Shinkansen-Baureihe E7

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Shinkansen-Baureihe E7
Baureihe E7 als Asama-Verbindung bei der Einfahrt in den Bahnhof Ōmiya
Baureihe E7 als Asama-Verbindung bei der Einfahrt in den Bahnhof Ōmiya
Nummerierung: F1 - F17
Anzahl: 17 (204 Wagen)
Hersteller: Kawasaki Heavy Industries, Hitachi, J-TREC
Baujahr(e): 2013 -
Spurweite: 1435 mm (Normalspur)
Länge über Kupplung: 26 m (Endwagen)
25 m (Mittelwagen)
Höhe: 3.650 mm
Breite: 3.380 mm
Höchstgeschwindigkeit: 260 km/h
Dauerleistung: 12 MW
Beschleunigung: 1,6 km/h/s
Stromsystem: 25 kV, 50/60 Hz
Stromübertragung: Oberleitung
2 Stromabnehmer
Bremse: Motorbremsen,
Scheibenbremse
Zugsicherung: DS-ATC, RS-ATC
Sitzplätze: 934
Klassen: normal (2. Klasse), green class (1. Klasse), gran class
Shinkansen-Baureihe W7
Vorserienfahrzeug W1 auf dem Gelände des Shinkansen-Betriebswerk Hakusan
Vorserienfahrzeug W1 auf dem Gelände des Shinkansen-Betriebswerk Hakusan
Nummerierung: W1 - W10
Anzahl: 10 (120 Wagen)
Hersteller: Kawasaki Heavy Industries, Hitachi, Kinki Sharyō
Baujahr(e): ab Frühjahr 2014
Spurweite: 1435 mm (Normalspur)
Länge über Kupplung: 26 m (Endwagen)
25 m (Mittelwagen)
Höhe: 3.650 mm
Breite: 3.380 mm
Höchstgeschwindigkeit: 260 km/h
Dauerleistung: 12 MW
Beschleunigung: 1,6 km/h/s
Stromsystem: 25 kV, 50/60 Hz
Stromübertragung: Oberleitung
2 Stromabnehmer
Anzahl der Fahrmotoren: 10
Bremse: Motorbremsen,
Scheibenbremse
Zugsicherung: DS-ATC, RS-ATC
Sitzplätze: 934
Klassen: normal (2. Klasse), green class (1. Klasse), gran class

Die Shinkansen-Baureihe E7 (jap. 新幹線E7系電車, Shinkansen E7-kei densha) und die Shinkansen-Baureihe W7 (jap. 新幹線W7系電車, Shinkansen W7-kei densha) sind zwei baugleiche japanische Hochgeschwindigkeitszüge, die für den Einsatz auf der Hokuriku-Shinkansen von JR East und JR West beschafft werden.

Geschichte[Bearbeiten]

Der erste Teil des zweiten Bauabschnitts der Hokuriku-Shinkansen zwischen Nagano und Kurobe-Unazukionsen soll im Jahr 2014 in Betrieb gehen, der zweite Teil zwischen Kurobe-Unazukionsen und Kanazawa im Jahr 2015. Derzeit werden auf der Nagano-Shinkansen, dem bereits 1998 eröffneten ersten Bauabschnitts der Hokuriku-Shinkansen, Züge der N-Serie der Baureihe E2 eingesetzt, deren ältesten Garnituren aus der Mitte der 1990er-Jahren stammen und seit Ende 2013 einer Generalüberholung unterzogen werden. Im Dezember 2011 kündigte JR East daher an, dass für die Neubaustrecke Neufahrzeuge der Baureihe E7 beschafft würden.[1] Im Januar 2012 kündigte der Leiter der Kanazawa-Direktion von JR West an, dass die Neufahrzeuge gemeinsam mit JR East entwickelt würden. Ziel sei es, die Züge ein Jahr vor der Inbetriebnahme der Strecke vom Hersteller zu erhalten, um in der Wintersaison die Züge bei Schnee ausgiebig testen zu können[2].

Am 29. November 2013 wurde der erste Vorserienzug der Baureihe E7 offiziell ausgerollt[3]. Bevor die Züge auf der Hokuriku-Shinkansen zum Einsatz kommen wurden sie auch auf der Tōhoku-Shinkansen getestet[4].

Seit 15. März 2014 sind die Züge der Baureihe E7 auf den Asama-Verbindungen der Nagano-Shinkansen im Einsatz.

Im April 2014 folgte die Auslieferung des Vorserienzugs W1 der Baureihe W7 an JR West. Die Auslieferung erfolgte von Kōbe auf dem Seeweg, so dass das Fahrzeug am Hafen von Kanazawa vom Schiff auf Tieflader umgeladen werden musste, um zum Hasukan Shinkansen-Betriebswerk gebracht zu werden.[5] Erstmals wurden die Fahrzeuge im Juni 2014 der Öffentlichkeit vorgestellt.[6]

Technik[Bearbeiten]

Da die Baureihe E7/W7 unmittelbarer Nachfolger der Baureihe E2 werden soll, sind ihre Anforderungsprofile sehr ähnlich. Gegenüber der Baureihe E2 sollen die Fahrzeuge der Baureihe E7/W7 bei höherer Leistung umweltfreundlicher sein und einen besseren Komfort für die Fahrgäste bieten. Als Leistungsanforderung verlangte JR East von den Herstellern, dass die Züge auch bei starken Steigungen in den Bergen bei 210 km/h im Dauerbetrieb betrieben werden können. Auf dem Neubauabschnitt sollen die Züge bei einer Höchstgeschwindigkeit von 260 km/h betrieben werden, die technische Höchstgeschwindigkeit der Züge liegt bei 275 km/h.

