Shuttlebus

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Als Pendelbus- oder Shuttlebusbetrieb bezeichnet man die oft zeitlich begrenzte Einrichtung von öffentlichen Busverbindungen in öffentlicher oder privatwirtschaftlicher Trägerschaft, beispielsweise während eines Festivals, dessen verschiedene Veranstaltungsstätten zu weit auseinander liegen, um diese ohne weiteres zu Fuß zu erreichen.

Struktur[Bearbeiten]

Die Strukturmerkmale eines Shuttlebusbetriebs sind unter anderem:

  • regelmäßige Hin- und Zurück-Transportverbindungen zu meist festgelegten Zeiten (halbstündlich, stündlich, usw.)
  • unkomplizierte Handhabung, etwa durch Inbegriffensein des Fahrpreises im Festivalticket
  • kurzfristige und zeitlich von vornherein begrenzte Einrichtung der Routen

Ein besonderer Fall des Shuttlebusverkehrs ist der Pendelverkehr, definiert durch einen pendelnden Personen- und/oder Güterverkehr zwischen zwei Punkten [1], häufig ohne Zwischenstation. Ein typisches Beispiel für individuelle Fahrtwege im Pendelverkehr sind Vorfeldbusse zwischen Flughafenterminal und Flughafenvorfeld.

Beispiele[Bearbeiten]

Beispiele bieten städteübergreifende Veranstaltungen wie die jährliche Extraschicht („Lange Nacht der Industriekultur“) des Ruhrgebiets ebenso wie Kirchentage oder Filmfestivals mit über die ganze Stadt verstreuten Spielstätten. Im Fall des Kurzfilm-Festivals „OpenEyes in Marburg wird dadurch die Einbeziehung des atmosphärisch erwünschten naturnahen Spielorts in der Schlossruine Amöneburg zusätzlich zum Stammhaus des Kulturzentrums „Café Trauma“ ermöglicht.

Ein eigenes Verkehrssegment besetzt mittlerweile der Flughafentransfer mittels Shuttlebusbetriebs. Dieses Konzept hat sich im Inland wie auch in Urlaubszielorten wie Mallorca fast flächendeckend durchgesetzt (als permanentes Angebot). Während internationaler Messen wird zwischen Flughäfen und den Messearealen häufig zusätzlich ein eigener Messebus-Pendelverkehr installiert, so zum Beispiel in München und Düsseldorf.

Ein weiteres Beispiel sind Park-and-Ride-Systeme, die zwecks Entlastung der Innenstädte von überbordendem Individualverkehr Shuttlebusse zwischen Innenstadt und außerhalb gelegenen Großparkplätzen einrichteten.

Shuttlebusse können auch als Teil einer regulären Linie eingesetzt werden, etwa um bestimmte Orte zu erreichen, wenn auf der Hauptstrecke nicht genügend Pufferzeiten vorhanden sind und damit Umsteigemöglickeiten gefährdet werden können. Ein Beispiel ist hierbei die Linie 336R (OVAG) Wipperfürth-Ohl - Kierspe-Rönsahl (als Zubringer für die Linie 336 Gummersbach - Remscheid-Lennep).

Sonderfälle und ähnliche Angebote[Bearbeiten]

Einen Sonderfall stellt der Discobus dar. Um Besuchern ein kostengünstiges und vor allem problemloses Erreichen der Diskothek oder einer anderen größeren Abendveranstaltung zu ermöglichen, wurde bereits in vielen Städten und insbesondere in ländlichen Gegenden ein sogenannter „Discobus“ ins Leben gerufen. In der Regel pendelt er die ganze Nacht zwischen Innenstadt und Veranstaltungsort oder bringt zu festgelegten Zeiten die Besucher aus verschiedenen Orten zu einer zentralen Veranstaltung. Das Konzept ist eine inzwischen gut angenommene Alternative für viele Jugendliche. Problematisch für die Busunternehmen sind in diesem Zusammenhang jedoch ein verstärkter Vandalismus und randalierende Angetrunkene, die nicht selten die Mitfahrt eines Sicherheitsdienstes erforderlich machen.

Ähnliche Angebote sind Direkt- oder Expressbusse. Diese bedienen aber auch längere, teilweise überörtliche Verbindungen beispielsweise zwischen größeren Städten. Die Bedienungskonzepte und Bezeichnungen sind recht unterschiedlich. Als spezielles Merkmal von Shuttlebussen können das Hin- und Herpendeln mit Taktfahrplan, kurze Strecken und die meist zeitliche Begrenztheit der Angebote gesehen werden, permanente Angebote erhalten eher die anderen Bezeichnungen. Für Flughafen- oder Messeverbindungen hat sich der Shuttlebus durchgesetzt.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Shuttlebus – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Gabler Wirtschaftslexikon Pendelverkehr. Abgerufen am 14. Dezember 2011.