Shrek – Der tollkühne Held
| Filmdaten | |
|---|---|
| Deutscher Titel | Shrek – Der tollkühne Held |
| Originaltitel | Shrek |
| Produktionsland | USA |
| Originalsprache | Englisch |
| Erscheinungsjahr | 2001 |
| Länge | 87 Minuten |
| Altersfreigabe | FSK 0 JMK 6[1] |
| Stab | |
| Regie | Andrew Adamson Vicky Jenson |
| Drehbuch | Ted Elliott Terry Rossio Joe Stillman Roger S. H. Schulman |
| Produktion | Aron Warner John H. Williams Jeffrey Katzenberg |
| Musik | Harry Gregson-Williams John Powell |
| Kamera | Simon J. Smith |
| Schnitt | Sim Evan-Jones Michael Andrews Christopher Knights |
Shrek – Der tollkühne Held ist ein computeranimierter Kinofilm von DreamWorks aus dem Jahr 2001. Darin wird die Geschichte eines gleichnamigen Ogers erzählt, der in einer Märchenwelt lebt und versehentlich in ein Abenteuer um die Rettung einer Prinzessin gerät. Die Geschichte basiert auf dem Kinderbuch Shrek! von William Steig. Das Wort Shrek ist dem Jiddischen entliehen und entspricht dem deutschen Wort „Schrecken“.
Inhaltsverzeichnis |
Handlung[Bearbeiten]
Der Held der Geschichte, Shrek, ist ein Oger. Daher wird er von seinen Zeitgenossen als groß, dumm, hässlich und vor allem gefährlich empfunden. Er lebt in einem Sumpf und liebt es, allein zu sein.
Als Lord Farquaad, der Herrscher des Landes „DuLoc“, alle Fabelwesen vertreibt und sie in den Sumpf von Shrek umsiedelt, schließt dieser mit dem Lord einen Handel ab: Er darf seinen Sumpf wieder für sich alleine haben, wenn es ihm gelingt, die schöne Prinzessin Fiona aus ihrem von einem Drachen bewachten Turm zu befreien. Farquaad verspricht sich dadurch insgeheim eine Heirat mit der Prinzessin, die ihn zum König machen würde.
Bei dieser Mission wird Shrek von einem sprechenden Esel begleitet. Zusammen erleben die beiden so unterschiedlichen Lebewesen verschiedene Abenteuer. Dass sich dabei sowohl Shrek und Fiona als auch Esel und die Drachendame ineinander verlieben, macht die Aufgabe nicht leichter. Shrek weiß zu diesem Zeitpunkt nicht, dass Fiona nach Einbruch der Nacht selbst zum Oger wird.
Durch ein großes Missverständnis will die Prinzessin Farquaad doch heiraten, was Shrek aber in letzter Sekunde mit Hilfe von Esel und Drache verhindern kann.
Produktion[Bearbeiten]
- Shrek war zum Zeitpunkt seiner Erstellung der bislang aufwendigste computeranimierte Film.
- Ursprünglich sprach in der englischsprachigen Originalfassung der Komiker Chris Farley Shrek. Er starb jedoch während der Dreharbeiten, seine Position übernahm daraufhin Mike Myers.
- Für die Figur des Esels suchten die Filmschöpfer über einen Internetaufruf einen echten Esel, um dessen Bewegungen und Mimik genauestens zu studieren und diese auf die Computerfigur zu übertragen. Man wurde schließlich in dem kalifornischen Zwergesel „Pericles“ fündig.[2]
Musik[Bearbeiten]
Als Filmmusik wird englischsprachige Rockmusik eingesetzt.
- All Star – Smash Mouth
- Bad Reputation – Joan Jett & the Blackhearts
- Meditation – Antonio Carlos Jobim
- I’m On My Way – The Proclaimers
- Escape (The Piña Colada Song) – Rupert Holmes
- My Beloved Monster – Eels
- You Belong to Me – Jason Wade
- Best Years of our Lives – Baha Men
- Hallelujah – John Cale (im Original von Leonard Cohen, im Film wurde die Version von Cale verwendet, auf der Soundtrack CD ist jedoch eine Version von Rufus Wainwright zu hören.)
- I’m a Believer – Eddie Murphy und Smash Mouth (im Original von Neil Diamond und bekannt durch The Monkees)
- Like Wow! – Leslie Carter
- It is You (I Have Loved) – Sabina Halsey (im Original von Dana Glover)
Anspielungen[Bearbeiten]
Märchen und Filme[Bearbeiten]
Da der Produzent Jeff Katzenberg Mitte der 1990er die Disney-Studios im Streit verlassen hatte, sind viele der Märchenfiguren als Parodien auf erfolgreiche Adaptionen von Disney zu verstehen. Auch Filme wurden parodiert:
- Robin Hood (1973) - die Ogerjäger am Anfang des Films haben exakt die gleiche Kleidung an wie Robin Hood in der Disney-Verfilmung. Außerdem tritt ein Robin Hood mit einem französischen Akzent auf.
