Shi Zhengrong

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Shi Zhengrong (2012)

Shi Zhengrong (chinesisch 施正荣Pinyin Shī Zhèngróng; * 1963[1]) ist ein chinesischer Unternehmer. Er ging 1989 nach Australien, wo er über Sonnenenergie promovierte, kehrte jedoch 2001 nach China zurück. Er ist Gründer und Inhaber von Suntech Power, dem größten Produzenten von Solarmodulen. Bis zur Ablösung durch David King (Jin Wei) im August 2012 war er CEO des Unternehmens, von diesem Zeitpunkt an hatte er die Funktionen Chief Strategy Officer und Executive Chairman of the Board inne.[2][3] Am 6. März 2013 wurde er als Chairman of the Board abgesetzt und durch Susan Wang ersetzt.[4]

Leben[Bearbeiten]

Shi wurde als Zwillingsbruder im chinesischen Yangzhong in eine Bauernfamilie geboren. Die Armut veranlasste die Eltern, ihn, als den jüngeren Zwillingsbruder, zur Adoption freizugeben, zumal sie bereits zwei Kinder hatten. Er wurde von seinen Adoptiveltern gefördert und ging mit 16 zum Studium in die Mandschurei.

Seinen Master in Optik erhielt er an der Universität von Shanghai, von dort wechselte er 1989 an die University of New South Wales in Australien, wo er eigentlich Arbeit gesucht hatte, doch bot ihm Martin Green vom ARC Photovoltaics Centre of Excellence at the University of New South Wales eine Forschungsstelle für Solartechnik an.[5] Er studierte weiter an der dortigen School of Photovoltaic and Renewable Energy Engineering, wo er innerhalb von zweieinhalb Jahren über Sonnenenergie promovierte.[6] 1995 gründete Green mit einem Kollegen ein Spin-off, um die kommerzielle Nutzung der Technik zu erproben. Zhengrong Shi wurde Teilhaber und erhielt die australische Staatsbürgerschaft.

2001 kehrte er nach China zurück. In Wuxi gründete er mit 6 Millionen Dollar chinesischer Unterstützung Suntech Power. Dieses Unternehmen war so erfolgreich, dass er 2005 mittels amerikanischen Kapitals die ursprünglichen Investoren auskaufen konnte, und eine Listung an der New York Stock Exchange erreichte, und, dass er nach dem Forbes Magazine von 2008 der reichste Mann Chinas mit einem Vermögen von 2,9 Milliarden US-Dollar war.[7] Rückläufige Öl- und Gasreserven sowie steigende Preise im Jahr 2008 brachten dem Unternehmen einen starken Anstieg des Börsenwertes, der jedoch im Zuge der Weltwirtschaftskrise stark zurückging.

Eine Kooperation mit der australischen Swinburne University of Technology in Melbourne wurde entwickelt. So forscht sie zusammen mit dem chinesischen Unternehmen an einer neuen Generation Solarzellen, sogenannten Nanoplasmonik-Solarzellen.[8] Die Beteiligten investierten je 3 Millionen Dollar in die Forschung. Die Universität in Melbourne soll vor allem Forschung und Entwicklung leiten, während Suntech Power die Produktion übernahm.

Das Unternehmen stattete das Olympiastadion in Peking für die Olympischen Sommerspiele 2008 mit Solarzellen aus, ebenso wie den Flughafen von San Francisco. Es beschäftigte 2009 rund 4.300 Mitarbeiter. Bei den jüngsten Projekten werden transparente Module eingesetzt, die als See Thru bezeichnet werden.

Im März 2010 war er im Dokumentarfilm Die 4. Revolution – EnergyAutonomy zu sehen. Im März 2013 geriet die Firma in erhebliche Zahlungsschwierigkeiten[9] und meldete Insolvenz an.[10] Der Gründer durfte China nicht verlassen.[11]

Anmerkungen[Bearbeiten]

  1. The alternative rich list, 22. September 2006
  2. People & Management, abgerufen am 19. März 2013
  3. Suntech Replaces CEO Zhengrong Shi With Finance Chief King, Bloomberg, 15. August 2012
  4. [1]
  5. Heroes of the Environment. Shi Zhengrong, Time,
  6. School of Photovoltaic and Renewable Energy Engineering
  7. [2] und China: the Sun King, ABC Radio National, 23. Februar 2008
  8. Photovoltaik-Hersteller Suntech Power forscht mit australischer Universität an neuer Solarzellen-Generation, Der Solarserver, 28. April 2009
  9. Dana Heide: Suntech ringt ums Überleben. handelsblatt.com, 18. März 2013, abgerufen am 19. März 2013
  10. Solarhersteller Suntech ist pleite. zeit.de, 20. März 2013, abgerufen am 20. März 2013
  11. Founder of Suntech, Shi Zhengrong, Kept from Leaving China, NTD Television, 25. März 2013.