Shinonome (1927)

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Shinonome
Japanese Destroyer Shinonome.jpg
p1
Schiffsdaten
Flagge JapanJapan (Seekriegsflagge) Japan
Schiffstyp Zerstörer
Klasse Fubuki-Klasse
Bauwerft Marinewerft, Sasebo
Stapellauf 26. November 1927
Indienststellung 25. Juli 1928
Verbleib Am 16. Dezember 1941 versenkt
Schiffsmaße und Besatzung
Länge
118,41 m (Lüa)
115,3 m (KWL)
Breite 10,4 m
Tiefgang max. 3,2 m
Verdrängung 2.050 tn.l.
 
Besatzung 197 Mann
Maschine
Maschine 4 Dampfkessel
2 Getriebeturbinen
Geschwindigkeit max. 38 kn (70 km/h)
Propeller 2
Bewaffnung

Die Shinonome (jap.: 東雲) war ein Zerstörer der Fubuki-Klasse der Kaiserlich Japanischen Marine.

Der Zerstörer wurde auf der Marinewerft Sasebo am 12. August 1926 auf Kiel gelegt und am 26. November des folgenden Jahres erfolgte der Stapellauf noch unter der Bezeichnung Zerstörer 40 (jap.: 第40号駆逐艦). Die Komplettierung und Indienststellung des Zerstörers datiert auf den 25. Juli 1928. Am 1. August bekam das Schiff seinen endgültigen Namen Shinonome.[1]

Unter Tai-i[2] Sasagawa Hiroshi wurde die Shinonome der 12. Zerstörerdivision, die unter dem Oberbefehl von Ogawa Nobuki stand, zugewiesen. Kurz vor Beginn des Pazifikkriegs verlegte der Zerstörer von Kure nach Hainan, um sich der Geleitflotte für die ersten Truppentransporte zur malaiischen Halbinsel anzuschließen. So lag sie vor der Küste bei Kota Bahru, als im Morgengrauen des 8. Dezember 1941 die japanischen Soldaten dort an Land gingen. Anschließend setzte sie Kurs auf die Cam Ranh Bay in Indochina.

Zur Deckung der Invasionseinheiten lag die Shinonome ab dem 16. Dezember vor der Küste Britisch-Borneos. Am nächsten Tag gelang es dem niederländischen Flugboot X-32, einer deutschen Dornier Do 24, die von Tarakan gestartet war, den Zerstörer vor Miri zu versenken. Dazu warf das Flugboot aus einer dichten Wolkendecke fünf 200-kg-Bomben ab, von denen zwei die Shinonome auf dem Achterdeck trafen und eine direkt neben dem Schiff explodierte. Sie brachten das darunterliegende Magazin um 6.50 Uhr Tokio-Zeit zur Explosion. Der Zerstörer sank sofort. Dabei kamen alle 228 Besatzungsmitglieder ums Leben.

Da das nächste japanische Schiff in einer Entfernung von einigen Kilometern lag und die Sicht kurz nach Sonnenaufgang noch relativ verhangen war, blieb die Versenkung der Shinonome zunächst unentdeckt. In späteren japanischen Berichten wurde daher auch davon ausgegangen, dass der Zerstörer auf eine Mine gelaufen war. Erst Ende der 1990er Jahre konnte die wahre Ursache aufgeklärt werden.[3]

Weblinks[Bearbeiten]

Fußnoten[Bearbeiten]

  1. Fubuki class 1st class destroyers unter: http://homepage2.nifty.com/nishidah/e/stc0423.htm
  2. Der Dienstgrad Tai-i heißt wörtlich Großer Ritter und entspricht einem deutschen Kapitänleutnant.
  3. Who sank the Shinonome? unter: http://www.netherlandsnavy.nl/Shinonome.htm