Sherlock – Der Reichenbachfall

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Folge der Serie Sherlock
Titel Der Reichenbachfall
Originaltitel The Reichenbach Fall
Produktionsland Vereinigtes Königreich
Originalsprache Englisch
Länge 88 Minuten
Altersfreigabe FSK 12
Einordnung Staffel 2, Folge 3
6. Folge insgesamt
Erstausstrahlung 15. Januar 2012 auf BBC One
Deutschsprachige
Erstausstrahlung
28. Mai 2012 auf Das Erste
Stab
Regie Toby Haynes
Drehbuch Stephen Thompson
Produktion Elaine Cameron
Musik David Arnold,
Michael Price
Kamera Fabian Wagner
Schnitt Tim Porter
Besetzung
Synchronisation

  Hauptartikel: Synchronisation

Episodenliste

Der Reichenbachfall (Originaltitel: The Reichenbach Fall) ist der Titel einer Folge aus der britischen Fernsehserie Sherlock. Sie ist die dritte und letzte Episode der zweiten Staffel. Die Folge wurde erstmals am 15. Januar 2012 von der BBC ausgestrahlt, die deutsche Premiere war am 28. Mai 2012 im Ersten.

Handlung[Bearbeiten]

John Watson sucht seine Therapeutin auf, da er den Tod seines Freundes Sherlock Holmes nicht verkraften kann. Die eigentliche Geschichte wird dann in einer Rückblende erzählt. Es werden dankbare Klienten gezeigt, für die Holmes Fälle gelöst hatte, wodurch er teils unerwünschte Aufmerksamkeit in den Medien erlangt hatte, zum Beispiel durch das Auffinden von Turners Gemälde „Der Reichenbachfall“. [1]

James Moriarty löst Alarm im Tower aus, um an die britischen Kronjuwelen zu gelangen, öffnet gleichzeitig über sein Handy den Tresor der Bank von England und entriegelt alle Zellen im Pentonville-Gefängnis. Bevor er die Schutzscheibe der Vitrine mit den Kronjuwelen einschlägt, schreibt er darauf die Worte „Get Sherlock“, was von der Überwachungskamera aufgezeichnet wird. Auf dem Thron sitzend und mit den Juwelen behangen, lässt er sich verhaften. Sherlock soll im Prozess gegen Moriarty aussagen. Obwohl er Moriarty als kriminelles Superhirn bezeichnet, wird dieser freigesprochen, weil er die Geschworenen mittels Gewaltandrohung gegenüber deren Familien erpresst. Nach seinem Freispruch besucht er Sherlock und droht ihm mit den Worten „Ich schulde es Ihnen“.

Sherlock und John Watson untersuchen die Entführung der beiden Kinder des britischen Botschafters in den Vereinigten Staaten. Die Entführung der Kinder aus dem Internat ist Teil einer Verschwörung von Moriarty. Damit will er die Leute glauben machen, dass Sherlock alle seine Fälle selbst inszenierte. Moriarty hat das entführte Mädchen so traumatisiert, dass es beim Anblick von Sherlock in Panik gerät. Sergeant Donovan, eine Mitarbeiterin von Inspektor Lestrade, verdächtigt Sherlock und will ihn verhaften. Sherlock flüchtet jedoch mit John als „Geisel“, da beide mit Handschellen aneinander gefesselt sind. Sie finden heraus, dass Moriarty mit „Get Sherlock“ die kriminelle Unterwelt auf ihn hetzen möchte, indem er die Kriminellen glauben lässt, Sherlock wäre im Besitz eines Computer-Codes, mit dem man alle Sicherheitssysteme umgehen könne.

Sherlock und John brechen in das Haus einer Journalistin ein, die ein Exposé über Sherlock veröffentlicht hat. Dort finden sie heraus, dass Moriarty eine gefälschte Identität als Richard Brook (oder Rich-Brook, „Reichen Bach“ auf Deutsch) besitzt. Brook ist ein Schauspieler, den Sherlock angeblich bezahlte, um als Meisterdetektiv dazustehen. Sherlocks Image nimmt durch die falschen Medienberichte weiter Schaden, und so startet er einen letzten Schachzug. Sherlock lässt John allein, um Molly im Leichenschauhaus zu besuchen und um Hilfe zu bitten. John geht in den Diogenes Club zu Sherlocks Bruder Mycroft, weil er sich sicher ist, dass Moriarty die Details aus Sherlocks Leben von Mycroft erhalten hat. Inzwischen glaubt Sherlock, dass Moriarty ihm den Computer-Code während seines früheren Besuchs durch Tippen mit den Fingern übermittelte und somit in seinem Kopf versteckt hat.

