Sibylle von Brandenburg

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Dieser Artikel behandelt die Prinzessin Sibylle von Brandenburg. Ähnliche Namen hatten die Prinzessinnen Dorothea Sibylle von Brandenburg sowie Magdalena Sibylle von Brandenburg-Bayreuth.

Sibylle von Brandenburg (* 31. Mai 1467 in Ansbach; † 9. Juli 1524 in Kaster) war Prinzessin von Brandenburg und durch Heirat Herzogin von Jülich und Herzogin von Berg.

Leben[Bearbeiten]

Sibylle war eine Tochter des brandenburgischen Kurfürsten Albrecht Achilles (1414–1486) aus dessen zweiter Ehe mit Anna (1436–1512), Tochter des Kurfürsten Friedrich II. von Sachsen.

Sie heiratete am 25. Juli 1481 in Köln Herzog Wilhelm von Jülich und Berg (1455–1511). Die Hochzeit wurde sehr aufwändig gefeiert. Geladen waren neben zahlreichen Erzbischöfen, Bischöfen und Prälaten, der Erzherzog von Österreich, der Herzog von Burgund, der Kurfürst von Brandenburg, der Markgraf von Baden, mehr als 50 Grafen und zahllose Edelleute. Wegen des großen Andrangs wurde die Ehe auf freiem Feld vor dem Kölner Severinstor durch Erzbischof Hermann IV. von Köln geschlossen.

Wilhelm wandte sich mehrfach besorgt und schriftlich wegen des Brautschatzes seiner Gemahlin an seine Schwäger. Nach zehn Jahren wurde das einzige Kind der Ehe geboren, ein Mädchen. Jülich und Berg fielen deshalb nach Wilhelms Tod an dessen Schwiegersohn. Sibylle überlebte ihren Mann um 13 Jahre. Auf Wunsch ihres in Kleve residierenden Schwiegersohnes und ihrer Tochter übernahm sie bis zu ihrem Tod die Regierung über Jülich und Berg.[1] Sibylle wurde als geistvoll, tatkräftig und klug sowie als gerechte Landesmutter beschrieben.

Sibylle ist im Altenberger Dom bestattet.

Nachkommen[Bearbeiten]

Aus ihrer Ehe hatte Sibylle eine Tochter:

∞ 1510 Herzog Johann III. von Kleve (1490–1536)

Literatur[Bearbeiten]

  • Julius von Minutoli: Das kaiserliche Buch des Markgrafen Albrecht Achilles, Schneider, 1850, S. 492
  • Hermann von Scharff-Scharffenstein: Denkwürdigkeiten eines Royalisten, F. A. Herbig, 1859, S. 221 ff.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Johann F. Knapp: Regenten- und Volks-Geschichte der Länder Cleve, Mark, Jülich, Berg und Ravensberg , Becker, 1836, S. 512