Shlemon Warduni

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Shlemon Warduni (* 24. April 1943 in Batnaya, Irak) ist Weihbischof in Bagdad und war kurzzeitig Apostolischer Administrator und Patriarchalvikar für die Chaldäisch-Katholische Kirche.

Weihbischof[Bearbeiten]

Er trat 1954 ins Priesterseminar ein und wurde nach dem Studium von Theologie, Pädagogik und Sozialwissenschaften in Bagdad und Rom am 29. Juni 1968 zum Priester geweiht. Am 12. Januar 2001 wurde Warduni zum Kurienbischof ernannt und am 16. Februar 2001 zum Titularbischof von Anbar dei Caldei geweiht, gleichzeitig übernahm er die Aufgabe eines Weihbischofs von Babylon der Chaldäer.

Patriarchalvikar[Bearbeiten]

Als am 7. Juli 2003 Raphael I. Bidawid, Patriarch von Babylon der Chaldäer verstarb, hatte man keinen unmittelbaren Nachfolger wählen können. Da aber in der Nachfolge keine Vakanz auftreten sollte wurde Bischof Shlemon Warduni zum Patriarchalvikar von Babylon der Chaldäer ernannt. Mit der Wahl von Emmanuel III. Delly zum Patriarchen, am 3. Dezember 2003, endete gleichfalls das Amt eines Apostolischen Administrator von Bagdad.

Ein mutiger Christ im Irak[Bearbeiten]

„Der mutigste Gottesmann der Welt“ [1], wie er gelegentlich von der Presse genannt wurde, ist täglich dem Kriegsgeschehen im Irak ausgesetzt. Bereits unter Saddam Hussein hat er die Verfolgung von Christen erlebt und steht auch heute noch unter dem Schutz der amerikanischen Streitkräfte [2] Von den über 800 000 Christen im Irak sind bereits viele geflüchtet, sie leben teilweise unerkannt unter der Bevölkerung und wagen es nicht, sich als Christen zu erkennen zu geben. Weihbischof Shlemon Warduni setzt sich, unter dem Schutze amerikanischer Leibwächter, ständig einer Gefahr aus, wenn er zu den abgelegenen Kirchengemeinden reist.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Der Bischof von Bagdad auf www.bild.de, abgerufen 8. Januar 2009
  2. Online Magazin Michael Yon auf www.michaelyon-online.com, abgerufen 8. Januar 2009

Weblinks[Bearbeiten]