Shinkansen-Baureihe E2

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Shinkansen-Baureihe E2
Baureihe E2
Baureihe E2
Anzahl: N-Variante: 14
J-Variante: 39
Hersteller: Kawasaki HI, Hitachi, Nippon Sharyo, Tokyu Car Corporations
Baujahr(e): 1995-2010
Spurweite: 1435 mm (Normalspur)
Länge über Kupplung: 201,4 m (N-Variante)
251,4 m (J-Variante)
Länge: Endwagen: 25.700 mm[1]
Mittelwagen: 25.000 mm[1]
Höhe: 3.700 mm
4.475 mm (ink. Stromabnehmerdeckung) [1]
Breite: 3.380 mm[1]
Drehzapfenabstand: 17.500 mm
Drehgestellachsstand: 2.500 mm
Nutzmasse: 366 t (N-Variante)
440 t (J-Variante)
Höchstgeschwindigkeit: 275 km/h (Tōhoku)
260 km/h (Nagano)
240 km/h (Jōetsu)
Dauerleistung: 7.200 kW (N-Variante)
9.600 kW (J-Variante)
Beschleunigung: 1,6 km/h/s[1]
Raddurchmesser: 860 mm[1]
Stromsystem: 25 kV 50 Hz /60 Hz ~
Stromübertragung: Oberleitung
2 Stromabnehmer
Anzahl der Fahrmotoren: 24 (N-Variante)
32 (J-Variante)
Bremse: Motorbremsen, Scheibenbremse
Zugsicherung: ATC-2, DS-ATC
Sitzplätze: 51/579 (N-Variante),
(1./2. Klasse)
51/763 (J-Variante)
Fußbodenhöhe: 1.300 mm
Klassen: normal (2. Klasse),
Green Class (1. Klasse)

Die Shinkansen-Baureihe E2 (jap. 新幹線E2系電車, Shinkansen E2-kei densha) ist ein japanischer Hochgeschwindigkeitszug, der zwischen 1995 und 2005 gebaut wurde und auf der Strecke Tōhoku- und Nagano-Shinkansen zum Einsatz kommt. Die Fahrzeuge können mit 8 bzw. 10 Wagen gespannt werden. Die 8-Wagen-Züge werden auf der Strecke Nagano-Shinkansen und die 10-Wagen-Züge auf der Strecke Tōhoku-Shinkansen eingesetzt. Die 10-Wagen Züge können außerdem noch mit der Shinkansen-Baureihe E3 gekoppelt werden.

Die Höchstgeschwindigkeit der E2 liegt bei 275 km/h, allerdings wird auf der Nagano-Shinkansen nur mit 260 km/h gefahren.

Varianten[Bearbeiten]

8-Wagen-N-Serie[Bearbeiten]

8-Wagen-Zug N11, Juni 2002

Die Flotte von 13 Fahrzeugen der N-Serie wurde für die neue Asama-Verbindung auf der Nagano-Shinkansen entwickelt. Die ersten Einheiten wurden zwischen März 1997 und September 1997 geliefert. Diese Züge sind sowohl für 50 Hz als auch für 60 Hz ausgelegt. Die Fahrzeuge werden seit 2013 sukzessive einer grundlegenden Überholung unterzogen, um sie weitere Jahre einsetzen zu können. Seit April 2014 wird die N-Serie der Baureihe E2 gemeinsam mit der neuen Shinkansen-Baureihe E7 auf den Asama-Verbindungen eingesetzt.

Wagen Nr. 1 2 3 4 5 6 7 8
Kennzeichnung T1c M2 M1 M2 M1k M2 M1s T2c
Nummerierung E223 E226-100 E225 E226-200 E225-400 E226-300 E215 E224
Sitzplatzkapazität 55 100 85 100 75 100 51 64

Wagen 4 und 6 sind mit PS205-Stromabnehmern ausgestattet.

