Sichelfuß

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Der sogenannte Sichelfuß (Pes adductus) ist eine meist angeborene, aber auch erworbene Fehlstellung des Fußes. Diese Fehlstellung tritt oft auch beidseitig auf. Es handelt sich um eine verstärkte Wölbung des Mittelfußes und der Zehen nach innen (Adduktionsstellung). Als Ursache für diese Fehlstellung vermutet man eine Fixierung der Fußstellung durch die Lage des Fetus in der (engen und runden) Gebärmutter. Die Diagnose wird häufig bei der U3 gestellt.

Je nach Stärke der Fehlstellung gibt es verschiedene Behandlungsformen. Schwache Fälle bei Säuglingen werden per Reflex- und Dehnungsgymnastik behoben. Dabei wird der Babinski-Reflex ausgenutzt, der beim Entlangstreichen am seitlichen Fußrücken die Zehen spreizt und damit den Fuß durch eigene Muskelkraft in die gerade Fußform dehnt. Bei der Dehnungsmassage wird der Fuß mehrmals täglich vorsichtig in die gerade Form gedehnt.

Kann die Muskelkraft des Kindes über den Reflex die Füße nicht selbst in die gewünschte gerade Form ziehen, wird meist eine Bandage oder bei starker Indikation auch ein Gipsverband vom Arzt angeordnet.

siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Lexikon Orthopädie und Unfallchirurgie: Sichelfuß

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