- Schneewittchen und die sieben Zwerge (1937) - die sieben Zwerge suchen samt Schneewittchen im Sarg ein neues Zuhause, nachdem sie wie die anderen Märchen- und Fabeltiere verkauft wurden. Außerdem besitzt Lord Farquaad einen sprechenden Spiegel, der Schneewittchen als Junggesellin des Königreiches für Lord Farquaard aufzählt. Außerdem singt Fiona im Morgengrauen zusammen mit einem Vogel, welcher auch sehr an die Disney-Verfilmung des Märchens erinnert.
- Pinocchio (1940) - Pinocchio wird von seinem Erschaffer Geppetto verkauft. Daraufhin gehört Pinocchio zu Shreks Freundeskreis und tritt in allen Shrek-Filmen auf.
- Peter Pan (1953) - Die Fee aus den Peter Pan-Abenteuern „Glöckchen“ fällt kurz auf Esel, worauf er dann für kurze Zeit fliegen kann.
- Die drei kleinen Schweinchen - die drei kleinen Schweinchen werden ebenfalls wie Pinocchio verkauft und gehören danach auch zu Shreks Freunden und treten in allen Shrek-Filmen auf. In der Originalfassung sprechen sie mit einem deutschen Akzent.
- Rotkäppchen - der böse Wolf aus dem Märchen Rotkäppchen, in der Verkleidung von Rotkäppchens Großmutter, sucht ebenfalls bei Shrek ein Zuhause. Später wohnt er schließlich dort und gehört zu Shreks Freunden.
- Dornröschen (1959) - die drei Feen aus Dornröschen sieht man kurz vor dem Oger fliehen.
- Cinderella (1950) - Aschenputtel wird von dem Spiegel als eine Junggesellin des Königreiches aufgezählt. Am Ende des Films taucht die gute Fee auf und zaubert eine Kutsche daher.
- King Kong - der Drache klopft sich auf die Brust und brüllt wie King Kong.
- Matrix - Fiona springt in die Höhe, steht in der Luft still, während die Kamera um sie herum fährt und Fiona hat Zeit, ihr Haar zu ordnen, bevor sie weiterkämpft.
Weitere Anspielungen[Bearbeiten]
- Farquaad klingt wie fuck-wad, was auf Englisch eine Beleidigung für eine hochnäsige oder unnütze Person ist.
- Die Darstellung der Stadt DuLoc parodiert mehrfach Disneyland, z.B. ist das Puppen-Eröffnungsmedley 'Welcome to DuLoc' eine Parodie an die Attraktion 'Its a small world'.
- Shrek erwähnt, dass ein Oger den Spitznamen „Blähboy“ (Flatulenz) habe. Rein von der Aussprache her, ist es eine Anspielung an das Männermagazin Playboy.
Fortsetzungen[Bearbeiten]
- Vor dem Erscheinen des zweiten Shrek-Kinofilms wurde der erste Film in einer „erweiterten“ Fassung neu auf DVD herausgegeben. Die Erweiterung bestand aus einem zusätzlichen 15-minütigen Kurzfilm, der in 3D erstellt wurde. Zum Ansehen lagen der DVD 3D-Brillen bei. In einigen Ländern wurde der 3D-Kurzfilm auch in IMAX-Kinos gezeigt.
- Am 1. Juli 2004 wurde die erste Fortsetzung des Films, Shrek 2 – Der tollkühne Held kehrt zurück, veröffentlicht.
- Shrek der Dritte kam am 21. Juni 2007 in die deutschen Kinos und handelt davon, dass die beiden Protagonisten einen Thronfolger suchen, um in den Sumpf zurückzukehren.
- 2007 erschien für das Fernsehen der rund 30-minütige Weihnachtsfilm Shrek – Oh du Shrekliche (Shrek the Halls),[3] der ab 2007 jedes Jahr bei ProSieben ausgestrahlt wurde.
- Im Jahr 2009 etablierte sich eine Musical-Fassung des ersten Films am New Yorker Broadway mit Brian D'Arcy James, Sutton Forster, Daniel Breaker und Christopher Sieber.
- 2010 erschien für das Fernsehen das 21-minütige Halloween Spezial Scared Shrekless (Er-Shrek dich nicht!).
- Ein vierter Teil mit dem Titel Für immer Shrek von Regisseur Mike Mitchell kam am 30. Juni 2010 in die deutschen Kinos.[4] Der Film wird auch in 3-D gezeigt.[5] Die Pläne für einen fünften Teil, der für 2013 angekündigt war,[6] wurden mittlerweile fallen gelassen.[7]
Rezeption[Bearbeiten]
Kritiken[Bearbeiten]
Der Film erhielt überwiegend gute Kritiken. Nach Angaben der Webseite Rotten Tomatoes erhielt der Film von 89 % der Filmkritiker ein positives Urteil, basierend auf 176 Filmkritiken.
