Shorea laevis

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Shorea laevis
Systematik
Eurosiden II
Ordnung: Malvenartige (Malvales)
Familie: Flügelfruchtgewächse (Dipterocarpaceae)
Unterfamilie: Dipterocarpoideae
Gattung: Shorea
Art: Shorea laevis
Wissenschaftlicher Name
Shorea laevis
Ridl.

Shorea laevis (Syn.: Hopea laevifolia Parijs, Shorea laevifolia Endert, Shorea rogersiana Raizada & Smithinand) ist eine Pflanzenart in der Familie der Flügelfruchtgewächse (Dipterocarpaceae). Sie kommt in Südostasien im Primärregenwald vor.

Die Handelsnamen für das Holz sind Yellow Balau und nicht eindeutig Balau oder Bangkirai; unter dem Handelsnamen Bangkirai werden z. B. auch die Holzarten Red Balau, Keruing, White Seraya und Merawan verkauft. Das Holz ist hart und beständig, weshalb Shorea laevis auch außerhalb ihres natürlichen Verbreitungsgebiets angebaut und international gehandelt wird.

Merkmale[Bearbeiten]

Shorea laevis wächst als Baum, der eine Wuchshöhe von bis zu 75 Metern und einen Brusthöhendurchmesser von etwa 1,5 Metern erreicht. Die wechselständig angeordneten Laubblätter sind ungeteilt, unbehaart und glänzend. Die Nebenblätter sind etwa 8 Millimeter lang.

Die etwa 5 Millimeter großen gelblich-grünen Blüten stehen in rispigen Blütenständen zusammen. Die etwa 10 Millimeter langen Nussfrüchte besitzen etwa 30 Millimeter lange Flügel, mit denen sie vom Wind ausgebreitet werden.

Holz[Bearbeiten]

Das Kernholz erscheint im frischen Zustand gelblich braun bis grünlich, es dunkelt oft zu olivbraun nach. Der Kern ist nicht immer deutlich vom helleren Splintholz abgesetzt. Die Farbe variiert jedoch stark. Die Zuwachszonengrenzen sind nicht ausgeprägt, trockenes Holz ist ohne charakteristischen Geruch. Das farblich wie strukturell überwiegend homogene Holz ist von mittlerer bis grober Textur und hoher Dichte (0,7 bis 0,9 g/cm³).

Vorkommen[Bearbeiten]

Das natürliche Verbreitungsgebiet von Shorea laevis umfasst Myanmar, Thailand, die Malaiische Halbinsel, Sumatra und Borneo. Die Bäume wachsen in ungestörtem Primärwald bis in Höhenlagen von etwa 600 Meter auf sandigen oder tonigen Böden. Sie bevorzugen Hänge und Hügelkämme, kommen aber auch auf Schwemmland vor. Shorea laevis wird außerhalb ihres natürlichen Verbreitungsgebiets in Indien, Pakistan, Sri Lanka, Laos, Vietnam, Kambodscha und den Philippinen angebaut.

Nutzung[Bearbeiten]

Das Yellow Balau-Holz ist schwer und sehr gut wetterbeständig; es trocknet nur langsam und neigt dabei zu Oberflächenrissen. Es besitzt hohe Festigkeitswerte, die um 50 % höher als bei Eiche liegen; deshalb ist es schwer zu bearbeiten. Die Rohdichte ist 20 bis 40 % höher als die der Eiche. Beim Hobeln kann es wegen des Wechseldrehwuchses zum Ausreißen kommen. Das Kernholz ist sehr beständig gegen Pilze und Insekten. Yellow Balau ist eines der widerstandsfähigsten Hölzer, auch unter tropischen Bedingungen ist es dauerhaft. Die Einstufung der natürlichen Dauerhaftigkeit gegen holzzerstörende Pilze nach EN 350-2 erfolgt in Klasse 2 (dauerhaft). Die Lebenserwartung unter gemäßigten Klimabedingungen beträgt 15 bis 25 Jahre.

Das Holz wird für alle Arten von Bauten verwendet, besonders im Außenbereich wie z. B. für den Brücken- und Wasserbau, gewöhnlich ohne jegliche Imprägnierung. In Indien wird es vorwiegend als Eisenbahnschwellen, in Malaysia als Leitungsmasten, Grubenholz und im Schiffbau, in Europa und anderswo als Konstruktionsholz für den Dock- und Hafenbau, Kaianlagen, Rammpfähle, Terrassenbeläge und Gartenmöbel eingesetzt.

Einige der Handelsnamen lauten: Yellow Balau, Sal (Indien), Balau (Sarawak), Bangkirai (Indonesien), Selangan Batu (Sabah), Tang, Teng oder Chan (Thailand), Gisok oder Yakal (Philippinen). Balau und Selangan Batu sind also malayische Begriffe. Nicht zu verwechseln ist er mit dem eigentlichen Sal (Shorea robusta).

Das Holz ist nur selten mit FSC-Zertifikat erhältlich. Eine Herkunft aus Raubbau ist nicht auszuschließen.

Wissenswertes zum Yellow Balau-Holz[Bearbeiten]

Ganz selten treten Harzgallen auf (schmale Spalte, die mit weißen Kristallen gefüllt sind).

Rissbildung: Um bei der Lagerung die feine Rissbildung speziell an den Kopfseiten so gering wie möglich zu halten, sind diese oft werkseitig mit Wachs gestrichen. Man muss bei der Montage deshalb die Bretter nachschneiden.

Leichte Oberflächenrisse (sie können durch Bewitterung entstehen) haben keine statischen Auswirkungen.

Vergrauung: Wie jede andere Holzart, so vergraut auch Bangkirai. Um die anfängliche Farbe zu erhalten, kann man die Oberfläche ölen (siehe Holzschutzmittel).

Inhaltsstoffe im Bangkirai reagieren mit verzinkten Metallen. Es bilden sich schwarze Flecken. Vermeiden lässt sich das, wenn man Edelstahlschrauben verwendet.

Ausbluten: Bei der Verwendung von Bangkirai im Außenbereich kann es zum Auslaufen von Inhaltsstoffen kommen. Umliegende Materialien sollten z. B. durch Folie geschützt werden. Im Balkonbereich sollte man besonders auf das Austreten der Inhaltsstoffe achten. (Verschmutzung der Fassade möglich)

Quellen[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]