Showdown
Ein Showdown (auch Show-down) ist ein entscheidender Machtkampf. Das Wort wird als Fremdwort der deutschen Standardsprache (Duden 1996) geführt, es kommt von der englischen Fachsprache des Kartenspiels Poker, wo es bedeutet, die Karten offen auf den Tisch zu legen. Es findet im Deutschen allgemeine, eher bildungssprachliche Verwendung, eine Hauptanwendung ist jedoch der cineastische Bereich. Dort wird eine abschließende, entscheidende Auseinandersetzung zwischen zwei oder mehreren verfeindeten Kontrahenten so bezeichnet.
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Beispiele aus dem Film [Bearbeiten]
Im populären Film wird der Showdown meist besonders spannungsvoll und effektreich inszeniert, als dramaturgischer Höhepunkt bzw. Peripetie der Handlung. Als klassische Showdowns gelten die mit Revolvern ausgetragenen Duelle im Western, aber auch in Actionfilmen sowie in der Science-Fiction ist das Prinzip des abschließenden Kampfs zweier Gegner weit verbreitet.
Zwölf Uhr Mittags [Bearbeiten]
Der Western-Klassiker Zwölf Uhr mittags von Zinnemann aus dem Jahr 1952 umkreist fast von Anfang an die Frage, was geschehen wird, wenn die beiden Hauptkontrahenten aufeinandertreffen werden. Der Marshal versucht, Hilfskräfte zu rekrutieren, wird jedoch im Stich gelassen. Zuletzt muss er sich allein gegen vier Banditen behaupten. In den letzten Szenen des Showdowns sind drei der Banditen tot, der Hauptwidersacher ergreift jedoch die Frau des Sheriffs, um sich hinter ihr zu verbergen; sie kratzt ihm jedoch durchs Gesicht, sodass der Sheriff Gelegenheit bekommt, ihn zu erschießen.
Italo-Western [Bearbeiten]
In den sogenannten Italo-Western wurde das Duell des Western beim Showdown durch Sergio Leone ins Extreme getrieben. Nah- und Detailaufnahmen füllten die gesamte Leinwand. Es ist der schnelle Schnitt zwischen Gesichtern, Händen und Revolvern, untermalt mit der Musik Ennio Morricones, die heute als eine typische Sequenz eines Western und seines Showdowns angesehen wird. Die wohl bekanntesten Showdowns dieser Art sind in Für ein paar Dollar mehr (For A Few Dollars More), Zwei glorreiche Halunken (The Good, the Bad and the Ugly) und Spiel mir das Lied vom Tod (Once Upon a Time in the West).
James Bond [Bearbeiten]
James-Bond-Filme folgen alle einem einfachen Grundmuster. In jedem der Filme gibt es für den Superagenten Bond einen Widersacher, der daran arbeitet, die Weltherrschaft zu erringen. Die Filme laufen darauf hinaus, dass Bond zuletzt den Widersacher aufspürt und dass es zu einem Showdown kommt, bei dem an Spezialeffekten alles gezeigt wird, was möglich scheint.
Parodien [Bearbeiten]
Gerne parodiert die Filmbranche diesen ursprünglich rein dramatischen Endpunkt eines Films. Am Schluss der Westernkomödie Auch ein Sheriff braucht mal Hilfe wird das örtliche Freudenhaus durch einen versehentlichen Kanonenschuss zerstört. In der Westernkomödie Latigo schießt sich der gefährliche Revolverheld in den Fuß. In Lucky Luke (Realfilm von 1991 mit Terence Hill als Hauptdarsteller) wird der Showdown aus Zwei glorreiche Halunken parodiert, sowohl von der Kameraführung her als auch von der Musikuntermalung.