James Berardinelli bezeichnete den Film auf ReelViews als „wundervoll“ und „schrullig“. Der Film könne genauso die Kinder, wie auch deren Eltern „packen“. Berardinelli lobte stark die Animationstechnik.[8]
Roger Ebert schrieb in der Chicago Sun-Times vom 18. Mai 2001, der Film sei eine „erstaunliche visuelle Freude“, die Animation wirke gleichzeitig „lebendig“ und „fantastisch“. Der Film würde jedoch nicht funktionieren, wenn die Handlung nicht lustig wäre und wenn man den Charakter des Shreks nicht mögen könnte.[9]
Mick LaSalle schrieb in der San Francisco Chronicle vom 18. Mai 2001, der Film sei „visuell elegant“. Er sei „ehrlicher“ und „warmherziger“ als die meisten Zeichentrickfilme. Shrek lebe zwar in einer Fantasiewelt, doch sein Verhalten und seine Geisteshaltung seien in der realen Welt verankert. Man könne den Film deswegen als den ersten wirklich modernen animierten Film bezeichnen.[10]
Auszeichnungen[Bearbeiten]
- Oscar als bester animierter Spielfilm bei der Oscarverleihung 2002, das Drehbuch wurde für einen weiteren Oscar nominiert
- Nominierung für den Golden Globe Award in der Kategorie Bester Film – Komödie oder Musical im Jahr 2002
- Young Artist Award als Bester animierter Film im Jahr 2002
- Nominierungen für den MTV Movie Award im Jahr 2002 als Bester Film, für Eddie Murphy, für Mike Myers sowie für das aus Cameron Diaz, Eddie Murphy und Mike Myers bestehende Team
- Nominierung für den Golden Satellite Award als Bester animierter Film im Jahr 2002
- Goldene Leinwand im Jahr 2001
- Hollywood Walk of Fame[11] (Shrek als geehrte Trickfigur)
Der Film nahm außerdem am Wettbewerb der Internationalen Filmfestspiele von Cannes 2001 teil, ging bei der Preisvergabe allerdings leer aus.
Synchronisation[Bearbeiten]
Die Deutsche Synchronisation wurde von der Berliner Synchron AG, unter der Dialogregie von Michael Nowka – der auch den Zauberspiegel spricht, produziert.[12]
| Rolle | Originalsprecher | Deutscher Sprecher |
|---|---|---|
| Shrek | Mike Myers | Sascha Hehn |
| Fiona | Cameron Diaz | Esther Schweins |
| Esel | Eddie Murphy | Randolf Kronberg |
| Lord Farquaard | John Lithgow | Rufus Beck |
| Pinocchio | Cody Cameron | Gerald Schaale |
| Lebkuchenmann | Conrad Vernon | Santiago Ziesmer |
| Wolf | Aron Warner | Wolfgang Kühne |
| Zauberspiegel | Chris Miller | Michael Nowka |
| Monsieur Hood | Vincent Cassel | Michael Pan |
| Drache | Frank Welker |
Literatur[Bearbeiten]
- Margrit Frölich: "Der erste Kuss der wahren Liebe" - Liebes- und Erlösungswünsche in SHREK. In: Thomas Bohrmann, Werner Veith, Stephan Zöller (Hrsg.): Handbuch Theologie und Populärer Film. Band 3. Ferdinand Schöningh, Paderborn 2012, ISBN 978-3-506-77535-1, S. 223-234.
Weblinks[Bearbeiten]
- Offizielle „Shrek“-Homepage
- Shrek – Der tollkühne Held in der Internet Movie Database (englisch)
- Sammlung von Kritiken zu Shrek – Der tollkühne Held bei Rotten Tomatoes (englisch)
- Zeitungskritiken zu Shrek – Der tollkühne Held auf Metacritic.com (englisch)
Einzelnachweise[Bearbeiten]
- ↑ Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur (BMUKK)
- ↑ TV Movie, Ausgabe 7/2007, Seite 57 → Filminformationen
- ↑ Oh du Shrekliche in der Internet Movie Database
- ↑ Für immer Shrek in der Internet Movie Database (englisch)
- ↑ Shrek Forever After: An IMAX 3D Experience Movie Overview. Fandango.com. Abgerufen am 31. Dezember 2009.
- ↑ „When are Shrek 4 & 5 Coming?“, comingsoon.net, 6. Juni 2007
- ↑ Shrek 5: Teil 4 beendet die Saga
- ↑ Filmkritik, James Berardinelli, ReelViews
- ↑ Filmkritik, Roger Ebert
- ↑ Filmkritik, Mick LaSalle
- ↑ Hollywood Walk of Fame – Shrek. hollywoodchamber.net. Abgerufen am 25. Juli 2010.
- ↑ Shrek – Der tollkühne Held in der Deutschen Synchronkartei
Filmreihe: Shrek – Der tollkühne Held (2001) | Shrek 2 – Der tollkühne Held kehrt zurück (2004) | Shrek der Dritte (2007) | Für immer Shrek (2010)
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