Produktion[Bearbeiten]

Wagen Nummer Lieferdatum Hersteller Anmerkungen
N1 6. Juni 1995 - Vorserienfahrzeug S6
N2 25. März 1997 Kawasaki HI
N3 16. April 1997 Hitachi
N4 25. April 1997 Kawasaki HI
N5 14. Mai 1997 Nippon Sharyo
N6 29. Mai 1997 Hitachi
N7 13. Juni 1997 Nippon Sharyo
N8 27. Juni 1997 Kawasaki HI
N9 11. Juli 1997 Hitachi
N10 25. Juli 1997 Nippon Sharyo
N11 8. August 1997 Hitachi
N12 25. August 1997 Tokyu Car Corporation
N13 5. September 1997 Kawasaki HI
N21 14. April 1995 - Vorserienfahrzeug S7, dann zunächst als J1

10-Wagen-J-Serie (E2'-Serie)[Bearbeiten]

10 Wagen J Serie, September 2008

Die J-Serie wurde konstruiert, um zur Eröffnung der neuen Akita-Shinkansen in Traktion mit der Baureihe E3 zwischen Tokio und Morioka eingesetzt zu werden. Die Endwagen in Richtung Morioka verfügen dazu über eine Kupplung hinter einer automatisch zu öffnenden Bugklappe. Die Garnituren der J-Serie bestanden zunächst aus acht Wagen.

Wie auch die N-Serie sind diese Wagen sowohl für 50 Hz als auch für 60 Hz ausgerüstet und wurden auch für die Nagano-Shinkansen eingesetzt, bevor die Serie auf zehn Wagen verlängert wurde. Vier J-Serien wurden im Oktober/November 1998 in die Jōetsu-Shinkansen integriert. Zwischen September und Dezember 2002 wurden alle J-Serien (ausgenommen J1) von acht auf zehn Wagen verlängert. Der ursprüngliche rote Streifen an der Seite wurde dabei durch einen magentafarbenen ersetzt.

J-Serie der Baureihe E2 gekuppelt mit einem Zug der Baureihe E3
Stromabnehmer der J-Serie, Juli 2008
Wagen Nr. 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10
Kennzeichnung T1c M2 M1 M2 M1k M2 M1 M2 M1s T2c
Nummerierung E223 E226-100 E225 E226-200 E225-400 E226-300 E225-100 E226-400 E215 E224-100
Sitzplatzkapazität 55 100 85 100 75 100 85 100 51 64

Wagen 4 und 6 sind mit PS205 Stromabnehmern ausgerüstet.

Produktion[Bearbeiten]

Wagennummer Lieferdatum Hersteller Umrüstung auf 10 Wagen
J1 14. April 1995 - (Vorserienfahrzeug S7, im Oktober 2002 als N21 neu eingeordnet)
J2 20. Dezember 1996 Hitachi 19. Dezember 2002
J3 24. Januar 1997 Hitachi 24. Dezember 2002
J4 12. Februar 1997 Kawasaki HI 19. September 2002
J5 3. März 1997 Nippon Sharyo 29. Oktober 2002
J6 17. März 1997 Nippon Sharyo 3. November 2002
J7 5. Oktober 1998 Nippon Sharyo 16. November 2002
J8 20. Oktober 1998 Hitachi 24. September 2002
J9 23. November 1998 Nippon Sharyo 14. September 2002
J10 17. Dezember 1998 Kawasaki HI 14. Oktober 2002
J11 6. September 1999 Nippon Sharyo 21. November 2002
J12 17. September 1999 Tokyu Car 29. September 2002
J13 5. Oktober 1999 Hitachi 4. Oktober 2002
J14 19. Oktober 1999 Kawasaki HI 19. Oktober 2002
J15 5. November 1999 Tokyu Car 24. Oktober 2002

10-Wagen-E2-1000-Serie[Bearbeiten]

E2-1000 Serie im Bahnhof Iwate-Numakunai, März 2007

Der Prototyp der E2-1000-Subserie (Einheit J51) wurde im Dezember 2000 als 8-Wagengarnitur an das Depot in Sendai überstellt und im November 2001 nach einer Testphase in den regulären Liniendienst übernommen. Einheit J52 wurde bereits als 10-Wagengarnitur übernommen und von Juli 2002 bis Dezember 2002 auf der Tōhoku-Shinkansen eingesetzt. Insgesamt wurden 14 Einheiten termingerecht bis 2005 übergeben. Die Züge der E2-1000-Serie ersetzten schrittweise seit Dezember 2002 die ins Alter gekommene Shinkansen-Baureihe 200 der JR East auf der neuen Hayate-Verbindung der Tōhoku-Shinkansen.