Um die Lärmbelastung zu minimieren, ist die Fahrzeugseite mit speziellen Lärmabsorbern verkleidet werden und ein neuer Typ eines Stromabnehmers kommt zum Einsatz.

Damit die Fahrgäste der Gran Class besonders bequem reisen ist Wagen 12 mit einer vollständigen aktiven Federung ausgestattet. Alle anderen Wagen sind mit einer semi-aktiven Federung ausgestattet.

Wie auch schon zuvor bei den Baureihe E5 und E6 wird die Bremsanlage der Baureihe E7/W7 vom deutschen Hersteller Knorr-Bremse geliefert. Um den Anforderungen der bergigen Streckenführung der Hokuriku-Shinkansen zu genügen, müssen die Bremsen bis zu 600 kW Leistung erbringen und Temperaturen von bis zu 700 °C standhalten.[7]

Die Baureihe E7/W7 wird als 12-Wagen-Formation beschafft, womit sie um vier Wagen länger als die N-Serie der Baureihe E2 ist, die sie ersetzen wird. Somit steigt die Anzahl an Sitzplätzen von 630 in der Baureihe E2 auf 934 in den Neufahrzeugen.[8]

Wagenreihung[Bearbeiten]

Die Baureihe E7/W7 wird aus insgesamt zwölf Wagen gebildet, davon zwei nicht angetriebene Endwagen und zehn angetriebene Mittelwagen. In Wagen 11 ist die Green-Klasse (1. Klasse), in Wagen 12 die Gran Class, die erstmals in der Baureihe E5 eingeführt wurde.

Richtung ←Tokio Kanazawa→
Wagennr. 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12
Kennzeichnung Tc M2 M1 M2 M1 M2 M1 M2 M1 M2 M1s Tsc
Nummerierung* E723 E726-100 E725 E726-200 E725-100 E726-300 E725-200 E726-400 E725-400 E726-500 E715 E714
Sitzplätze 50 100 85 100 85 90 58 100 85 100 63 18
Ausstattung Toiletten   Toiletten, öffentliches Telefon   Toiletten   Rollstuhlplatz, behindertengerechte Toilette, öffentliches Telefon   Toiletten   Rollstuhlplatz, behindertengerechte Toilette Toiletten

*Die Wagen bei der Baureihe W7 tragen analoge Nummern zur Baureihe E7, sind allerdings mit einem "W" anstelle eines "E" angeführt.

Die Wagen 3 und 7 sind jeweils mit einem einarmigen Stromabnehmer ausgestattet, der sich automatisch in Fahrrichtung ausrichtet.

Flotte[Bearbeiten]

Baureihe E7[Bearbeiten]

Mit Stand Juni 2014 sind inklusive Vorserienfahrzeug fünf Züge ausgeliefert worden.

Nummer Auslieferung Hersteller Anmerkungen
F1 27. November 2013 Kawasaki HI Vorserienfahrzeug
F2 26. Dezember 2013 Hitachi
F3 30. Januar 2014 Hitachi
F4 24. Februar 2014 Kawasaki HI
F5 18. März 2014 Kawasaki HI
F6
F7 14. Mai 2014 J-TREC[9]
F8
F9
F10
F11
F12
F13
F14
F15
F16
F17

Baureihe W7[Bearbeiten]

Mit Stand Juni 2014 sind inklusive Vorserienfahrzeug zwei Züge ausgeliefert worden.

Nummer Auslieferung Hersteller Anmerkungen
W1 April 2014 Kawasaki HI Vorserienfahrzeug
W2 Mai 2014 Hitachi
W3
W4
W5
W6
W7
W8
W9
W10

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Mainichi Shimbun vom 15. Dezember 2011: 話題 新幹線「E7系」開発へ (Memento vom 17. Juli 2012 im Webarchiv Archive.today) (Japanisch)
  2. 「大幅変更なし」 七尾線など、新幹線開業後も. In: The Hokkoku Shimbun. Ishikawa News, Japan, 28. Januar 2012, abgerufen am 1. Juli 2014 (japanisch).
  3. JR East unveils first Series E7 high speed train. Railway Gazette, 2. Dezember 2013, abgerufen am 1. Juli 2014 (englisch).
  4. Shinkansen tested on Hokuriku line for ’15 opening. The Japan Times, 2. Dezember 2013, abgerufen am 1. Juli 2014 (englisch).
  5. W7系、30日に石川初走行 白山車両所. Ishikawa News, 24. April 2014, abgerufen am 1. Juli 2014 (japanisch).
  6. Expectations high in Ishikawa ahead of new Shinkansen line. Asahi Shimbun, 23. Juni 2014, abgerufen am 1. Juli 2014 (englisch).
  7. Pressemitteilung vom 20. September 2012. Knorr-Bremse AG, 20. September 2012, abgerufen am 1. Juli 2014 (englisch).
  8. 北陸新幹線用の新型車両について. In: Pressemitteilung. JR East, JR West, 4. September 2012, abgerufen am 1. Juli 2014 (japanisch).
  9. E7系F7編成総合車両製作所出場. RM News, 22. Mai 2014, abgerufen am 1. Juli 2014 (japanisch).