Siberut
| Siberut | |
|---|---|
| Siberut im Norden der Mentawai-Inseln | |
| Gewässer | Indischer Ozean |
| Inselgruppe | Mentawai-Inseln |
| Geographische Lage | 1° 20′ S, 98° 55′ O-1.333333333333398.916666666667384Koordinaten: 1° 20′ S, 98° 55′ O |
| Fläche | 3828,5 km² |
| Höchste Erhebung | Gunung Simatombotombo 384 m |
| Einwohner | 30.000 7,8 Einw./km² |
| Hauptort | Muarasiberut |
Die indonesische Insel Siberut ist die größte der westlich vor Sumatra liegenden Mentawai-Inseln.
Inhaltsverzeichnis |
Geographie [Bearbeiten]
Die Insel befindet sich mehr als 140 km vor Sumatra, im Süden liegt die Insel Sipora, im Norden liegen die Batu-Inseln. Siberut ist 3828,5 km² groß und bis zu 384 m hoch.[1] Im Süden sind ihr die in der Bungalaut-Straße gelegenen kleinen Inseln Karamajet und Masokut vorgelagert.
Verwaltung [Bearbeiten]
Siberut bildet die Unterdistrikte (Kecamatan) Siberut Selatan und Siberut Utara, die zum 1999 gebildeten Regierungsbezirk (Kabupaten) Mentawai-Inseln mit der Hauptstadt Tua Pejat (auf Sipora) gehören, der seinerseits Teil der Provinz Sumatera Barat (West-Sumatra) ist.[2]
Bevölkerung [Bearbeiten]
Nach der letzten Eiszeit wurden die Insel durch den steigenden Meeresspiegel von Sumatra getrennt. Um 2000 v. Chr. wurde Siberut von Norden aus besiedelt. Die Bewohner unterscheiden sich durch Sprache und Brauchtum von den Bewohnern Sumatras. Der Stamm der Sakuddei lebt in Langhäuser. Die Tuddukat ist eine lokale Schlitztrommel. Noch heute gibt es steinzeitlich lebende Stämme.
Die Insel hat 30.000 Bewohner. Auf Siberut liegt mit Muarasiberut der wichtigste Ort und Hafen der Mentawai-Inseln.
Geschichte [Bearbeiten]
1792 erreichte ein Schiff der Britischen Ostindien-Kompanie die Mentawai-Inseln. 1847, 1849 und 1852 bereiste der deutsche Naturforscher Hermann von Rosenberg die Insel. Erst 1864 wurde Siberut Teil von Niederländisch-Ostindien. Im Januar 1899 erforschte ein deutsches Forschungsschiff im Rahmen der Valdivia-Expedition das Meer vor Siberut. 1901 erreichten deutsche Missionare die Mentawai-Inseln. Nach der indonesischen Unabhängigkeit wurde die einheimische, animistische Religion verboten.
Heute [Bearbeiten]
Heute sind die meisten Bewohner Christen.[3] Mitte der 1990er Jahre entdeckten australische Surfer mit den anderen Inseln auch Siberut für das Surfen. Daneben gibt es von Padang aus organisierte Touren für Rucksacktouristen zu den Steinzeit-Dörfern.
Nach dem Seebeben vor Sumatra im Jahr 2004 hat die seismische Aktivität unter der Insel stark zugenommen.
Tierwelt (Fauna) [Bearbeiten]
Auf der Insel leben einige endemische Tierarten, darunter der Pagai-Makak, dessen Bestand inzwischen gefährdet ist.[4] Weitere Tierarten sind das Siberut-Gleithörnchen, der Siberut-Makak, der Kloss-Gibbon, die Pageh-Stumpfnase und der Mentawai-Langur.
Die Insel ist seit 1981 ein von der UNESCO anerkanntes Biosphärenreservat.
Weblinks [Bearbeiten]
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ UNEP Islands (englisch)
- ↑ http://indonesiaforyou.com/mentawai-islands-west-sumatra-travel/
- ↑ http://books.google.de/books?id=_Rp5cCMHFxQC&pg=PA431&lpg=PA431&dq=siporai&source=bl&ots=Fk7KWUckL3&sig=_28sQLB7eGC4QswR1EiPABJBj6U&hl=de&ei=Qu7VS_PYO8f4OcjAnYQO&sa=X&oi=book_result&ct=result&resnum=5&ved=0CBoQ6AEwBDge#v=onepage&q=sipora&f=false
- ↑ http://www.indonesiatraveling.com/National%20Parks%20Indonesia/mammals%20indo/m,%20n/pages/macaca-pagensis.htm
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