In der E2-1000-Serie wurden mehrere Designverbesserungen im Vergleich zu den früheren Serien umgesetzt. Die größte Änderung wurde an den Fenstern vorgenommen. Die kleinen Fenstern (welche in jeder Sitzreihe waren) wichen breiten, den E4-Reihe-Zügen ähnlichen Fenstern. Ein neuer Einholmstromabnehmer, der in seiner Form an eine Tragfläche erinnert, wurde verwendet, um die Lärmentwicklung zu reduzieren. Das Vorserienfahrzeug J51 wurde mit automatischen Kupplungen an beiden Enden ausgestattet. Des Weiteren wurden neue Schiebetüren für diese Einheiten verwendet. Während der J51 noch in der alten Farbgebung wie frühere E2 Serie Züge geliefert wurde, bekamen die Einheiten ab J52 bereits die neue Lackierung mit einem purpurroten Streifen.

Wagen Nr. 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10
Kennzeichnung T1c M2 M1 M2 M1k M2 M1 M2 M1s T2c
Nummerierung E223-1000 E226-1100 E225-1000 E226-1200 E225-1400 E226-1300 E225-1100 E226-1400 E215-1000 E224-1100
Sitzplätze 54 100 85 100 75 100 85 100 51 64

Wagen 4 und 6 sind mit PS207 Stromabnehmern ausgestattet.

Produktion[Bearbeiten]

Wagennummer Lieferdatum Hersteller
J51 13. Januar 2001 Hitachi/Kawasaki HI/Nippon Sharyo/Tokyu Car
J52 17. Juli 2002 Hitachi
J53 5. August 2002 Kawasaki HI
J54 8. März 2003 Kawasaki HI
J55 7. November 2002 Hitachi
J56 23. November 2002 Hitachi
J57 4. Oktober 2003 Nippon Sharyo
J58 11. September 2003 Tokyu Car
J59 21. Oktober 2003 Tokyu Car
J60 24. Dezember 2003 Kawasaki HI
J61 17. Januar 2004 Nippon Sharyo
J62 2. Februar 2004 Kawasaki HI
J63 8. Dezember 2003 Tokyu Car
J64 11. Juni 2003 Hitachi
J65 10. März 2004 Kawasaki HI
J66 6. April 2005 Nippon Sharyo
J67 7. Juni 2005 Hitachi
J68 10. Juli 2005 Hitachi
J69 5. Dezember 2005 Kawasaki HI
J70 19. Februar 2010 Hitachi
J71 11. März 2010 Nippon Sharyo
J72 12. April 2010 Hitachi
J73 10. Mai 2010 Kawasaki HI
J74 7. Juni 2010 Kawasaki HI
J75 27. September 2010 Nippon Sharyo

Einsatz[Bearbeiten]

Gegenwart[Bearbeiten]

Vergangenheit[Bearbeiten]

Ausstattung[Bearbeiten]

2+3 Sitzplatz Konfigurierung in der 2. Klasse mit einem Sitzabstand von 960 mm und 2+2 Sitzplatz Konfigurierung in der Green Class mit einem Sitzabstand von 1160 mm.

Testläufe[Bearbeiten]

Ein Zug der E2-1000 Reihe (J56) brach im April 2003 den Geschwindigkeitsrekord (als ein im regulären Einsatz befindlicher Shinkansen, d.h. kein Testzug) bei Hochgeschwindigkeitstests auf der Strecke Urasa-Niigata am Jōetsu Shinkansen und erreichte 362 km/h.

Exporte[Bearbeiten]

Hauptartikel: CRH2

China bestellte mehrere 250 km/h schnelle E2-1000 Einheiten, welche auf CRH2 umbenannt wurden. Damit ist der E2 nach dem 700T series der zweite exportierte Shinkansen. China orderte 60 Stück, die ersten 3 Einheiten wurden in Japan im Zeitraum 2001-2003, weitere 6 Einheiten wurden in Japan vorgefertigt und von Sifang Locomotive and Rolling Stock in China endmontiert. Die verbleibenden 51 Einheiten wurden direkt von Sifang in China gebaut.

Ebenfalls ist ein Joint-Venture-Programm für weitere 140 Züge in Planung.

Siehe auch[Bearbeiten]

Referenzen[Bearbeiten]

  • JR全車両ハンドブック2006 (JR Rolling Stock Handbook 2006). Neko Publishing, Japan 2006.
  • Peter Semmens: High Speed in Japan: Shinkansen - The World's Busiest High-speed Railway. Platform 5 Publishing, Sheffield, UK 1997, ISBN 1-872524-88-5.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c d e f 高速鉄道物語 -その技術を追う- (Erzählung des Hochgeschwindigkeitsverkehrs). Seizandō Syoten, Japan 1999, ISBN 4-425-92321-9, S. 57

Weblinks[Bearbeiten]