Shiba Kōkan

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Shiba Kōkan (jap. 司馬 江漢; * 1747 in Edo; † 1818 in Edo) war ein japanischer Maler der Ranga- bzw. Yōfuga-Schule. Er war wissenschaftlich interessiert und betätigte sich auch als Essayist. Sein eigentlicher Name war Andō Shun (安藤 峻), als Schriftsteller benutzte er u. a. den Namen Shumparō (春波楼).

Leben[Bearbeiten]

Shiba Kōkan wurde in Edo geboren. Er studierte Malerei zunächst in der Kanō-Schule, wurde dann von Suzuki Harunobu, Sō Shiseki und Hiraga Gennai beeinflusst. In seiner frühen Schaffensperiode nannte er sich Harushige und schuf Ukiyo-e im Stil von Suzuki Harunobu, mit dessen Signatur er auch einige seiner Farbholzschnitte versah. 1783 war er der erste Japaner, der den Kupferstich probierte: Blick auf Mimeguri. Er erlernte die Ölmalerei und Radierung aus den Büchern, die er bei den Holländern in Nagasaki fand. Er war auch der Erste, der die westliche Malerei über die chinesische und japanische stellte, da sie Licht und Schatten berücksichtigte und für Buchillustrationen besser geeignet war. Sein Werk enthält Bilder nach europäischen Vorlagen, aber auch viele Landschaften aus der Umgebung von Edo.

Schriften (Auswahl)[Bearbeiten]

  • Seiyū nikki (Tagebuch einer Studienreise in den Westen)
  • Shumparō hitsuki (Shumparōs Schriften)
  • Tenchi ritan (Theorie von Himmel und Erde)

Werk[Bearbeiten]

Anmerkungen[Bearbeiten]

  1. aus der Serie Schnee, Mond und Blumen

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Als Vorlage dienten lt. Naruse Kupferstiche aus dem Buch Het menselyk bedryf von Jan und Caspar Luyken, Amsterdam 1694

Literatur[Bearbeiten]

  • Naruse, F.:Shiba Kōkan. Verlag Shueisha 1977.
  • Roberts, L.: Japanese Artists. Verlag Weatherhill 1976.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Shiba Kōkan – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Japanische Namensreihenfolge Japanischer Name: Wie in Japan üblich, steht in diesem Artikel der Familienname vor dem Vornamen. Somit ist Shiba der Familienname, Kōkan der Vorname.