Sib (Oman)

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23.65111111111158.208333333333Koordinaten: 23° 39′ 4″ N, 58° 12′ 30″ O

Karte: Oman
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Sib
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Oman

Sib (manchmal auch in Anlehnung an die englische Transkription Seeb; arabisch ‏السيب‎, DMG as-Sīb) ist ein Stadtteil von Maskat und ein Wilāyā des gleichnamigen Gouvernements, sie liegt am westlichen Rand der Stadt zirka 30 km westlich der Altstadt. Sib hatte 2010 etwa 313.000 Einwohner und ist damit der größte Wilāyā des Gouvernements. 1920 wurde in Sib der Vertrag von Sib zwischen dem Sultan vom Muscat, Taimur bin Feisal (1886–1965) und dem Imamat von Oman geschlossen. Es sicherte den Omanis gegenüber den Briten Autonomie zu. Oman war zu dieser Zeit ein britisches Protektorat[1].

Im Rahmen der Modernisierungspolitik von Sultan Qabus ibn Said, die 1970 begann, wurde aus einem Fischerort am Golf von Oman eine große Siedlung mit lebendigem Markt, Industriegebieten und dem Muscat International Airport, der bis Januar 2008 noch Seeb International Airport hieß[2]. Über diesen wird der Großteil des omanischen Luftverkehrs abgewickelt.

Im Juni 2014 enthüllte die Tageszeitung The Register, dass in diesem Ort eine Abhörstation für Unterseekabel mit dem Decknamen Guitar durch den britischen Geheimdienst GCHQ betrieben wird.[3]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. *Husain M. Al-Baharna. The Legal Status of the Arabian Gulf States: A Study of Their Treaty Relations and International Problems. Manchester University Press, 1968.
  2. Beitrag auf Flughafen Management
  3. Duncan Campbell: Revealed: GCHQ's beyond top secret middle eastern internet spy base. The Register. 3. Juni 2014. Abgerufen am 29. Juni 2014.