Shiba-Park

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Shiba-Park, Teilansicht
1920er Jahre.

Shiba-Park (jap. 芝公園, Shiba-kōen) ist ein öffentlicher Park im Bezirk Minato (Tokio), der den Zōjō-ji umschließt.

Übersicht[Bearbeiten]

Der Shiba-Park gehört zu den ältesten öffentlichen Parkanlagen Tokyos. Er wurde zusammen mit Ueno, Asakusa, Fukagawa und Asukayama 1873 der Öffentlichkeit übergeben. Vor dem 2. Weltkrieg umfasste der Park auch das Gelände des Zōjō-ji, nach dem Krieg wurde der Park wegen der Trennung von Staat und Religion auf den heutigen dünnen Streifen reduziert, der nun den Tempel sowie die vom Tempel verkauften Gelände umschließt. Im Westen ist der nahe Tokyo Tower zu sehen.

Im Norden gehört das Gelände der ehemaligen Abts-Residenz, das schon bald nach 1868 an den Staat fiel, zum Park. Dort befindet sich die Bibliothek des Minato-Bezirks. Weiter gehört der Grünstreifen entlang der Hibiya-dōri zum Park. Im Süden setzt sich der Park fort wiederum mit einem Teil des ehemaligen Tempelgeländes, das dort einen alten Baumbestand aufweist. Dort erhebt sich ein großer vorgeschichtlicher Grabhügel (芝丸山古墳, Shiba Maruyama kofun) von 106 m Länge, auf dessen Anhöhe ein Gedenkstein für den bedeutenden Kartographen Inō Tadataka (1745–1818) steht. Im Westen dieses Parkteils sind Reste eines kleinen Teiches erhalten, der in der Edo-Zeit einen Benzaiten-Schrein besaß.

Ganz im Süden gehören ein Baseball-Platz sowie Tennisplätze und ein Hallenbad zum Park. Ein Parkstück in der Nähe der Akabane-Brücke enthält einen Hinweis auf das ehemalige, 1859 erbaute Gästehaus des Bakufu, in dem z.B. 1860/61 die Eulenburg-Mission, später auch Siebold und Sohn untergebracht worden sind. Im nach Norden anschließenden Streifen hat man 1984 ein „Herbstlaub-Tal“ (もみじ谷, Momiji-tani) mit einem Wasserfall angelegt. Ein weiterer Grünstreifen im Nordwesten des Zōjō-ji vervollständigt die ringförmige Parkanlage.

Kenndaten[Bearbeiten]

  • Träger: Präfektur Tokio.
  • Eröffnung: 19. Oktober 1873
  • Fläche: 120.405,14 m²
  • Baumbestand: 5574 Bäume, 22.556 Buschartige (1995)
  • Vorherrschende Baumarten: Kirsche, Pflaume, Kampferbaum, Ginkgo, Matebashii
  • Anlagen: Baseball- und Sportplatz, Tennisplätze, Hallenbad
  • Zugang: Shiba kōen- und Onarimon-Station der Mita-Linie (U-Bahn)

Stadtteil[Bearbeiten]

Der Park bildet den Kern des gleichnamigen Stadtteils Shiba-kōen, der in vier nummerierte Viertel, chōme, gegliedert ist. Im Stadtteil liegen unter anderem der Tokyo Tower und das Rathaus von Minato. Auf einer Fläche von 0,65 km² hatte der Stadtteil laut Volkszählung 2005 1.019 Einwohner und eine Tagesbevölkerung von 21.969.[1]

Literatur[Bearbeiten]

  • Tōkyō-to (Hrg): Shiba kōen, in: Toritsu kōen gaido, 1995.
  • Stadtteilkarte (kiriezu) Shibaguchi minami, 1859.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Shiba Park – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Minato: Fläche und Einwohner nach Stadtteil