Sherab Gyatsho (Gelugpa)

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Tibetische Bezeichnung
Tibetische Schrift:
ཤེས་རབ་རྒྱ་མཚོ་
Wylie-Transliteration:
shes rab rgya mtsho
Chinesische Bezeichnung
Vereinfacht:
喜饶嘉措

Sherab Gyatsho (tib.: shes rab rgya mtsho; * 1884 in Amdo im heutigen Autonomen Kreis Xunhua der Salar im Südosten der Stadt Haidong in der chinesischen Provinz Qinghai; † 1968) war ein chinesischer Priester und Gelehrter der Gelug-Tradition des tibetischen Buddhismus und Politiker tibetischer Herkunft.

Leben[Bearbeiten]

Als Kind wurde er Mönch im Kloster Gori Dratshang,[1] später setzte er seine Studien im Kloster Labrang in Gansu fort. Dann ging er nach Tibet und setzte seine Studien in Lhasa im Drepung-Kloster fort. Er absolvierte sein Studium im Alter von zweiunddreißig Jahren mit dem Geshe-Lharampa-Grad, dem höchsten Geshe-Grad. Er war an der Herausgabe der Gesammelten Werke von Butön Rinchen Drub, des Lhasa-Kanjur und der Gesammelten Werke von Desi Sanggye Gyatsho beteiligt. Er war ein Vertrauter des 13. Dalai Lama: Nach dessen Tod verließ er Tibet und schloss sich den chinesischen Kommunisten an.[2] Nach Gründung der Volksrepublik China war er Vizepräsident der Regierung der Provinz Qinghai und Direktor des Kultur- und Erziehungskomitees, Mitglied des ersten und zweiten Nationalen Volkskongresses, der zweiten, dritten und vierten Politischen Konsultativkonferenz des Chinesischen Volkes und Präsident der Chinesischen Buddhistischen Vereinigung. Zu Beginn der Kulturrevolution wurde er verhaftet.[3] Er leitete wiederholt chinesische buddhistische Delegationen auf Reisen nach Nepal, Kambodscha, Burma, Sri Lanka und Indien.[4] Er übersetzte Tsongkhapas „Lamrim Chenmo“ („Große Darlegung des Stufenwegs“), worin die Mahayana-Lehren von Nagarjuna und Asanga zusammengefasst werden, ins Chinesische. Seine Wiedergeburt wurde 1976 in der Nähe des Labrang-Klosters gefunden.[5]

Werke[Bearbeiten]

  • Meister Sherabs gesammelte Werke
  • Einführung in die tibetische Kultur

Literatur[Bearbeiten]

  • Heather Stoddard: “The Long Life of rDo-sbis dGe-bšes Šes-rab rGya-mcho (1884-1968),” in Helga Uebach and Jampa L. Panglung, ed., Tibetan Studies: Proceedings of the 4th Seminar of the International Association for Tibetan Studies. Munich; Kommission fur Zentralasiatische Studien, 1988, pp. 465-471.
  • Brenton Sullivan: Sherap Gyatso (1884-1968) and His Contributions to Buddhist Education and Sino-Tibetan Relations
  • Karma-phun-tshogs, Karma Phuntsho: 'Mipham's dialectics and the debates on emptiness: to be, not to be or neither
  • Yang Xiaoping. "Xirao Jiacuo dashi shengping shilüe (Kurze Biografie des Meisters Shes rab rgya mtsho)." In Wenshi ziliao xuanji, Zhongguo renmin zhengzhi xieshang huiyi quanguo weiyuanhui und Wenshi ziliao yanjiu weiyuan hui (Hrsg.). Beijing: Wenshi ziliao chubanshe. 1984.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise und Fußnoten[Bearbeiten]

  1. tib. dga' ldan 'phel rgyas gling (sgo ris grwa tshang), chin. Gulei si 古雷寺 in Zentral-Amdo im Gebiet der Tibetischen Gemeinde Daowei (chin. Daowei Zangzu xiang 道帏藏族乡; tib. rDo-sbis) im Südosten von Xunhua, Provinz Qinghai. - Zum Ort siehe die Weblinks Daowei Tibetan Village (Daowei Zangzu Xiang), Dowei (Ch: Daowei) Stone Architecture, Daowei Temple, DaoweiTownship, Xunhua, Qinghai und Plateau Stone Architecture.
  2. namtso.de: Geshe Sherab Gyatso (gefunden am 15. Januar 2010)
  3. namtso.de: Geshe Sherab Gyatso (gefunden am 15. Januar 2010)
  4. fodian.goodweb: Xiraojiacuo (gefunden am 15. Januar 2010)
  5. namtso.de: Geshe Sherab Gyatso (gefunden am 15. Januar 2010)