Sibylle von Cumae

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
In diesem Artikel zur römischen Mythologie fehlen folgende wichtige Informationen:
  • Belegstellen für Quelle(n) des Mythos
  • Literaturangaben zu Standard-Nachschlagewerken
  • weiterführende Literatur

Lösche den betreffenden Listenpunkt, wenn er erledigt ist. Erläuterungen zu den einzelnen Punkten siehe hier.
Du kannst Wikipedia helfen, indem du sie recherchierst und einfügst, aber kopiere bitte keine fremden Texte in diesen Artikel.

Cumäische Sibylle in der Sixtinischen Kapelle
Andrea del Castagno Sibylle von Cumae,
Fresko auf Holz, 1450

Die Sibylle von Cumae ist eine der zehn von Varro genannten Sibyllen. Sie war eine aus Babylon stammende Priesterin, die im 6. Jahrhundert v. Chr. dem Orakel von Cumae in der Nähe von Neapel vorsaß.

Um das Jahr 520 v. Chr. wird folgendes berichtet:

Die Priesterin besaß neun Bücher mit Prophezeiungen, die sog. Sibyllinischen Bücher, die sie dem römischen König Tarquinius Superbus zum Kauf anbot. Als der König dies wegen des geforderten horrenden Preises ablehnte, verbrannte sie drei der Bücher und bot den Rest zum gleichen Preis erneut an. Tarquinius lehnte abermals ab, sie verbrannte drei weitere Bücher und wiederholte ihr Angebot. Jetzt lenkte Tarquinius ein, erwarb die letzten drei Bücher zum vollen Preis und brachte sie anschließend in einem Gewölbe des Jupitertempels auf dem Kapitol unter. Die Geschichte wird erwähnt in Varros verlorenen Büchern, aus denen Lactantius in den Institutiones Divinae (I: 6) und Origenes zitieren.

In der antiken Mythologie existiert eine Reihe von Sibyllen, aber die Bedeutung, die die Sibylle von Cumae in römischen Legenden spielt, machten sie zur bekanntesten, so dass im Allgemeinen die Sibylle von Cumae gemeint ist, wenn von der Sibylle gesprochen wird.

Unter anderem wird die Sibylle von Cumae erwähnt in den Werken Vergils (Eklogen und Aeneis) und Petronius' (Satyricon), bei Maurus Servius Honoratius als Deiphobe; in nachantiker Literatur erscheint sie beispielsweise in Christine de Pizans Livre du Chemin de long estude.

In der Kunst erscheint die Sibylle von Cumae auf dem Deckengemälde der Sixtinischen Kapelle von Michelangelo, in der Capella Nuova im Dom von Orvieto, auf dem Genter Altar und in einem Mosaik des Doms von Siena mit dem Hinweis, Piso habe sie in seinen Annalen erwähnt. Der beigefügte lateinische Text lautet:

„Et mortis fatum finiet, trium dierum somno suscepto, tunc a mortuis regressus in lucem veniet primum resurrectionis initium ostendens“

„Des Todes Schicksal wird er beenden, einen Schlaf von drei Tagen nimmt er auf sich, dann wird er von den Toten zurückkehren und an das Licht kommen und so den Beginn der Auferstehung anzeigen.“

Einzelnachweise[Bearbeiten]


Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Sibylle von Cumae – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien