und Datum.

Liegt der Zeitpunkt des letzten Downloads einer gehosteten Datei eine bestimmte Zeit zurück, wird die Datei häufig automatisch gelöscht, jedoch in der Regel nur bei nicht zahlenden Kunden. Daher eignen sich solche Dienste nur unter bestimmten Umständen als Online-Datenspeicherungsmedien. Dienste, die als Cyberlocker bezeichnet werden, sind meist auf eine längere Speicherung von Dateien angelegt und funktionieren dadurch als eine Art virtuelle Online-Festplatte.[1]

Übertragungsgeschwindigkeit[Bearbeiten]

Viele Sharehoster schränken den Funktionsumfang und die Übertragungsgeschwindigkeit für nicht zahlende Nutzer ein und bieten alternativ einen kostenpflichtigen Zugang an, der weniger oder keine Einschränkungen aufweist. Teilweise wird auch Bannerwerbung eingesetzt.

Hochladen[Bearbeiten]

Die maximale Größe einer Datei ist bei den meisten Anbietern auf einige hundert Megabyte beschränkt. Vereinzelt werden auch kostenfrei Uploads mit einer Größe von zwei Gigabyte bis zu fünf Gigabyte angeboten. Größere Volumina sind möglich, meist aber nicht kostenfrei.

Herunterladen[Bearbeiten]

Für Nutzer des kostenlosen Angebots fällt bei vielen Sharehostern vor dem Download eine 3- bis 150-sekündige Wartezeit an, in der oftmals Werbung eingeblendet wird. Manche Hoster fordern zusätzlich zur Eingabe eines CAPTCHA auf, um den automatisierten Download durch Download-Manager zu verhindern. Nach dem Download bleibt die IP-Adresse bei einigen Filehostern für nicht zahlende Nutzer oftmals für mehrere Stunden gesperrt, bevor eine weitere Datei heruntergeladen werden kann.

Imagehoster[Bearbeiten]

Ein Imagehoster (oder Bilderhoster) ist ein Dienst, der Bilder innerhalb eines Netzwerkes speichert (hostet). Auch in Deutschland hat sich die englische Bezeichnung etabliert. Im näheren Sinne versteht man darunter ein im Internet angesiedeltes Angebot, welches das Hochladen, Betrachten und durch Download das Verteilen der Bilder ermöglicht. Sowohl das Hochladen, Hosten und Herunterladen kann mit Kosten und einer Anmeldung belegt sein. Einige Dienste beschränken ihr Angebot inhaltlich oder für bestimmte Nutzerkreise. Insbesondere verbieten viele öffentlich verfügbare Imagehoster anstößige oder rechtswidrige Inhalte.

Proprietäre Dienste[Bearbeiten]

Zu den verbreiteten proprietären Imagehostern zählen Flickr, Picasa, ImageShack, Panoramio, Fotocommunity.de, Directupload, locr und Photobucket.com. Einige Imagehoster bieten zusätzliche Möglichkeiten an, wie beispielsweise das Verwalten verschiedener Auflösungen. Auch ist es möglich, seine hochgeladenen Bilder per Lightbox aufrufen zu lassen, so lange die Zielwebsite wie Foren die Einbindung von Skripten und HTML unterstützt.

Weitere mögliche Anwendungen[Bearbeiten]

Sharehoster eignen sich besonders zur Übertragung größerer Dateien an bestimmte Personen, da ein Versand per E-Mail häufig an den technischen Rahmenbedingungen scheitert. So begrenzen viele kostenlose E-Mail-Anbieter die maximale Größe von zu versendenden E-Mails auf einige wenige Megabyte, was beispielsweise nicht für den Versand eines mit einer modernen Digitalkamera erstellten Fotoalbums ausreicht.

Einige Sharehoster bieten hier spezielle Funktionen, wie zum Beispiel Fotogalerien und die Wiedergabe multimedialer Inhalte.

Oft werden die Links auch öffentlich verteilt, um die Datei einem größeren Publikum zur Verfügung zu stellen oder die eigenen Server zu entlasten. So wurde zeitweise der Sharehoster Stepload von den Betreibern der deutschen Qip-Website zur Bereitstellung einer neuen Softwareversion als Mirror verwendet, da die eigenen Serverkapazitäten dem großen Nutzeransturm nicht mehr standhalten konnten.

Kontroverse[Bearbeiten]

Durch die enorme technische Infrastruktur einiger Sharehoster werden diese auch zur illegalen Verbreitung urheberrechtlich geschützter Inhalte (Software, Musik, Filme) genutzt und stehen deshalb häufig in der Kritik der Rechteinhaber.

Der Markt der Sharehoster war teilweise hart umkämpft und so versuchten einige Anbieter mit Premiumangeboten Uploader zu locken und zu motivieren: Angemeldete Nutzer konnten an einem Affiliate-Programm teilnehmen, bei dem nach bestimmten Mengen von Downloads der von ihnen hochgeladenen Dateien Prämien ausgezahlt wurden. Das führte zu weiterer Kritik (vgl. Weblinks), da somit teilweise mit der Verbreitung urheberrechtlich geschützter Werke Geld verdient wurde.

Im Januar 2012 wurde Megaupload, einer der größten Sharehoster, vom FBI in internationaler Zusammenarbeit auf Betreiben von Rechteinhabern geschlossen und die Betreiber verhaftet.[2] In einer Reaktion darauf soll es laut Medienberichten zu panikartigen Reaktionen bei anderen Sharehostern gekommen sein. Viele Anbieter sperrten daraufhin massenweise Accounts und Dateien, froren ihre Affiliate-Programme ein, schlossen ihre Dienste für die öffentliche Nutzung oder stellten den Service teilweise ganz ein.[3][4]

Auch der Schweizer Anbieter Rapidshare lieferte sich einen mehrjährigen Rechtsstreit mit der deutschen GEMA.

Literatur[Bearbeiten]

  •  Daniel Hofmann: Heimliche Riesen im Netz – Vergemeinschaftung um Sharehoster am Beispiel einer Online-Tauschbörse. GRIN Verlag, 2008, ISBN 9783640211814 (76 Seiten).

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Internet for Beginners: Cyberlocker: What Is a Cyberlocker? Why Are They Considered Music Pirate Tools?, geschrieben von Paul Gil, abgerufen am 28. Januar 2012
  2. FBI: Justice Department Charges Leaders of Megaupload with Widespread Online Copyright Infringement, 19. Januar 2012, abgerufen am 28. Januar 2012
  3. Heise Online: Erste Sharehoster blasen zum Rückzug, 23. Januar 2012, abgerufen am 28. Januar 2012
  4. Heise Online: Nach Megaupload-Razzia: Sharehoster in Panik, 24. Januar 2012, abgerufen am 28. Januar 2012

Weblinks[Bearbeiten]