John findet Sherlock im Labor des St. Bartholomew Hospitals, verlässt ihn aber wieder, nachdem er hört, dass Mrs. Hudson, ihre Hauswirtin, angeschossen wurde. Sherlock simst Moriarty, sich mit ihm auf dem Dach des Hospitals zu treffen, um das „letzte Problem“ zu lösen. Sherlock macht geltend, dass er mit dem Code nun auch Richard Brook elektronisch löschen und Moriarty zurückbringen kann. Moriarty verrät, dass es nie einen Code gegeben habe, er habe nur die Sicherheitsleute bestochen. Sherlock müsse nun Selbstmord begehen, indem er vom Dach des Hauses springe, oder Moriartys Helfershelfer würden John, Mrs. Hudson und Lestrade töten. Sherlock wird klar, dass Moriarty mit einem Befehl die Tötungen abblasen kann. Als Sherlock Moriarty suggerieren kann, dass er bereit ist, alles zu tun, um ihm diesen Befehl zu entlocken, und dadurch Moriarty überzeugt, dass sie damit gleich sind, begeht Moriarty Selbstmord, indem er sich selbst in den Kopf schießt. Da Moriarty den Tötungsbefehl nun nicht mehr widerrufen kann, muss Sherlock öffentlich zu Tode kommen. Die Nachricht von seinem Selbstmord war das Signal an die Scharfschützen, dass sie Sherlocks engste Vertraute am Leben lassen.

John hat inzwischen herausgefunden, dass die Nachricht, dass auf Mrs. Hudson geschossen worden sei, ein Schwindel war, und begibt sich auf den Weg zum Hospital. Als Sherlock John sieht, erklärt er ihm per Telefon, dass dieses Telefonat sein „Abschiedsbrief“ sei und dass die Behauptung Moriartys und der Medien, er sei immer ein Schwindler gewesen, wahr sei. Er bittet John, ihn im Auge zu behalten, während er gleich vom Dach des St. Bartholomew Hospitals springen werde. Und Sherlock springt tatsächlich vor den entsetzen Augen Johns, der zu ihm eilen will, jedoch von einem Radfahrer angefahren zu Boden geht. Vom Sturz noch völlig benommen, stolpert er zu dem im Blut auf dem Bürgersteig liegenden Freund, kann jedoch nicht zu ihm vordringen. Eine größere Gruppe aus Krankenhauspersonal umringt ihn. John sieht, wie Sherlock auf einer Rollbahre ins Krankenhausinnere weggebracht wird.

Die Episode kehrt zurück zu Johns Therapiesitzung, in der er nicht in der Lage war zu sprechen. Mycroft wird beim Lesen der Boulevardzeitung The Sun gezeigt, welche auf der Titelseite die Schlagzeile „Falsches Genie begeht Selbstmord“ zeigt. Später besucht John mit Mrs. Hudson Sherlocks Grab. Untröstlich bekräftigt er dort seinen Glauben an Sherlock und bittet ihn, nicht tot zu sein. Nachdem John weggegangen ist, sieht man hinter einem Grabstein den lebenden Sherlock stehen.

Video-Veröffentlichungen[Bearbeiten]

  • Diese Episode ist, zusammen mit den beiden weiteren Folgen der zweiten Staffel, am 29. Mai 2012 in Deutschland sowohl auf DVD als auch Blu-ray Disc erschienen.[2]

Kanonverweise[Bearbeiten]

  • In den Gesprächen zwischen Holmes und Moriarty erwähnt Letzterer „das letzte Problem“. Dies verweist auf die Kurzgeschichte „Das letzte Problem“ (OT: The Final Problem).
  • Moriartys Einbruch in den Tower und die Gerichtsverhandlung erinnern an den Film „Die Abenteuer des Sherlock Holmes“.
  • Watson wird durch einen Anruf zu Mrs. Hudson gerufen, die angeblich angeschossen wurde. In „Sein letzter Fall“ wird er von einem Boten weggerufen, da eine Frau aus seiner Herberge schwer krank sei und einen englischen Arzt verlange.
  • Holmes springt vom Dach des St. Bartholomews, nachdem Moriarty sich erschossen hat. In „Sein letzter Fall“ stürzen beide an den Reichenbachfällen in die Tiefe.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. William Turner: Der Reichenbachfall. Abbildung
  2. Sherlock: Der Reichenbachfall bei Moviepilot